Die Geschichte Oldenburgs
Die Stadt Oldenburg wurde erstmals im Jahr 1108 unter dem Namen „Aldenburg“ in einer Urkunde erwähnt. Darin wird Graf Egilmar I. von Oldenburg genannt, der dem Kloster Iburg jährlich neunzig Bund Aale liefern sollte.
Archäologische Funde zeigen jedoch, dass Menschen schon deutlich früher in diesem Gebiet lebten. Der sogenannte Heidenwall stammt aus dem frühen 11. Jahrhundert und belegt eine Besiedlung vor der ersten urkundlichen Erwähnung. Noch ältere Spuren aus der Steinzeit wurden in Bloherfelde entdeckt.
Die Stadtrechte erhielt Oldenburg schließlich am 6. Januar 1345.
1108: Die erste Erwähnung von „Aldenburg“
Im Jahr 2008 feierte die Stadt Oldenburg die erste urkundliche Erwähnung der Huntestadt 900 Jahre zuvor. Übermittelt ist, dass im Jahre 1108 der damalige Graf Egilmar I. von Oldenburg auf seinen Wunsch hin vom Kloster Iburg mit seiner Familie in die Gebetsbrüderschaft aufgenommen wurde. Als Gegenleistung sollten künftig alljährlich durch Graf Egilmar zu Marien Geburtstag (8. September) neunzig Bund Aale an den Iburger Abt ausgehändigt werden.
Oldenburger Heidenwall aus dem frühen 11. Jahrhundert
Dass sich die ersten Menschen jedoch viel früher in Oldenburg ansiedelten, belegt der Fund des Oldenburger „Heidenwalls“, einer historischen Ringwallanlage. Der Heidenwall stammt nämlich aus der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts, fanden das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege heraus. Baumkundliche Untersuchungen zeigen, dass die Stämme für die innere „Holz-Erde-Mauer“ der historischen Ringwall-Anlage im Jahre 1032 geschlagen wurden. Im Jahre 1042 wurden weitere Bäume für die äußere Verstärkung der Mauer gefällt. Das heißt: Bereits um die erste Jahrtausendwende lebten Menschen in unserem heutigen Oldenburg. Mehr zum Oldenburger Heidenwall.
Menschliche Spuren aus der Steinzeit
Noch frühere Spuren menschlicher Aktivitäten wurden im Westen der Stadt, in Bloherfelde gefunden: Das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege entdeckte rund 40 Feuerstellen (kleine Gruben mit Holzkohle), in denen sich auch einige Feuersteinartefakte fanden. Die Funde stammen aus der mittleren Steinzeit – zwischen 8500 und 4000 vor Christus.
Die Bezirksarchäologin geht davon aus, dass es sich um so genannte „Herdgruben“ oder „Kochgruben“ von steinzeitlichen Jägern und Sammlern handelt: Die eingetieften Feuerstellen seien vermutlich zum Räuchern oder Rösten von Nahrung genutzt worden. Vermutet wird, dass die Stelle über einen längeren Zeitraum, vielleicht über Jahrhunderte immer wieder aufgesucht wurde.
Die Stadtrechte bekam Oldenburg jedoch erst am 6. Januar 1345 verliehen.
Zuletzt geändert am 30. Juni 2026


