Viele Wege führen zur Feuerwehr Oldenburg
Die Berufsfeuerwehr Oldenburg bietet verschiedene Arten der Ausbildung an: Dazu zählen die Ausbildung zur Brandmeisterin beziehungsweise zum Brandmeister, zur Brandoberinspektorin oder zum Brandoberinspektor und die Ausbildung zur Notfallsanitäterin beziehungsweise zum Notfallsanitäter. Voraussetzung für alle drei Ausbildungen: die erfolgreiche Teilnahme am Einstellungsverfahren. Dieses besteht aus einem Sporttest, einem schriftlichen Einstellungstest, einem ärztlichen Gutachten und einem Vorstellungsgespräch.
Interviews mit Mitarbeitenden
Brandmeister und Notfallsanitäter Jonas Thiel
„Der Zusammenhalt unter den Kollegen schweißt ungemein zusammen, da wir im 24-Stunden-Schichtdienst arbeiten. Die Berufsfeuerwehr ist wie eine zweite Familie, mit der man sowohl gute als auch schlechte Zeiten durchlebt. Unsere Einsätze sind abwechslungsreich, weil sie jedes Mal anders sind und uns vor neue Herausforderungen stellen. Besonders interessant sind für mich die Einsätze, bei denen wir auf dem Rettungswagen sitzen, da wir bei der Berufsfeuerwehr auch den Rettungsdienst stellen. Und: Die sich ständig weiterentwickelnde Technik sorgt dafür, dass auch wir uns immer wieder weiterbilden, was unseren Beruf zusätzlich spannend gestaltet.“
Notfallsanitäter und Brandmeister-Anwärter Lennard Kleymann
„Wie jeder Teenager musste ich mir irgendwann die Frage stellen, was ich aus meinem Leben machen möchte. Möchte ich etwas körperlich Anstrengendes lernen, bei dem ich am Ende des Tages weiß, was ich geschafft habe? Oder möchte ich später etwas machen, bei dem ich viele eigene Entscheidungen treffen muss und Verantwortung übernehme? Oder möchte ich gar etwas lernen, womit ich einen Unterschied in der Welt machen und Menschen helfen kann?
Da ich gerne alle diese Punkte erfüllt haben wollte, blieb für mich am Ende der Beruf des Notfallsanitäters übrig. Denn kaum ein Beruf bietet so viel Abwechslung zwischen schnellen Blaulichtfahrten, ewig lang erscheinenden Sekunden vor dem Treffen einer wichtigen Entscheidung, lauten Einsatzstellen wie der Autobahn und leisen Momenten mit Angehörigen oder Eltern.
Es erwartet einen nie die gleiche Büroarbeit, im Gegenteil. Mal bringt man ein Kind auf die Welt, weil die Mutter es nicht mehr rechtzeitig ins Krankenhaus geschafft hat, mal steht man zwischen Autoteilen nach einem Verkehrsunfall und versorgt die Verletzten. Man findet sich immer an neuen Orten mit neuen Menschen wieder, erfährt Dankbarkeit und hört Geschichten. Ich bin froh, dass ich diesen Beruf gewählt habe.“
Brandoberinspektor Ole Maulick
„Wie viele Kinder wollte auch ich als junger Mensch zur Feuerwehr. Über die verschiedenen Möglichkeiten und Laufbahnen wusste ich damals noch nichts. Nach einer Berufsausbildung im Rettungsdienst und dem Studium zum Rettungsingenieur konnte ich die Ausbildung für das Erste Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2 in der Fachrichtung Feuerwehr absolvieren.
An meiner Arbeit als Brandoberinspektor faszinieren mich die Vielfältigkeit und die Abwechslung zwischen dem Einsatzleitdienst im 24-Stunden-Dienst und der Arbeit im Sachgebiet. In Oldenburg bin ich für den Operativen Rettungsdienst zuständig und darf, gemeinsam mit den vielen Kolleginnen und Kollegen von Feuerwehr und Hilfsorganisationen, einen Beitrag zur Sicherstellung der rettungsdienstlichen Versorgung der Oldenburgerinnen und Oldenburger leisten. Feuerwehr ist Teamarbeit – und gemeinsam ist man in der Lage, auch hochkomplexe Herausforderungen zu meistern. Nicht zuletzt während der Bewältigung des Hochwasserereignisses über den Jahreswechsel 2023/2024 habe ich dies wieder auf beeindruckende Weise erleben dürfen.“
Kaya Kramer absolviert ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bei der Feuerwehr
„Ich wollte schon von klein auf Menschen helfen und einen abwechslungsreichen Beruf ausüben. Allerdings war ich mir immer etwas unsicher, welche Fachrichtung für mich die richtige ist. Nach zwölf Jahren Schule habe ich mich dann erfolgreich für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) bei der Berufsfeuerwehr Oldenburg beworben – und das war für mich die beste Entscheidung. Denn schon nach kurzer Zeit war ich mir sicher: Feuerwehr und Rettungsdienst sind genau mein Ding, diesen Job will ich machen. Also habe ich mich bei der Berufsfeuerwehr Oldenburg für die Ausbildung zur Notfallsanitäterin mit anschließendem Brandmeister beworben. Meine Entscheidung habe ich bis heute nicht bereut – ganz im Gegenteil.“
Aus- und Fortbildung
Die Berufsfeuerwehr Oldenburg stellt zur Sicherstellung ihrer Aufgaben bedarfsorientiert Personal für die Laufbahngruppe 1 Einstiegsamt II – Fachrichtung Feuerwehr (ehemals mittlerer feuerwehrtechnischer Dienst) und die Laufbahngruppe 2 Einstiegsamt I – Fachrichtung Feuerwehr (ehemals gehobener feuerwehrtechnischer Dienst) ein.
Im Karriereportal der Stadt Oldenburg finden sich die detaillierten Ausbildungsmöglichkeiten der Feuerwehr zu folgenden Laufbahngruppen:
- Brandmeisterin/Brandmeister
- Brandoberinspektorin/Brandoberinspektor
- Notfallsanitäterin/Notfallsanitäter
Freiwilliges soziales Jahr (FSJ)
Es gibt die Möglichkeit, zum Beispiel in der Berufsfindungsphase, ein sogenanntes Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bei der Berufsfeuerwehr Oldenburg zu absolvieren. Dort hat man die Chance, gleich in drei verschiedene Bereiche reinzuschnuppern und aktiv mitzuhelfen. Wer sich für ein FSJ interessiert, sollte zwischen 18 und 27 Jahre alt sein und die Schulpflicht erfüllt haben. Ein Führerschein der Klasse B ist hier ebenfalls Voraussetzung.
Stellenausschreibungen
Stellenausschreibungen der Feuerwehr finden Sie im Karriereportal der Stadt Oldenburg im Bereich Stellenangebote, in der regionalen Tagespresse oder in der Fachpresse.
Von Initiativbewerbungen bitten wir abzusehen.
Kontakt
Sind noch Fragen offen geblieben? Dann wenden Sie sich gerne an:
Feuerwehr Oldenburg
Andreas Schiefbahn
Telefon: 0441 235-4325
E-Mail: andreas.schiefbahn[at]stadt-oldenburg.de.
Zuletzt geändert am 27. Juni 2026