Hintergrundwissen
Der Aufbau der Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet erfolgt bedarfsorientiert. Mehr Informationen zum Hochlauf der Elektromobilität finden Sie auf den Seiten der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur.
Die Ladeinfrastruktur
Was für Verbrennungsmotoren die Tankstelle, ist für Elektroautos die Steckdose oder Ladesäule. Ein ausreichendes und bedarfsgerechtes Angebot an öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur ist deshalb ein wichtiges Kriterium für die Akzeptanz von Elektromobilität. Ein dichtes Netz an Tank- und Lademöglichkeiten wirkt auch gegen die Befürchtung, mit leerer Batterie liegen zu bleiben. Eine zentrale Frage bei der Planung von zu errichtender Ladeinfrastruktur ist, wer nachher Nutzerin oder Nutzer eben jener Infrastruktur sein wird. Dabei haben die unterschiedlichen Nutzerinnen- und Nutzergruppen in der Regel auch unterschiedliche Anforderungen.
Nutzerinnen- und Nutzergruppen
- Kommunale Flotten
Ladung in der Regel auf Betriebshof, am halb-öffentlichen oder privaten Standort
Ladung im öffentlichen Raum vor Allem als Reichweitenverlängerung - Gewerbliche Nutzerinnen und Nutzer/Flotten
Carsharing, Lieferdienste, Unternehmensflotten, Taxigewerbe
Ladung in der Regel auf Betriebshof, am halb-öffentlichen oder privaten Standort
Ladung dort, wo Autos mit laderelevanter Verweildauer parken (zum Beispiel Carsharing bei Verleihstationen) - Private Nutzerinnen und Nutzer
90 Prozent der Ladevorgänge findet bei privaten Nutzerinnen und Nutzern im privaten Raum statt
Ladung im öffentlichen Raum als Reichweitenverlängerung
Je nach Zugang und Eigentumsverhältnissen einer Fläche, auf der sich die Tank- oder Ladeinfrastruktur befindet, spricht man von öffentlichem, halböffentlichem oder privatem Raum. In manchen Fällen steht der Zugang allen offen – etwa im öffentlichen Parkraum in Wohngebieten – in anderen Fällen ist er beschränkt, zum Beispiel auf Einsatzfahrzeuge.
Zum privaten Raum gehören private Stellplätze oder Firmenparkplätze, der Zugang ist auf wenige Nutzerinnen und Nutzer beschränkt. Halböffentliche Bereiche sind streng genommen auch privat – etwa Hotels, Supermarktparkplätze oder Tankstellen –, sind aber die meiste Zeit öffentlich zugänglich. Es wird weiterhin unterschieden zwischen Ladepunkten und Ladesäulen. Dabei kann eine Ladesäule (meist öffentliche Ladesäule) mehrere Ladepunkte haben. In Deutschland ist es gängige Praxis den Ausbau der Ladeinfrastruktur mit Hilfe der Anzahl an Ladepunkten zu bestimmen.
Tipps
Die Website der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur bietet praktische und bedarfsgerechte Tipps für Kommunen, aber auch für Privatnutzerinnen und Privatnutzer, zum Einstieg in die Elektromobilität, zum Beispiel Informationen zur Technik und Planung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Bereitgestellt wird die Website von der Nationalen Organisation für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW).
Zuletzt geändert am 30. Juni 2026
