Übersicht der Veröffentlichungen des Stadtarchivs Oldenburg
Das Stadtarchiv Oldenburg war an der Erstellung von sieben Bänden zur Stadtgeschichte beteiligt. Die Publikationen bieten vertiefende Einblicke in ausgewählte historische Themen und Entwicklungen.
Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der einzelnen Bände mit kurzen Inhaltsangaben.
Franz Noack – Stadtbaumeister in Oldenburg von 1885 bis 1929
Joachim Schrape, 226 Seiten, 69 Abbildungen, erschienen im Isensee Verlag Oldenburg 1993.
Der erste Band der Veröffentlichungen des Stadtarchivs Oldenburg ist die Biographie des ehemaligen Oldenburger Stadtbaumeisters Carl Franz Noack (1855 bis 1945). In jahrelanger, umfangreicher Forschungsarbeit hat der Stadtarchivar Joachim Schrape das Leben dieses Baumeisters umfassend dokumentiert.
Noack wurde am 13. Januar 1885 Stadtbaumeister in Oldenburg und gehörte kurz danach bereits dem Preisrichterkollegium für den Rathausneubau an. Nach dem preisgekrönten Entwurf der Berliner Architekten von Holst & Zaar leitete er das Bauvorhaben, das in zahlreichen Einzelheiten seine Handschrift trägt. Beim Bau vieler Schulen, der Häuser der Klaevemann-Stiftung, dem Wiederaufbau des abgebrannten Theaters zeigte er sein Können. Noack ist es zu verdanken, dass Oldenburg moderne Versorgungseinrichtungen wie Wasserleitung, Kanalisation mit Klärwerk, Schlachthof und eine Hafenanlage für Seeschiffe bis 4 Meter Tiefgang erhielt.
Leben und Werk dieses außergewöhnlichen Mannes werden in diesem Buch ausführlich geschildert. Ein Orts-, Personen- und Sachindex erleichtert die gezielte Suche nach bestimmten Fragestellungen.
...dessen sich keiner bey Vermeidung Unser Ungnade zu verweigern..., Die Sozialstruktur in der Stadt und Hausvogtei Oldenburg nach der Steuererhebung von 1744
Thorsten Mack, 194 Seiten, 3 Karten, erschienen im Isensee Verlag Oldenburg 1995.
Macks Untersuchung wertet eine für die Sozialgeschichte äußerst ergiebige Quelle wissenschaftlich aus. Und zwar handelt es sich um die nahezu vollständig im Staatsarchiv und Stadtarchiv Oldenburg erhaltenen Unterlagen zur Erhebung einer Sondersteuer in den Jahren 1743/44. Diese Steuer wurde per Verordnung vom dänischen König erhoben, zu dessen Herrschaftsgebiet auch Stadt und Land Oldenburg gehörten. Die Verordnung bemüht sich durch sehr differenzierte Erhebungsrichtlinien um eine möglichst gerechte Verteilung der Steuerlasten. Dazu werden von den Steuerpflichtigen genaue Angaben über Beruf, Vermögen, Unterhalt, Besitz an Kutschen und Pferden, Anzahl der Bediensteten und anderem gefordert. Mack nutzt diese weitgehend erhaltenen Angeben, um die Sozialstruktur in Stadt und Hausvogtei (Umland) zu rekonstruieren. Er benutzt dabei quantitative Analysemethoden der historischen Finanzsoziologie. In einem ersten Schritt analysiert er Häufigkeit und Verteilung der Berufe in Stadt und Umland. Er ordnet dabei die Fälle der damals üblichen Berufe nach der sogenannten Hamburger Berufssystematik ein, deren einheitliche Anwendung einen aussagekräftigen Vergleich mit anderen Städten ermöglicht. Die Stadt Oldenburg erweist sich dabei in der Mitte des 18. Jahrhunderts als stark von Gewerbe und Handwerk geprägt, wobei der Dienstleistungssektor, zum Beispiel im Verwaltungsbereich, deutlich im Erstarken ist. Das Umland ist zwar noch agrarisch geprägt, doch es zeigt sich eine zunehmende Anpassung an die Bedürfnisse der Stadt. Allmählich beginnen die Gebiete zu einem wirtschaftlichen Gesamtgebiet zusammenzuwachsen. In einem zweiten Schritt wertet Mack die erhaltenen Angaben über die Höhe der zu entrichtenden Steuern aus und rekonstruiert damit die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Bevölkerung von Stadt und Umland. Es ergeben sich dabei interessante Angaben über die soziale Schichtung, bei der Status, Beruf und Vermögen berücksichtigt werden. Sie unterscheidet sich in Stadt und Umland erheblich.
