50.000 Euro für Musik, Bronzemodell, Theaterstück und offene Bühne
Der „MACH|WERK"-Fonds unterstützt Kulturformate, die neue und unkonventionelle Wege gehen. In der Sitzung am Dienstag, 18. August 2026, hat der Kulturausschuss entschieden, welche Projekte in diesem Jahr gefördert werden. Sechs Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von 61.420 Euro standen zur Auswahl, vier davon erhielten den Zuschlag: ein Musikvorhaben, die Anfertigung eines Bronzemodells, ein Theaterstück und eine kulturell offene Bühne für den Heiligengeistpark. Für deren Umsetzung in den kommenden zwölf Monaten stellt die Stadtverwaltung 50.000 Euro bereit.
Raum für unkonventionelle Ideen
Gesucht waren unverbrauchte Ideen, um weitere innovative Angebote in die Kulturlandschaft der Stadt zu bringen. „Mit den geförderten Projekten kommen neue Impulse in die Stadt, die das kulturelle Angebot spürbar erweitern", erläutert Maurice Gärtner aus dem Kulturbüro. „Genau darauf zielt der Fonds seit seinem Start ab." Die Verwaltung fördert seit 2018 mit dem „MACH|WERK"-Fonds explizit die innovative Kultur in der Stadt.
Weitere Informationen zu der Auswahl von MACH|WERK 2026 gibt es auf der Seite vom Kulturschnack.
Folgende Projekte wurden ausgewählt:
Dr. Rami Chahin: „OriEu“
„OriEu“ von Dr. Rami Chahin ist ein inter- und transkulturelles Musikprojekt, das talentierte Musikerinnen und Musiker aus Oldenburg zusammenbringt. Gemeinsam entwickeln sie neue Kompositionen und Operetten, die die Verbindungen zwischen Orient und Nahem Osten erforschen und künstlerisch zum Ausdruck bringen. Ein zentraler Aspekt des Projekts ist die Förderung von Integration und kulturellem Austausch.
Katrin Schöß: „Friedensengel als Bronzemodell“
Das Projekt „Friedensengel als Bronzemodell“ der Künstlerin Katrin Schöß entwickelt einen konkreten künstlerisch-städtebaulichen Vorschlag für den Umgang mit der Friedenssäule auf dem Oldenburger Friedensplatz. Im Mittelpunkt steht ein Friedensengel als aufrechte Standfigur aus Bronze mit bewegtem Kern, der dem Ort eine neue künstlerische und symbolische Präsenz verleihen soll.
Brit Bartuschka: „Die Ausrangierten“ oder „3 Frauen. 1 Flügel. 1 Haus.“
Das interdisziplinäre Theaterprojekt von Brit Bartuschka verbindet Tanz, Musik, Schauspiel und Bildende Kunst zu einer vielschichtigen Bühnenarbeit. Im Zentrum steht die Frage nach der Sichtbarkeit von Frauen jenseits der 50 im öffentlichen und insbesondere im künstlerischen Raum.
Oliver Godow: „An Open Stage“
Oliver Godow plant im Sommer 2027 für einen kurzen Zeitraum eine kleine Palapa-Bühne im Heiligengeistpark. Das Programm, das darauf stattfindet, wird von Studierenden der Kingston School of Art kuratiert. So sollen der Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Oldenburg und der Partnerstadt Kingston gestärkt werden.
Zuletzt geändert am 26. August 2026
