Oberbürgermeister Krogmann: „Gute Nachricht für Ofenerdiek“
Die Stadt Oldenburg und die Deutsche Bahn Netz AG haben am Donnerstag, 26. August 2021, eine Planungsvereinbarung zur Verbesserung des Bahnübergangs „Am Stadtrand“ im Stadtteil Ofenerdiek unterzeichnet. Für die Stadt unterzeichnete Oberbürgermeister Jürgen Krogmann die Vereinbarung, für die Deutsche Bahn Netz AG Detlef Barner und Frank Sammler.
Der Bahnübergang Am Stadtrand in Ofenerdiek sorgt teilweise für erhebliche Verkehrsprobleme im Stadtteil. Sind die Schranken unten (und das ist täglich mehr als 50-mal der Fall) bilden sich teilweise lange Staus in den zuführenden Straßen auf beiden Seiten der Schranken. „Das gilt es zu ändern, denn der Stadtteil leidet ganz enorm unter diesen langen Schließzeiten“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.
Suche nach verbesserter Verkehrsführung auch in Osternburg
Das gilt natürlich auch für die Bahnübergänge in Osternburg, weshalb die Stadt bereits Planungsmittel in Höhe von 100.000 Euro in den Haushalt eingestellt hat, um auch dort Möglichkeiten für eine verbesserte Verkehrsführung untersuchen zu lassen. Mir den Planungsmitteln soll eine Lösung gefunden werden, die den Doppelbahnübergang an der Stedinger Straße ersetzt.
Verkehrsablauf in Ofenerdiek optimieren
Für den Bahnübergang Am Stadtrand soll jetzt eine erheblich bessere verkehrliche Lösung gefunden werden. Im Ergebnis bestand Einigkeit, dass im Rahmen der städtebaulich neuen Entwicklungen in Ofenerdiek auch für den Bahnübergang eine neue Lösung gefunden werden muss, die den Verkehrsablauf optimiert.
Die Planungsvereinbarung ist nunmehr die Grundlage für Variantenlösungen zur Änderung, Verlagerung oder Beseitigung des Bahnübergangs.
Planungsbüro stellt Gutachten vor
In der Novembersitzung 2022 des Verkehrsausschusses wurde die von der Stadt Oldenburg beauftragte verkehrstechnische Untersuchung zur Optimierung des Bahnübergangs Am Stadtrand vom Ingenieurbüro Bernard-Gruppe vorgestellt. Grundlage hierfür waren zwei unterschiedliche Planungsvarianten aus der Machbarkeitsstudie. Dies waren die Variante 1 einer niveaugleichen Bestandslösung mit moderner Schrankentechnik und die Variante 5.3 (sogenannte Y-Variante) als Straßenunterführung inklusive Schließung des Bahnübergangs Karuschenweg.
Im Ergebnis der verkehrstechnischen Untersuchung zeigte sich, dass bei beiden Varianten weiterhin die heute bestehende Problemlage längerer Rückstauungen im Kfz-Verkehr nicht gelöst würde. Auch durch eine den Bahnübergang aufzugebende Unterführungsvariante käme es teilweise zu einer Verlagerung der Stauerscheinungen in den Bereich der Rampen. Weiterhin erfordert die Unterführung bei Schließung des Bahnübergangs am Karuschenweg besonders für den Rad- und Fußgängerverkehr längere Reisezeiten. Es bestehen außerdem Sicherheitsbedenken zur gegenläufigen Radverkehrsführung im nicht einsehbaren Unterführungsbauwerk.
Das Gutachten wurde im Januar 2023 nochmals im Rahmen einer Informationsveranstaltung in Ofenerdiek durch die Bernard-Gruppe ausführlich erläutert. Dort wurde auch eine möglichst zeitlich absehbare Verbesserung für den Bahnübergang Am Stadtrand und damit für den Stadtteil Ofenerdiek gefordert, die den Verkehrsablauf optimiert. Eine kleinere Lösung durch Verkürzung der Schrankenschließzeiten als Zwischenlösung und ein später realisierbares, weniger monströses Unterführungsbauwerk wurde in diesem Zusammenhang ebenfalls für sinnvoll gehalten.
Ebenso sollte auch die Y-Variante dahingehend geändert untersucht werden, ob unter Verzicht auf eine problematische Radverkehrsführung parallel zur Rampenfahrbahn, der Rad- und Fußgängerverkehr durch ein separates Unterführungsbauwerk sich verkehrlich überzeugend darstellt und im Verkehrsraum umgesetzt werden kann.
Eine Weiterentwicklung der vorgeschlagenen Maßnahmen wurde bei der Bernard-Gruppe beauftragt.
Oberbürgermeister Krogmann informiert sich vor Ort
Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hat sich am Montag, 17. Mai 2021, am Bahnübergang Am Stadtrand in Ofenerdiek über die Verkehrssituation informiert. Die Schranken sind dort bis zu 50 Mal am Tag geschlossen, was im Stadtteil für erhebliche Verkehrsprobleme sorgt. Insgesamt summieren sich die Schließzeiten auf mehr als vier Stunden am Tag, eine einzelne Schließung dauert nämlich fünf bis sechs Minuten.
„Das wollen wir unbedingt ändern, denn der Stadtteil leidet ganz enorm unter diesen langen Schließzeiten“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Wir wollen deshalb so schnell wie möglich eine Planungsvereinbarung mit der Bahn abschließen, um weiter an der Optimierung unserer Bahnübergänge zu arbeiten. Das ist für mich ein sehr zentraler Punkt unserer Verkehrsinfrastruktur“, so Krogmann.
Zuletzt geändert am 29. Juni 2026