So ist zum Beispiel eine Oberschicht, die vor allem von Verwaltungsbeamten und wohlhabenden Kaufleuten gebildet wird, fast ausschließlich in der Stadt zu finden, während im Umland überwiegende Unter- und ein wenig Mittelschicht vertreten sind. Der Anteil der Unterschicht an der Bevölkerung ist im Umland doppelt so hoch wie in der Stadt.
Die Untersuchung knüpft an sozialgeschichtliche Studien für die Jahre 1630 und 1678 an und vervollständigt somit das Bild von der Zusammensetzung der Oldenburger Bevölkerung auf dem Wege zur bürgerlichen Gesellschaft. Zugleich werden Wandlungen in der Steuergesetzgebung durchsichtig, die 1744 bereits ein beachtliches Maß an sozial differenzierter Gerechtigkeit erreicht hat.
Oldenburger Häuserbuch, Gebäude und Bewohner im inneren Bereich der Stadt Oldenburg
Günter Wachtendorf, 591 Seiten, 137 Abbildungen, erschienen bei Bültmann & Gerriets Oldenburg 1996.
Diese Datensammlung zu Gebäuden der Innenstadt Oldenburgs ist aus dem Wunsch erwachsen, näheres zu den Häusern und ihren Bewohnern in den zurückliegenden Jahrhunderten zu erfahren. Durch Auswertung einer Vielzahl von Quellen wurde versucht, eine möglichst vollständige Darstellung zu erreichen.
Entstanden ist ein kumuliertes Einwohner- und Bewohnerverzeichnis des inneren Bereichs der Stadt Oldenburg. Alle erreichbaren Quellen seit etwa 1580 wurden ausgewertet, ab dem Erscheinen der Adressbücher wird über die Veränderungen in den Besitzverhältnissen alle zehn Jahre berichtet. Angegeben sind nicht nur Namen, sondern auch Stand und Beruf. Außerdem finden sich Angaben über Abriss, Neubau und Umbau auf den Grundstücken. Die Eintragung des heutigen Bauzustandes in der Denkmalkartei ergänzt die Hausbeschreibungen.
Die Bedeutung des Wachtendorfschen Buches für historische und sozialgeschichtliche Fragestellungen kann nicht hoch genug bewertet werden. Einzelne Adressbuch-Ausgaben aus dem 19. Jahrhundert zählen heute bereits zu den häufigsten ausgeliehenen Werken der orts- und landesgeschichtlichen Bibliotheken. Um wieviel wichtiger wird dieses Werk für die Familiengeschichte, Sozialgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, Demographie sein, als es die Quellen seit etwa dem Jahr 1600 erschließt.
Es sind die durch den Wallring umfassten Straßenzüge der Innenstadt dargestellt. Hinzugenommen wurden Straßen, die aus dem Stadtkern hinausführen (Damm, Gartenstraße, Ofener Straße mit Friedensplatz, Heiligengeiststraße mit 91er Straße und Pferdemarkt). Insgesamt wurden 44 Straßen oder Plätze mit etwa 970 Gebäuden bearbeitet.
Grundlagen der Arbeit waren Hauslisten, Brandkassenregister, Erdbücher, Einwohner- und Rottregister, Häuserregister, Bauakten, Adressbücher, Stadtpläne, Bildersammlungen und Zeitungsartikel, überwiegend also Archivalien des Niedersächsischen Landesarchivs, Abteilung Oldenburg, des Stadtarchivs Oldenburg, des Stadtmuseums Oldenburg, des Bauordnungs- und des Stadtplanungsamtes Oldenburg.
