Spendenübergabe
Spendengelder gehen an das Autonome Frauenhaus Oldenburg und die AIDS-Hilfe Oldenburg
28.000 Euro beim Grünkohlessen gesammelt: Zweithöchste Summe seit 2012
Das von der Stadt Oldenburg in Berlin veranstaltete „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ ist längst mehr als nur ein Treffen zum Austausch und Netzwerken. Ebenso fest verankert ist eine Tradition, die seit 2012 besteht: Gäste geben freiwillig Spenden für gemeinnützige Zwecke. Bei der Veranstaltung 2026 in der Niedersächsischen Landesvertretung kamen so rund 28.000 Euro zusammen – die zweithöchste Summe seit Beginn der Sammlung. Der Betrag geht je zur Hälfte an das Autonome Frauenhaus Oldenburg e.V. und die AIDS-Hilfe Oldenburg e.V.
Dankbar für große Spendenbereitschaft
„Die große Spendenbereitschaft beim diesjährigen Gröönkohl-Äten erfüllt mich mit besonderer Freude und Dankbarkeit. Dass eine so beeindruckende Summe zusammengekommen ist, zeigt, wie stark der Zusammenhalt und das soziale Engagement für wichtige Anliegen in unserer Stadt und darüber hinaus sind. Mein herzlicher Dank gilt allen Gästen, die mit ihrer Unterstützung dazu beitragen, dass das Autonome Frauenhaus Oldenburg und die AIDS-Hilfe Oldenburg ihre unverzichtbare Arbeit für Schutz, Beratung und Aufklärung gestärkt fortsetzen können“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, der in Berlin zum letzten Mal als Gastgeber fungiert hatte.
Das 67. Gröönkohl-Äten hatte am 2. März 2026 in Berlin stattgefunden. Zum Kohlkönig wurde Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies gekürt ».
Sicherheit schaffen und Unterstützung geben
In Deutschland erfährt etwa jede dritte Frau im Leben physische und/oder sexualisierte Gewalt, jede vierte durch einen aktuellen oder ehemaligen Partner. Gewalt umfasst dabei auch Drohungen, Beschimpfungen, Belästigung und Kontrolle und kann Frauen aller sozialen Schichten, jeder Religionszugehörigkeit und jeden Alters treffen. Das Autonome Frauenhaus Oldenburg e.V., gegründet 1978, bietet Schutz sowie Beratung und Unterstützung für Frauen und Kinder, die von Gewalt bedroht oder betroffen sind. Hilfe gibt es rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr. Aufnahmen erfolgen nach telefonischem Erstkontakt unter 0441 47981.
Mit den Spenden wird im Wohnzimmer eine neue Spielecke für Mädchen und Jungen eingerichtet. Zudem erhalten mittellose Frauen unbürokratisch finanzielle Unterstützung, bis sich ihre Einkommenssituation geklärt hat.
Hilfe leisten, aufklären und Diskriminierung abbauen
Seit 40 Jahren ist die AIDS-Hilfe Oldenburg e.V. ein regionales Kompetenzzentrum für sexuelle Gesundheit, Vielfalt und Selbstbestimmung. Sie berät und begleitet Menschen mit HIV/Aids und ihre Angehörigen, bietet psychosoziale Unterstützung und hilft bei sozialrechtlichen Fragen. Zudem stellt sie anonyme Beratungs- und Testangebote bereit, informiert niedrigschwellig über Infektionsrisiken und Schutzmöglichkeiten und führt Tests auf HIV sowie andere sexuell übertragbare Infektionen durch. Darüber hinaus organisiert sie öffentliche Kampagnen und Präventionsveranstaltungen in Schulen, medizinischen Einrichtungen und Szene-Locations. Als Antidiskriminierungsstelle unterstützt sie bei Diskriminierungserfahrungen, berät zu Rechten und Handlungsmöglichkeiten und setzt sich für Gleichbehandlung, Sichtbarkeit und gesellschaftliche Teilhabe ein.
Mit den Spenden werden Menschen dabei unterstützt, informierte Entscheidungen für die eigene Gesundheit zu treffen und selbstbestimmt zu handeln. Zudem wird ein direkter Beitrag zu einer aufgeklärten, solidarischen und diskriminierungsarmen Gesellschaft geleistet.
Zuletzt geändert am 29. April 2026
