Projekt Reallabor Urban Mining

Metropolregion Nordwest fördert zirkuläres Bauen

In der Jahrespressekonferenz der Metropolregion Nordwest am Freitag, 20. Februar 2026, wurden drei zukunftsweisende Projekte für die Energietransformation vorgestellt, die 2026 aus dem Förderfonds der Länder Niedersachsen und Bremen gefördert werden. Darunter befindet sich das Projekt Reallabor Urban Mining in der Metropolregion Nordwest, das die Wirtschaftsförderung der Stadt Oldenburg beantragt hat und das vom städtischen Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft und Hochbau geleitet wird. 117.000 Euro stellt die Metropolregion für das zweijährige Projekt mit einem Gesamtbudget von 204.000 Euro zur Verfügung.

Mit dem Reallabor Urban Mining adressiert die Metropolregion Nordwest die Vermeidung von CO₂-Emissionen und eine Minderung des Ressourcenverbrauchs im Bauwesen. Das Projekt erprobt praxisnah die hochwertige Wiederverwendung von Baustoffen wie Ziegeln, mineralischem Bauschutt und Porenbeton, um Materialkreisläufe zu schließen. In enger Zusammenarbeit von Bauwirtschaft, Kommunen und Forschung werden technische, rechtliche und wirtschaftliche Fragestellungen untersucht sowie standardisierte Verfahren für eine breite Markteinführung entwickelt. „Das Projekt zeigt, wie konsequente Kreislaufwirtschaft im Bauwesen funktionieren kann: Baustoffe werden hochwertig wiederverwendet statt entsorgt. Das senkt CO₂-Emissionen, spart Energie und reduziert den Bedarf an Primärrohstoffen deutlich. Gleichzeitig liefert das Reallabor Verfahren und Lösungen, die Kommunen und Wirtschaft direkt anwenden können – und verbindet damit konkrete Ressourcenschonung mit Innovation und regionaler Wertschöpfung“, unterstreicht Melanie Walter, Niedersächsische Ministerin für Europa und Regionale Landesentwicklung. 

Stadtrat Holger Denckmann, Dezernent für Schule, Sport, Kultur und Gebäudewirtschaft der Stadt Oldenburg nahm den Förderbescheid entgegen: „Wir freuen uns sehr, dass in der Stadt Oldenburg am Fliegerhorst ein erstes Pilotprojekt des Reallabors Urban Mining gestartet wird und so das geballte Wissen des bau-circle Netzwerkes endlich in die Praxis überführt werden kann. Das Besondere an diesem Projekt ist, dass hier Akteure aus unterschiedlichen Bereichen der Bauwirtschaft Hand in Hand arbeiten und gemeinsam an einer nachhaltigen Transformation der gesamten Branche mitwirken.“ 

Bei den weiteren geförderten Projekten geht es um Erdwärmenetze und die Bunkerung von Ammoniak. „Allen drei Projekten gemeinsam sind ihr hoher Praxisbezug und ihr Modellcharakter für die Region, aber auch für ganz Deutschland. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Energietransformation und positionieren die Metropolregion Nordwest als zukunftsorientierte Energieregion, in der Klimaschutz, Innovation und gesellschaftliche Verantwortung Hand in Hand gehen“, fasst Nicola Illing, Geschäftsführerin der Metropolregion Nordwest, zusammen.

Zuletzt geändert am 20. Februar 2026