Wir müssen doch in die Zukunft sehen ... Die Entnazifizierung in der Stadt Oldenburg unter britischer Besatzungshoheit (1945 bis 1947)
Olaf Reichert, 276 Seiten, 24 Abbildungen, erschienen im Isensee Verlag Oldenburg 1998
Auch 50 Jahre nach Kriegsende ist die geschichtliche Aufarbeitung der Entnazifizierung nur ungenügend erfolgt. Insbesondere in den Regionen liegen zumeist keine aussagekräftigen Untersuchungen vor. Waren die Maßnahmen der britischen Besatzungsmacht erfolgreich? Welche Probleme gab es? Wie verhielt sich die Bevölkerung in der Stadt?
Der Autor Olaf Reichert analysiert erstmalig systematisch und auf EDV-Basis über 8.000 Entnazifizierungsfragebögen für den Bereich der Stadt Oldenburg. Dabei schildert er nicht nur die allgemeine politische Situation, Ablauf und Verfahren der Entnazifizierung mit der Einführung des Einspruchsrechts, sondern beleuchtet auch die Haltung des oldenburgischen Ministerpräsidenten Theodor Tantzen, die parteipolitischen Auseinandersetzungen in der Stadt Oldenburg und die Fragebogenfälschung. Ferner werden einzelne Berufsgruppen, Wirtschaftsbereiche sowie Bevölkerungsschichten, zum Beispiel Flüchtlinge und Einheimische, untersucht. Das Ergebnis seiner Forschung erlaubt jetzt eine grundlegende Bewertung der Entnazifizierung in den ersten Nachkriegsjahren.
Der Text wird durch viele Abbildungen (mit Abdruck aller seinerzeit verwendeten Entnazifizierungsfragebögen) und Tabellen veranschaulicht. Desweiteren werden die wichtigsten Quellen zur Thematik im Anhang abgedruckt. Ein ausführliches Quellen- und Literaturverzeichnis sowie Abkürzungsverzeichnis und Personenindex bieten die Möglichkeit des gezielten Zugriffs auf gewünschte weitere Informationen.
Das vorliegende Werk schließt eine weitere Lücke in der Stadtgeschichtsforschung für die Zeit nach 1945. Es ist das Erste, welches die Entnazifizierung in der Region Oldenburg umfassend aufarbeitet.
Zwangsarbeit und ihre gesellschaftliche Akzeptanz in Oldenburg (1939 bis 1945)
Katharina Hoffmann, 370 Seiten, 16 schwarz/weiß Abbildungen, erschienen im Isensee Verlag Oldenburg 2001
Die vorliegende Untersuchung rekonstruiert die Lebensverhältnisse von verschleppten und zwangsverpflichteten ausländischen Männern, Frauen, Kindern und Kriegsgefangenen in der Stadt Oldenburg.
Die ersten ausländischen Zivilarbeiter und Kriegsgefangenen kamen in größerer Zahl in die Stadt, als mit dem für die regionalen Militärstandorte wichtigen Bau einer Stadtumgehungsstraße begonnen wurde. Im Laufe der Kriegsjahre stieg ihre Zahl kontinuierlich an, sie blieben aber gemessen an der Gesamtzahl der Ortsfremden – Umquartierte aus anderen deutschen Städten, seit 1944 zunehmend nichtdeutsche und deutsche Evakuierte sowie Flüchtlinge aus den besetzten Gebieten – eine überschaubare Gruppe.
Gleichwohl bildete der Zwangseinsatz von Tausenden ausländischer Männer, Frauen und auch Kinder einen wichtigen Faktor für die Wirtschaft in der Stadt. Stadtverwaltung, Industrie und Gewerbe, Bauernhöfe und Privathaushalte waren auf die Arbeit der Kriegsgefangenen und ausländischen Zivilarbeiter angewiesen. Zahlreiche Lager, darunter auch ein großes Durchgangslager des Oldenburger Arbeitsamtes, wurden im Stadtgebiet mit Unterstützung der kommunalen Behörden errichtet. Die sozialen Kontrollmechanismen für Ausländer, aber auch Deutsche, funktionierten in der beinah unzerstörten Stadt bis Kriegsende.
