Wenn die Sommer heißer werden, Starkregenereignisse zunehmen und Städte nach Möglichkeiten suchen, ihre Lebensqualität langfristig zu sichern, rückt ein Thema immer stärker in den Fokus: die Begrünung von Gebäuden. Die Stadt Oldenburg setzt dabei auf konkrete Unterstützung und fördert sowohl Dach- als auch Fassadenbegrünungen mit zielgerichteten Zuschüssen. Das Ziel: mehr Lebensqualität, mehr Artenvielfalt und eine bessere Anpassung an die Herausforderungen des Klimawandels.
Um die Umsetzung solcher Projekte zu erleichtern, übernimmt die Stadt Oldenburg bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten für Dach- und Fassadenbegrünungen. Förderberechtigt sind Privatpersonen ebenso wie Vereine, Genossenschaften und Unternehmen. Zusätzlich können Kosten für eine statische Prüfung mit bis zu 600 Euro bezuschusst werden. Damit werden insbesondere Eigentümerinnen und Eigentümer unterstützt, die zunächst die Tragfähigkeit ihres Gebäudes überprüfen lassen müssen. Die maximale Fördersumme beträgt bei Dachbegrünungen 20.000 Euro pro Antragstellenden und Jahr. Für Fassadenbegrünungen sind sogar Zuschüsse von bis zu 25.000 Euro möglich.
Lebenswerte Stadt durch Gebäudebegrünungen
Jedes begrünte Dach und jede bepflanzte Fassade trägt dazu bei, die Stadt widerstandsfähiger gegen Hitze und Starkregen zu machen. Gleichzeitig entstehen neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere – und nicht zuletzt gewinnen Gebäude optisch deutlich an Attraktivität. Für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer bietet sich damit die Chance, ökologische Verantwortung mit finanzieller Unterstützung zu verbinden. Angesichts steigender Temperaturen und zunehmender Wetterextreme könnte die Begrünung von Gebäuden in den kommenden Jahren zu einem festen Bestandteil des nachhaltigen Bauens in Oldenburg werden.
Grüne Dächer und Fassaden tragen zu einem lebenswerten städtischen Wohnumfeld bei. „Durch begrünte Dächer und Fassaden können wir in unserer Stadt auf vielfältige Weise für mehr Lebensqualität sorgen. Dabei sind begrünte Dächer und Fassaden nicht nur schön anzusehen, sie reinigen auch die Luft, kühlen Gebäude und können Regenwasser zurückhalten“, weiß Björn Helmich vom Fachdienst Stadtgrün – Planung und Neubau. „Außerdem bieten sie zahlreichen Tieren und Pflanzen Platz zum Leben und tragen zur Verbesserung der städtischen Naturvielfalt bei.“
Förderprogramm für Dachbegrünungen
Bei den Dachbegrünungen unterstützt die Stadt sowohl extensive als auch intensive Begrünungen. Extensive Gründächer sind vergleichsweise leicht aufgebaut und benötigen nur wenig Pflege. Sie bestehen häufig aus trockenheitsverträglichen Pflanzen wie Sedum-Arten, Kräutern oder Gräsern. Intensive Dachbegrünungen gehen deutlich weiter. Sie ermöglichen die Anlage von Dachgärten mit Stauden, Sträuchern oder sogar kleineren Bäumen. Solche Anlagen benötigen allerdings stärkere Dachkonstruktionen und einen höheren Pflegeaufwand. Moderne Systeme ermöglichen mittlerweile eine vergleichsweise einfache Umsetzung durch vorgefertigte Module oder bereits bepflanzte Vegetationsmatten.
Förderprogramm für Fassadenbegrünungen
Das „Förderprogramm Fassadenbegrünung“ der Stadt Oldenburg übernimmt 50 Prozent der Kosten für die Herstellung einer Fassadenbegrünung. Gefördert werden dabei sowohl boden- als auch wandgebundene Begrünungssysteme, das heißt, die Pflanzen können im Boden vor der Wand oder in Modulen direkt an der Wand wachsen. Zudem werden Kosten, die zur Überprüfung der Statik entstehen, mit bis zu 600 Euro bezuschusst. Insgesamt beträgt dabei die maximale Fördersumme je Antrag 25.000 Euro. Eine Kumulation mit anderen Förderprogrammen ist grundsätzlich möglich.
Weitere Informationen
Sie planen eine Dachbegrünung und möchten einen Förderantrag stellen? Hier gelangen Sie direkt zu den Unterlagen und Formularen zur Dachbegrünungsförderung.
Oder Sie haben vor eine Gebäudefassade zu begrünen und möchten dafür einen Förderantrag stellen? Dann gelangen Sie hier zu den Unterlagen und Formularen für eine Fassadenbegrünung.
Weiterführende Fachinformationen zum Thema Dach- und Fassadenbegrünung hat hier der Bundesverband GebäudeGrün e. V. zusammengestellt.
Zuletzt geändert am 1. Juli 2026