Unterwegs und Zuhause
- Regelmäßig mit feuchten Tüchern oder einer Sprühflasche mit Wasser an Beinen, Armen, Gesicht oder Nacken abkühlen.
- Leichte Luftbewegung um den Körper hilft beim Abkühlen. Zum Beispiel mit einem Fächer – oder mit diesem Ratgeber.
- Weite und leichte Kleidung tragen, damit Luft am Körper zirkuliert, sofern Sie nicht der Sonne ausgesetzt sind.
- Lauwarme Duschen oder Fußbäder nehmen, zwischendurch auch die Handgelenke kühlen.
- Fenster abends oder nachts öffnen, tagsüber schließen und verdunkeln.
- Räume durch das Aufhängen von feuchten Handtüchern und Laken kühlen.
- Elektrogeräte wegen Wärmebildung möglichst ausschalten.
Auf Mitmenschen achten: Einer für alle, alle für einen
- Bei hitzeempfindlichen Angehörigen oder in der Nachbarschaft Hilfe anbieten.
- Einkaufshilfen, Transportdienste, Spaziergänge möglichst am frühen Morgen erledigen.
- In kühle Räume gehen und gemeinsame, wasserhaltige Mahlzeiten anbieten.
- Antialkoholische Getränke anbieten, gemeinsam etwas trinken.
- Nach Möglichkeit täglichen Hausbesuch oder Anruf organisieren.
Tipps für Erzieherinnen & Erzieher, Kita und Co
Sommer, Sonne, Hitzetage: Sie sind Fluch und Segen zugleich – die sonnigen Tage, an denen Sie mit Ihren Schützlingen draußen etwas erleben können. Denn so schön das Toben an der frischen, warmen Sommerluft auch ist: Wenn es zu heiß wird, lauern einige Gefahren auf Kleinkinder.
Warum? Weil sich insbesondere Kinder bis zum Vorschulalter noch nicht so gut an starke Wärmebelastungen anpassen können, ihre physiologische Hitzetoleranz ist gering. Und: Sie schätzen daraus resultierende, mögliche Gefahren noch nicht bewusst ein – und brauchen deshalb zwingend unsere Hilfe.
Deshalb geben wir Ihnen hier spezielle Hinweise und praktische Tipps zum Hitzeschutz in Kindertagesstätten, Horten und ähnlichen Einrichtungen, in denen kleine Kinder betreut werden:
- Häufiger Getränke anbieten und „Trinkpausen“ spielerisch in den Alltag einbauen, um die Kinder zu motivieren.
- Schattenplätze im Außenbereich einrichten, zum Beispiel mit natürlichem Sonnenschutz durch Bäume oder mit künstlichen Sonnenschutzvorrichtungen wie Sonnensegel, Sonnenschirm und Pavillon.
- Anpassen der Freizeitaktivitäten, wie beispielsweise Wasserspiele im Schatten.
- Aufenthalte im Freien an beschatteten Orten einplanen oder in der Gruppe im kühlen Innenbereich aufhalten.
- Regelmäßig prüfen, ob die Kinder genügend trinken.
- Die Eltern dafür sensibilisieren, dass die Kinder vor dem Besuch der Einrichtung mit ausreichendem Hautschutz versorgt werden.
Tipps für Pflegepersonal, Krankenhäuser und Co
Sommer, Sonne, Hitzetage: Die sonnigen Tage sind Fluch und Segen zugleich – besonders im Bereich der Pflege und Betreuung von Erwachsenen, wenn Sie mit (schwer) kranken oder bettlägerigen Menschen zusammenarbeiten. Denn wenn es draußen zu heiß wird, lauern auch in Innenräumen einige Gefahren, insbesondere für ältere und chronisch kranke Personen.
Deshalb geben wir Ihnen hier spezielle Hinweise und praktische Tipps zum Hitzeschutz in Pflegeeinrichtungen, die Sie einfach und schnell umsetzen können – und so Ihre Bewohnerinnen und Bewohner zielgerichtet schützen:
- Raumtemperatur im Blick behalten.
- Information der Besuchenden und Angehörigen über wichtige Verhaltensweisen bei Hitze.
- Anpassen der Kleidung und Bettwäsche, aber auch der Freizeitaktivitäten in der Hitzesaison.
- Getränke sichtbar in geeigneten Gefäßen bereitstellen und immer wieder anbieten.
- Prüfung der Medikamentenliste: Welche Medikamente sind bei Hitze bedenklich? Sind Einnahmemengen bei Hitze zu verändern? Im Bedarfsfall mit der Ärztin oder dem Arzt der pflegebedürftigen Person sprechen.
Tipps zur Arbeit im Freien
Sommer, Sonne, Hitzetage: Die sonnigen Tage sind Fluch und Segen zugleich – besonders dann, wenn Sie draußen arbeiten. Ob in der Natur, auf der Straße, dem Bau oder bei anderen Outdoor-Arbeiten: Dort sind Sie Wind und Wetter nahezu schutzlos ausgeliefert – und gerade die Sonne hat dann ihre Schattenseiten.
Deshalb geben wir Ihnen hier spezielle Hinweise und praktische Tipps zum Hitzeschutz zur Arbeit im Freien, mit denen Sie sich selbst und Ihre Mitarbeitenden schützen können:
- Trinken Sie ausreichend, je nach Körpergewicht zwischen 1,8 bis 2,5 Liter pro Tag.
- Tragen Sie ausreichend Sonnenschutzmittel auf Ihre Haut auf und cremen Sie regelmäßig nach.
- Wenn Sie in der Sonne arbeiten, tragen Sie ausreichend Kleidung und eine Kopfbedeckung.
- Vermeiden Sie schwere körperliche Arbeit in den heißen Stunden. Wenn diese unumgänglich sind, machen Sie zusätzlich kurze Pausen.
- Verlegen Sie nach Möglichkeit die Arbeiten in schattige Bereiche oder sorgen Sie selbst für Schatten, etwa durch das Aufstellen von Sonnenschirmen/Sonnensegeln.
- Unterschätzen Sie die Folgen von Hitzschlag und Sonnenstich nicht. Erkennen Sie Mitmenschen mit blassgrauer, feuchtwarmer Haut und Muskelkrämpfen, aber auch mit Übelkeit und Schwindel, so bringen Sie den Betroffenen sofort an einen schattigen Ort, reichen kühle Getränke und legen kühlende Umschläge auf.
- Tragen Sie wenn möglich eine Sonnenbrille.
Zuletzt geändert am 27. Juni 2026



