Angebot für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus Gemeinwesenarbeit oder Quartiersentwicklung
Wie lässt sich das Wohnen im Alter heute und in Zukunft gestalten, und wie entstehen Nachbarschaften, in denen Menschen sich begegnen und einander unterstützen? Mit diesen Fragen befasst sich eine zweitägige Fortbildung, die die Stadt Oldenburg gemeinsam mit dem Niedersachsenbüro Neues Wohnen im Alter und der Wohnschule Düsseldorf der Evangelischen Erwachsenenbildung Niedersachsen anbietet. Die Fortbildung findet am Donnerstag, 22. Oktober, und Freitag, 23. Oktober 2026, jeweils von 10 bis 17 Uhr im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, statt.
Zusammenleben neu denken
Der gesellschaftliche und demografische Wandel stellt Kommunen, Initiativen und soziale Einrichtungen vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig wächst das Interesse an gemeinschaftlichen Wohnformen, sorgenden Nachbarschaften und alltagsnahen Lern- und Beratungsangeboten. Die Melanchthon-Akademie Köln und das Netzwerk WohnQuartier4 haben dafür die Wohnschule entwickelt, ein praxisnahes Bildungsprogramm für unterschiedliche Zielgruppen. Teilnehmende lernen, Wohnen und Nachbarschaft aktiv zu gestalten – von der Reflexion der eigenen Wohnbiografie über den Aufbau sorgender Gemeinschaften auf Quartiersebene bis hin zur Initiierung gemeinschaftlicher Wohnmodelle.
„Der demografische Wandel fordert uns heraus. Er bietet aber auch die Chance, Wohnen und Zusammenleben neu zu denken und dadurch gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern“, weiß Susanne Jungkunz von der Strategischen Sozialplanung. „In der Fortbildung‚ Wohnen und Leben in guter Nachbarschaft‘ erfahren die Teilnehmenden, was starke Quartiere und sorgende Nachbarschaften von Alt und Jung ausmachen, und wie solidarische Wohnformen zu ihrer Entwicklung beitragen.“
Gemeinsam Ansätze zur Umsetzung entwickeln
Die zweitägige Fortbildung gibt einen fundierten Einblick in ausgewählte Module der Wohnschule. Sie vermittelt Methoden, Erfahrungen und Materialien und bietet Raum, gemeinsam Ansätze für die Umsetzung in der eigenen Praxis zu entwickeln. Zudem stärkt sie das entstehende Netzwerk der Wohnschul-Akteurinnen und Wohnschul-Akteure. Ziel ist es, die Teilnehmenden zu befähigen, Wohnschul-Formate eigenständig aufzubauen, weiterzuentwickeln und im eigenen Arbeitsumfeld zu verankern – etwa in der Beratung, der Gemeinwesenarbeit, der Quartiersentwicklung oder der Erwachsenenbildung. Alle Teilnehmenden erhalten zum Abschluss ein Zertifikat.
Kosten und Anmeldung
Bis Freitag, 31. Juli 2026, wird die Fortbildung zu einem Frühbucherpreis von 260 Euro angeboten. Danach kostet die Teilnahme regulär 300 Euro. Eine Anmeldung ist bis spätestens Donnerstag, 8. Oktober 2026, möglich. Weitere Informationen zur Fortbildung gibt es auf den Seiten von „Neues Wohnen im Alter“.
Zuletzt geändert am 8. Juli 2026