Nach der Befreiung blieb das Verhältnis der deutschen Bevölkerung vor allem zu den osteuropäischen Displaced Persons, die auch aus der Umgebung in den vorhandenen Lagern gesammelt wurden, angespannt. Displaced Persons war die Bezeichnung der Alliierten für die in Deutschland anwesenden ausländischen Arbeitskräfte, Häftlinge und Flüchtlinge.
Die Studie konzentriert sich darauf, wie zentrale Vorgaben der nationalsozialistischen Führung zum Arbeitseinsatz der ausländischen Zivilarbeiter und Kriegsgefangenen vor Ort umgesetzt beziehungsweise inwieweit bestehende Handlungsspielräume auf den mittleren und unteren, den ausführenden, Ebenen genutzt wurden. Hierbei richtet sich der Blick nicht nur auf die hauptsächlich klein- und mittelständisch geprägte Wirtschaft der Garnisons- und Verwaltungsstadt Oldenburg oder die Aktivitäten kommunaler Behörden, sondern es werden überregionale Quellen hinzugezogen und ausgewertet. Darüber hinaus werden die vielschichtigen Alltagswirklichkeiten des Ausländereinsatzes sowie Einzelschicksale von Zwangsarbeitern und auch Oldenburgern nachgezeichnet.
Die Autorin Katharina Hoffmann setzt sich in einer sachlichnüchternen Art mit diesem nach 50 Jahren immer noch schwierigen Kapitel der deutschen Geschichte auseinander, versucht aufzuklären und das Geschehene zu beschreiben.
Diverse Tabellen, darunter eine umfangreiche Aufstellung aller Lager in der Stadt Oldenburg, ein Personen- und Firmenindex sowie ein Abkürzungs-, Quellen- und Literaturverzeichnis runden diese Publikation ab.
Festschrift – 100 Jahre Stadtarchiv Oldenburg (1903 bis 2003)
145 Seiten, 26 Abbildungen, erschienen im Isensee Verlag Oldenburg
100 Jahre sind eine lange Zeit. Da ist es berechtigt, sich auf die Ursprünge zu besinnen, den eigenen Standort zu bestimmen und Perspektiven für die Zukunft zu entwerfen.
Dies dürfte mit der nun vorliegenden Publikation gelungen sein. Ermöglicht werden konnte die Veröffentlichung durch die freundliche Unterstützung der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO).
Der Band beginnt mit einem Beitrag von Rüdiger Sander zur Frühzeit archivischer Bestrebungen, die schon bald nach Entstehung des ersten wichtigen städtischen Dokuments, der Stadtrechtsurkunde von 1345 einsetzen und später Anlass geben, dem Syndikus der Stadt archivarische Aufgaben zu übertragen.
Anschließend beleuchtet Cord Eberspächer die Situation im 19. Jahrhundert, die wohl zu Recht als „Papierkrieg hinter den Kulissen“ bezeichnet wird und sicherlich auch zum Neubau des heutigen Rathauses von 1888 geführt hat.
Die eigentliche Geschichte des Stadtarchivs Oldenburg, bearbeitet von Joachim Tautz, beginnt 1903 mit dem ersten Stadtarchivar Professor Doktor Dietrich Kohl. Es folgt der 1. Weltkrieg, die Inflation sowie die Situation in der NS-Zeit mit den Auslagerungen während des 2. Weltkrieges, bis hin zum Abschluss eines Depositalvertrages im Jahr 1962 und der Einlagerung der meisten städtischen Archivalien im Magazinturm des Staatsarchivs.
Es schließen sich kurze Biographien aller Stadtarchivare aus dieser Zeit an, zusammengestellt von Joachim Schrape. Ferner beschreibt er kurz den von ihm als Regesten erfassten Urkundenbestand von 1530 bis 1826 vor, der bislang unveröffentlicht war und jetzt im Internet abrufbar ist.
Matthias Nistal stellt das Niedersächsische Staatsarchiv Oldenburg vor, welches das Stadtarchiv Oldenburg seit 1962 als Depositum verwahrt und die historische Überlieferung des ehemaligen Landes Oldenburg archivisch betreut.
