Das Herbartgymnasium und die kulturelle Bildung und Teilhabe des Kulturbüros der Stadt Oldenburg arbeiten seit 2023 im Förderprogramm SCHULE:KULTUR! zusammen. Ziel des Programms ist es, Kulturelle Bildung als festen Bestandteil des Schulalltags zu verankern und kreative Methoden in möglichst viele Unterrichtsfächer einzubinden. Gemeinsam mit Kulturpartnerinnen und Kulturpartnern werden neue Projekte, Lernformate und Kooperationen entwickelt, die die Lern- und Persönlichkeitsentwicklung von Schülerinnen und Schülern nachhaltig fördern.
Ausblick – Geht es weiter?
Nach dem erfolgreichen Abschluss der ersten Förderphase haben sich das Herbartgymnasium und das Kulturbüro erneut für das Programm Schule beworben. Ziel ist es, die entstandenen Strukturen weiter auszubauen und neue Projekte gemeinsam mit Kulturpartnerinnen und Kulturpartnern umzusetzen.
Geplant ist unter anderem die Entwicklung eines Katalogs mit kulturellen Bildungsangeboten für verschiedene Unterrichtsfächer. Lehrkräfte sollen künftig auf passende Projekte zurückgreifen können, die direkt an konkrete Unterrichtsthemen anknüpfen.
Rückblick auf die Förderphase 2023 bis 2025
Im Herbst 2025 endete die erste dreijährige Förderphase mit einem gemeinsamen Abschlussworkshop in Wolfenbüttel. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie kulturelle Bildung auch in Fächern wie Mathematik, Physik, Chemie, Deutsch oder Englisch stärker verankert werden kann.
Gemeinsam mit den Lehrkräften wurden dafür Themenfelder gesammelt und erste Projektideen entwickelt. Ziel ist es, Kulturpartnerinnen und Kulturpartner zu gewinnen, die passende Angebote für den Unterricht entwickeln und gemeinsam mit Schulen erproben.
Erfolgreicher Abschluss des Escape Rooms
Am 15. August 2025 endete die öffentliche Laufzeit des Escape Rooms „Der letzte Beweis – das Rätsel der Morgenstern-Apotheke“. Das Projekt war von Mai bis August im Oldenburger Computer-Museum zu erleben und wurde von Schülerinnen und Schülern des Herbartgymnasiums, dem Kulturbüro der Stadt Oldenburg sowie zahlreichen Partnerinnen und Partnern umgesetzt.
Insgesamt fanden 82 Spiele mit rund 350 Besucherinnen und Besuchern statt. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv. Besonders gelobt wurden die gelungene Verbindung von historischer Bildung und Spielerlebnis sowie die intensive Recherchearbeit. Eine Teilnehmergruppe schrieb: „Danke, dass ihr den geschichtlichen Hintergrund, die heutige Situation und Spielspaß kombiniert habt. Chapeau!“ Aufgrund des großen Interesses wird derzeit geprüft, wie das Projekt weitergeführt und langfristig erhalten werden kann.
Escape Room „Der letzte Beweis – das Rätsel der Morgenstern-Apotheke“
Im Rahmen der Schule zwischen dem Herbartgymnasium und dem Kulturbüro der Stadt Oldenburg entstand ein historischer Escape Room zum Oldenburger Erinnerungsgang. Entwickelt wurde das Projekt von Schülerinnen und Schülern des Herbartgymnasiums gemeinsam mit dem Kulturbüro und der Agentur WELT DA DRAUSSEN. Ziel war es, Geschichte auf interaktive Weise erfahrbar zu machen und insbesondere junge Menschen für Themen wie Erinnerungskultur, Antisemitismus und gesellschaftliche Verantwortung zu sensibilisieren.
Der Escape Room „Der letzte Beweis – das Rätsel der Morgenstern-Apotheke“ spielt im Jahr 1949. Die Teilnehmenden übernehmen die Rolle von Apotheken-Lehrlingen und suchen nach den letzten Beweisen gegen einen ehemaligen Konzentrationslager-Aufseher. Apotheker Morgenstern, der während der NS-Zeit verfolgt wurde, hat Hinweise und Aufzeichnungen hinterlassen. Innerhalb von 60 Minuten müssen Rätsel gelöst, Spuren verfolgt und die entscheidenden Beweise gefunden werden.
Auftaktveranstaltung
Zum Start der Zusammenarbeit fand im Kulturzentrum PFL eine gemeinsame Auftaktveranstaltung mit rund 50 Lehrkräften statt. Sieben Kulturpartnerinnen und Kulturpartner präsentierten in kurzen Workshops praxisnahe Methoden der kulturellen Bildung für den Unterricht.
Die Veranstaltung bildete die Grundlage für viele der späteren Projekte und Kooperationen. Gleichzeitig entstanden erste Ideen für Partner-Projekte und neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Schule und Kultur.
Start der Kooperation
2023 erhielten das Herbartgymnasium und die kulturelle Bildung und Teilhabe des Kulturbüros gemeinsam den Zuschlag für das Förderprogramm Schule des Landes Niedersachsen. Damit begann eine auf drei Jahre angelegte Kooperation zur Stärkung kultureller Bildung im Schulalltag.
Bereits zu Beginn wurden die Schwerpunkte Sichtbarkeit, Vernetzung und die Ansprache neuer Zielgruppen festgelegt. Viele der daraus entwickelten Ideen und Projekte prägten die Zusammenarbeit in den folgenden Jahren.
Zuletzt geändert am 27. Juni 2026






