Regensensor an Ampelanlage
Wer mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs ist, für den sind, zumindest theoretisch, auch Wind und Regen kein Problem – die richtige Bekleidung vorausgesetzt. In der Praxis kann es aber durchaus unangenehm werden. Um den nicht-motorisierten Verkehr zu fördern und die Bedingungen bei schlechtem Wetter zu verbessern, werden Ampelanlagen in Oldenburg an Einmündungen mit neuer Technik ausgestattet. Der Clou ist ein besonderes Signalprogramm, das dem Rad- und Fußverkehr bei Regen und Schneefall schneller Grün gibt.
So funktioniert die Technik
Schon bei leichtem Regen schaltet sich das Programm automatisch ein. Fußgängerinnen und Fußgänger erhalten an der Ampel sofort grünes Licht – unabhängig vom Kfz-Verkehr. Besonders praktisch: Hier wird der Radverkehr über das Signalprogramm bereits in einer Entfernung von etwa 50 Metern von Detektoren auf dem Quellenweg erfasst, um eine zeitlich passende Grünfreigabe zu schalten, so dass ein Queren der Straße fast ohne Halt möglich ist.
Radverkehrsabhängige Signalisierung
Ein weiterer Baustein ist, dass Radfahrende eine Grünphase initiieren können. Dies passiert entweder über einen gut erreichbaren „Anforderungstaster“ oder über eine automatische Erfassung mit Hilfe von Wärmebildkameras beziehungsweise Radarsensoren, so dass Wartende ebenfalls eine Grünphase auslösen können. Mit der automatischen Erfassung wird bei einem hohen Radverkehrsaufkommen gleichzeitig das „Grün“ um einige Sekunden verlängert.
Regenampeln in Oldenburg
Als erster Knotenpunkt wurde im November 2022 der Kreuzungsbereich Uhlhornsweg/Quellenweg mit einem Regensensor ausgestattet.
Auch an der Kreuzung Quellenweg/Bloherfelder Straße werden Radfahrende seit Februar 2025 nicht mehr im Regen stehen gelassen.
Kosten
Die Kosten für den Einbau der zusätzlichen Technik und Auswertung betragen etwa 10.000 Euro.
Dazu sagt Verkehrsdezernentin Christine-Petra Schacht: „Wir freuen uns, dass das Pilotprojekt von den Radfahrenden so gut angenommen wird. Die Anforderungstaster werden immer seltener betätigt, weil die Ampel automatisch auf den Radverkehr reagiert. Und auch in Anliegerversammlungen wurde die Regenampel positiv erwähnt. Grund genug für uns, weitere Ampeln mit dieser Technik auszurüsten, um die Radverkehrsförderung in unserer Stadt weiter auszubauen.“
Zuletzt geändert am 29. Juni 2026