Friedrich Wißmann vom Institut für Pädagogik der Fakultät I – Erziehungs- und Bildungswissenschaften der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg beleuchtet die Bedeutung von Stadtarchiven für die Geschichte des Bildungswesens.
Aus der Sicht eines Historikers zeigt Klaus Saul die Bedeutung kommunaler und regionaler Archive für die Geschichtswissenschaft auf. Dabei geht er auch darauf ein, inwieweit diese auf Aufbewahrung und Aufbereitung möglichst unterschiedlicher Quellengattungen angewiesen ist. Des weiteren formuliert er Wünsche der historischen Forschung an die Kommunalarchive.
Friedrich Scheele präsentiert die Möglichkeiten digitaler Archivierung von Bildern, die sich für Museen und Archive gleichermaßen anbietet.
Im Anschluss daran stellt Katharina Hoffmann die Möglichkeiten historischer Bildungsarbeit beziehungsweise der Archivpägdagogik im „Lernort“ Stadtarchiv dar.
Dass das Internet auch für kommunale Archive attraktive und interessante Chancen bietet, zeigen Katharina Hoffmann und Claus Ahrens in dem Beitrag „Stadtarchiv goes Internet“.
Einen Ausblick auf die Situation der Kommunalarchive in der heutigen Zeit – konfrontiert mit Finanznot und Verwaltungsreform – bietet der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Niedersächsischen Kommunalarchivare Ernst Böhme.
Grundlage der Arbeit des Stadtarchivs Oldenburg ist heute das Niedersächsische Archivgesetz vom 25. Mai 1993, welches auch die Kommunen verpflichtet, ihr Archivgut auf Dauer sicher zu verwahren und vor unbefugter Nutzung, Beschädigung oder Vernichtung zu schützen. Gleichzeitig regelt das Gesetz die Nutzung der Unterlagen. Grundsätzlich gibt es Jedem die Möglichkeit, diese nach Ablauf der Schutzfristen auch einzusehen.
Mittlerweile hat sich das städtische Archivgut auf eine Länge von über zwei Kilometern angesammelt (Stand: 2025). Archiviert werden Informationsträger der Stadt Oldenburg im weitesten Sinne: Von der klassischen Akte, die naturgemäß den größten Anteil ausmacht, über Abbildungen, Bücher, Broschüren, EDV-gespeicherten Daten, Filme, Flugblättern, Fotos, Karten, Mikrofilmen- und -fiches, Plänen, Plakaten bis hin zu Zeitschriften und Zeitungen.
Quellenband zur Geschichte des 1. Weltkrieges in der Stadt Oldenburg
Vor 100 Jahren begann am 1. August 1914 mit dem Ersten Weltkrieg jene „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts, die Millionen von Toten forderte. Erstmalig erfasste ein „totaler Krieg“ alle Bereiche des öffentlichen Lebens.
Der vorliegende mit über 50 Abbildungen sowie verschiedenen Tabellen versehene umfangreiche Quellenband dokumentiert mit über 230 gedruckten und nicht publizierten Quellen unterschiedlichster Art eindrucksvoll das Leben während des vierjährigen Krieges in der Residenzstadt Oldenburg: Von der Mobilmachung, der Sammlung von „Liebesgaben“ für die Frontsoldaten, dem Einwerben von Spenden zur Kriegsfinanzierung über die Verwaltung des Mangels mit der Zwangsbewirtschaftung von Nahrungsmitteln und Rohstoffen bis zur Abdankung des Großherzogs und dem Gedenken an die Opfer.
Ein ausführliches Vorwort führt in die Lebenswirklichkeit der Stadt Oldenburg in der Endphase des Kaiserreichs ein und spannt den Bogen bis zur Erinnerungskultur an den Krieg in der Gegenwart.
Ein der Publikation beigefügter zeitgenössischer Stadtplan dient der Orientierung und ermöglicht das genaue Lokalisieren von in den Quellen genannten Orten und Plätzen. Das Abkürzungs- und Personenverzeichnis helfen dem Leser zusätzlich, Fußnoten erläutern ferner besondere Begriffe und Zusammenhänge und geben biographische Hinweise.
Zuletzt geändert am 30. Juni 2026






