Aktuelle Entwicklungslinien

Wirtschaft und Kultur

Oldenburg ist heute Bankenplatz der Region, unter anderem mit einer Hauptstelle der Landeszentralbank und einer Zweiganstalt der Deutschen Bundesbank.
Die Weser-Ems-Halle zieht mit großen Messen, Konzerten und anderen Veranstaltungen seit 1954 ein Millionenpublikum in die Huntestadt. Mit der Eröffnung des Horst-Janssen-Museums (2000), dem OLantis-Huntebad und der EWE-Arena (beide 2005), in der die Heimspiele der Oldenburg Baskets sowie Konzerte und andere Veranstaltungen stattfinden, hat Oldenburg an Anziehungspunkten und Attraktivität gewonnen. Ferner wird die Attraktivität der Innenstadt weiter gesteigert: Nachdem Oldenburg ab 1967 mit der Umgestaltung der Altstadt zur Fußgängerzone bereits bundesweiter Vorreiter war, wird das alte Pflaster jetzt Zug um Zug durch beigefarbenen Granit ersetzt und die Innenstadt so modernisiert.

Wissenschaft und Forschung

Seit 1973 ist Oldenburg Universitätsstandort mit inzwischen rund 12.000 Studenten an Universität und Fachhochschule. Außerdem entwickelt sich die Stadt zu einem Forschungs- und Technologiestandort von überregionaler Bedeutung. Das Technologie- und Gründerzentrum (TGO), das jungen Firmen mit aussichtsreichen Geschäftsideen Räumlichkeiten sowie Kontakt- und Kooperationsmöglichkeiten bietet, wurde bereits mehrfach ausgezeichnet und erhielt internationale Anerkennung.
Mit einem Herzzentrum und verschiedenen anderen Schwerpunktkliniken in den drei großen Krankenhäusern erfüllt Oldenburg alle Anforderungen eines medizinischen Oberzentrums. Zum Wintersemester 2012/13 startete an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg zudem der Modellstudiengang Humanmedizin.

Stadtentwicklung

Mit einer ganzen Reihe neuer Maßnahmen und Aktivitäten treibt die Stadt die lokale Entwicklung auf unterschiedlichen Gebieten voran. Unter den neuen Wohnbaugebieten stechen die Gebiete „Alexanderhaus“ im Stadtnorden und „Eversten-West“ hervor. „Wohnen am Wasser“ ist ein Projekt, das am alten Stadthafen „Stau“ realisiert wird. Auch auf dem Gelände des Militärflughafens wird nach dem Auszug der Bundeswehr urbanes Leben seinen Platz finden. In der City ist an der Stelle des alten Hallenbades ein neues Einkaufscenter entstanden, die Schlosshöfe. Die Ansiedlung eines schwedischen Möbelriesens im Osten der Stadt ist seit 2007 perfekt.
Als wichtige regionale Vorhaben betrachtet die Stadt Oldenburg den Bau der Küstenautobahn A 22 und des Jade-Weser-Ports. Im Rahmen der Metropolregion Bremen/Oldenburg kooperieren beide Städte als Initiatoren zukunftsfähiger Projekte unter Beteiligung der Landkreise und Gemeinden sowie der Wirtschaft und Wissenschaft.

Oldenburg: Stadt der Wissenschaft 2009

Im Jahr 2009 trug Oldenburg den Titel „Stadt der Wissenschaft“. Mit diesem Titel zeichnete der Stifterverband für die deutsche Wissenschaft Städte aus, denen es gelingt, Netzwerke zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur zu knüpfen, um diese Netzwerke nachhaltig für die Entwicklung der Stadt zu nutzen. Der Titel – verbunden mit einem umfangreichen Aktionsprogramm für Jedermann – soll zur Identifikation der Bürger mit ihren Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen beitragen und die Wissenschaft darin unterstützen, sich für die Bürger zu öffnen.

Das Leitbild „Übermorgenstadt“ setzt auf Wissenschaft, Dynamik und Innovation. Oldenburg ist eine Stadt voller kreativer und kluger Köpfe. So soll es auch in Zukunft bleiben. Und die Stadt will noch stärker darin werden, Talente anzuziehen. Im härter werdenden Standortwettbewerb ist dies eine zentrale Herausforderung. Deshalb ist das Projekt „Stadt der Wissenschaft“ nicht nur auf das Jahr 2009 ausgerichtet, sondern ein ehrgeiziges und langfristiges Projekt für die Stadtentwicklung.

Diese neueren Entwicklungslinien, die das heutige Oldenburg als moderne Großstadt mit inzwischen mehr als 158.000 Einwohnern prägten, haben der Stadt aber ihren liebenswürdigen Charme als Residenzstadt mit Tradition nicht genommen.