15 Touren mit WunderlineGO in Outdooractive
Schneller und komfortabler mit dem Zug von Groningen nach Bremen – das ist ein Ziel des grenzüberschreitenden Bahnprojekts „Wunderline“. Das wird ab Sommer 2026 möglich sein, aber bereits jetzt hat die Schienenstrecke etwas Besonderes zu bieten: Im WunderlineGO-Projekt wurden 15 Touren auf niederländischer und auf deutscher Seite entwickelt, in denen sich die Orte mit ihren Besonderheiten vorstellen. Die Touren sind auf der bekannten digitalen Plattform für Outdoor-Aktivitäten „Outdooractive“ angelegt. Diese kann sowohl über das Web als auch als App kostenlos für Apple aus dem App-Store oder für Android aus dem Play-Store von Google aufs Smartphone geladen werden.
Neu hinzu kommen WunderlineGO-Fahrradtouren zwischen den Orten, von denen die erste bereits in diesem Jahr entwickelt wurde. Sie verbindet die Orte Leer, Ihrhove, Weener und Bunde und führt über die neue Friesenbrücke.
Mit audio-visueller Unterstützung die Wunderline entdecken
Die Orte Groningen, Hoogezand-Sappemeer, Winschoten, Bunde, Weener, Ihrhove, Leer, Stickhausen, Augustfehn, Westerstede, Bad Zwischenahn, Oldenburg, Hude und Delmenhorst haben alle eine eigene Route zu ihrem „Wunder“ entwickelt. Das Smartphone leitet die Spurensucherinnen und -sucher; eine sympathische Schaffnerin hilft dabei. Gestartet wird jeweils am Bahnhof. Unterwegs tauchen Informationen als Bilder, Filme, Audio oder Texte auf und natürlich die Wunder. Diese lassen sich (digital) einsammeln und mit nach Hause nehmen. Augmented Reality und 3D-Animation machen es möglich – und spannend!
Noch ein paar Tipps:
- Die Touren können in deutscher, niederländischer und englischer Sprache erlebt werden.
- Laden Sie das Smartphone vor der Tour und nehmen Sie am besten Ladekabel und Powerbank mit.
- Die Touren eignen sich sowohl für Einzelpersonen als auch für Gruppen (zum Beispiel Schulklassen).
Die „Wunder“
Manche „Wunder“ erzählen von besonderen Persönlichkeiten wie der niederländischen Ärztin und der Frauenrechtlerin Aletta Jacobs, dem Boten Oll Willm oder dem Erfinder der Bildpostkarte, August Schwartz. An einigen Standorten begeben sich die Nutzerinnen und Nutzer auf geschichtliche Entdeckungsreise in die Burg, das Kloster oder die Stadt. Welche Bedeutung Erzvorkommen, Schifffahrt, Wasserkraft oder Textilherstellung für die wirtschaftliche Entwicklung hatten, zeigen weitere Routen. Geheimnisvoll wird es bei den Sagen und Erzählungen der weißen Frau vom Steinhaus Bunderhee, dem Wels im Bad Zwischenahner Meer oder den Osenzwergen in Hatten. Weitere Sinne werden mit Klang- und Dufterlebnis-Routen angesprochen.
Oldenburgs Route zur Bildpostkarte
Die Oldenburger Route dreht sich um die Bildpostkarte und ist eine Reminiszenz an den Hofbuchdrucker August Schwartz. 1870 ergänzte er die kurz zuvor eingeführte Correspondenz-Karte mit einer kleinen Abbildung. Das war der Beginn eines jungen Mediums, das explosionsartig die Kommunikation zwischen Menschen über kurze bis weite Distanzen bestimmte – vergleichbar mit der Bedeutung, die heute Messenger-Dienste wie Signal oder WhatsApp haben. Grund genug, diesem Thema auf die Spur zu gehen und dabei die Stadt auf Schleichwegen neu kennenzulernen. Die Tour startet am Bahnhof, ist dreieinhalb Kilometer lang und dauert etwa eine Stunde; sie kann jederzeit unterbrochen und später fortgesetzt werden.
Über das Projekt
Weitere Infos sind auf der WunderlineGO-Website zu finden.
Die Projektleitung liegt bei der Stadt Oldenburg; im Steuerungsteam mit der Provincie Groningen/Projekt Wunderline und der Ostfriesland Tourismus GmbH wird das Projekt mit insgesamt 15 Partnern umgesetzt. Ursprünglich wurde das Projekt „Digitale Entdeckungen an der Wunderline“ 2020-2021 im Rahmen des INTERREG V A Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und von den Provinzen Drenthe, Fryslân und Groningen sowie vom Land Niedersachsen gefördert. Seit 2022 wird die WunderlineGO von allen Projektpartnern getragen.
Kontakt
Ina Lehnert-Jenisch
Telefon: +49 (0)441 235-2105
E-Mail: ina.lehnert-jenisch[at]stadt-oldenburg.de
Zuletzt geändert am 27. Juni 2026
