Zweigeschossiger Neubau an der Kennedystraße ersetzt Halle Brandsweg und schafft zusätzliche Kapazitäten
Der Rat der Stadt Oldenburg hat den Weg für den Neubau einer modernen Sechsfeldhalle an der Kennedystraße freigemacht. In der Sitzung am Montag, 29. Juni 2026, wurde beschlossen, dass an diesem Standort eine zweigeschossige Sporthalle mit zwei übereinanderliegenden barrierefreien Dreifeldhallen geplant und gebaut werden soll. Die neue Anlage soll nicht nur die in die Jahre gekommene Sporthalle Brandsweg ersetzen, sondern zugleich zusätzliche Hallenkapazitäten für den Oldenburger Vereins- und Schulsport schaffen.
Die Planungen werden laut Ratsbeschluss in enger Abstimmung mit dem TuS Bloherfelde sowie weiteren Nutzerinnen und Nutzern der Sportanlage erfolgen. Neben der neuen Halle sollen auch neue beziehungsweise grundsanierte Umkleidebereiche entstehen. Darüber hinaus werden die Beleuchtung der Außenspielflächen ergänzt sowie die umliegende Infrastruktur einschließlich ausreichender Parkmöglichkeiten überprüft. Ziel ist es, den Trainings- und Spielbetrieb des TuS Bloherfelde während der gesamten Projektlaufzeit verlässlich sicherzustellen. Die Verwaltung wurde zudem beauftragt, verschiedene Vergabe- und Beschaffungsmodelle zu prüfen, um eine wirtschaftliche sowie termin- und kostensichere Umsetzung des Projekts zu gewährleisten.
Lösung mit vielen Vorteilen
„Die neue Sechsfeldhalle bietet deutlich mehr Kapazitäten als eine reine Ersatzlösung und ist damit eine Investition in die Zukunft des Sports in Oldenburg“, erläutert Holger Denckmann, Stadtrat für Schule, Sport, Kultur und Gebäudewirtschaft. Durch die vorübergehende Weiternutzung der bestehenden Dreifeldhalle Brandsweg müssen während der Bauzeit keine Sportlerinnen und Sportler umquartiert werden. „Wir können also lange Ausfallzeiten beim Schulsport vermeiden, den Vereinssport entlasten und zusätzliche Hallenkapazitäten gewinnen, die auch bei künftigen Sporthallen-Sanierungen dringend benötigt werden“, hebt der Dezernent die Vorteile der „großen Lösung“ hervor.
Verschiedene Varianten untersucht
Grundlage für die Entscheidung war eine umfassende Untersuchung verschiedener Varianten. Diese kam zu dem Ergebnis, dass ein Neubau der Sechsfeldhalle sowohl strukturell als auch wirtschaftlich die zukunftsfähigste Lösung darstellt. Eine umfassende Sanierung der aus dem Jahr 1974 stammenden Dreifeldhalle am Brandsweg würde – wie vergleichbare Projekte gezeigt haben – zu einer mehrjährigen Nichtnutzbarkeit führen und erhebliche organisatorische und finanzielle Folgen für Schulen und Vereine nach sich ziehen. Nachdem auch Optionen wie die Sanierung der Bestandshalle am Brandsweg und der gleichzeitige Neubau einer Dreifeldhalle geprüft und verworfen wurden, hatte die Verwaltung den Neubau einer Sechsfeldhalle vorgeschlagen.
Platzsparende Hallen-Lösung auf zwei Etagen
Ein besonderer Vorteil dieser Lösung liegt in der geplanten Anordnung der Sportflächen: Das doppelstöckige Bauwerk soll so konzipiert werden, dass im unteren Geschoss eine Dreifeldhalle und im oberen Geschoss drei weitere vollwertige Hallenfelder entstehen. Mit dieser platzsparenden Variante können auf vergleichsweise geringer Fläche insgesamt sechs Hallenteile realisiert werden.
Diese zusätzlichen Kapazitäten decken nicht nur den Bedarf der Oberschule Eversten und des Gymnasiums Eversten ab, sondern kommen auch weiteren Schulen im Stadtwesten zugute. Darüber hinaus entstehen neue Spielräume für den Vereinssport – insbesondere in den Wintermonaten – sowie Ausweichmöglichkeiten bei Sanierungen anderer Sporthallen.
Als Standort für einen Neubau wurden mehrere Flächen im Umfeld der Sporthalle Brandsweg geprüft. Im Ergebnis hat sich die Sportanlage an der Kennedystraße als am besten geeigneter Standort erwiesen. Dort soll der Neubau auf der Rasenfläche zwischen dem direkt an der Kennedystraße gelegenen Sportplatz und dem im hinteren Teil der Sportanlage befindlichen Kunstrasenplatz realisiert werden.
Alte Halle wird übergangsweise weiter genutzt – Boden muss dafür saniert werden
Um bis zur Inbetriebnahme des Neubaus übergangsweise den Sportbetrieb in der Bestandshalle am Brandsweg aufrechterhalten zu können, muss der erheblich geschädigte Sportboden einschließlich der Unterkonstruktion vollständig erneuert werden.
Kosten und Bauzeit
Für die Maßnahme werden Kosten von rund 275.000 Euro veranschlagt. Die Arbeiten sollen zeitnah ausgeschrieben werden. Ohne die Erneuerung des Hallenbodens droht eine Schließung der Halle, die nach derzeitiger Einschätzung noch etwa vier Jahre benötigt wird, bis die neue Sportstätte zur Verfügung steht.
Zuletzt geändert am 30. Juni 2026