Die Stadt Oldenburg erweitert das Angebot an Abstellanlagen für Fahrräder und Lastenräder in der Innenstadt, indem bereits bestehende Anlagen aufgewertet und erweitert werden, aber auch neue Standorte entstehen sollen.
91er-Straße
Im Februar 2024 wurden in der 91er-Straße zehn neue Anlehnbügel (acht für normale Fahrräder und zwei für Lastenräder) eingebaut. Damit können dort 20 Fahrräder witterungsgeschützt und komfortabel parken. Die vier Carsharing-Stellplätze, die vorher an diesem Standort waren, wurden in das nächste Brückenfeld verschoben. Zusätzlich wurde eine weitere Fahrrad-Reparaturstation aufgestellt. An dieser können Reifen aufgepumpt oder kleinere Reparaturen durchgeführt werden. Die Kosten der Maßnahme belaufen sich auf circa 12.000 Euro.
Schloßplatz/Schlosshöfe
Friedensplatz
Im Juni 2022 wurden am Friedensplatz die vorhandenen Kfz-Stellplätze in Fahrradabstellplätze umgewandelt und der barrierefreie Stellplatz in die Marienstraße verlegt. Auf den ehemaligen fünf Stellplätzen für Autos wurden 31 neue Anlehnbügel (29 für normale Fahrräder und 2 für Lastenräder) eingebaut. Damit können dort 62 Fahrräder komfortabel parken und die Abstellmöglichkeiten auf dem Julius-Mosen-Platz entlasten.
Pferdemarkt-Kiosk
m Herbst 2021 wurden die Parkmöglichkeiten für Fahrräder im Bereich des Pferdemarkt-Kiosks erneuert.
Im ersten Bauabschnitt wurde seit Mitte Oktober 2021 die Radabstellanlage südlich des Kiosks in Richtung Heiligengeiststraße saniert. Hierbei wurden die vorhandenen Fahrradständer durch neue Anlehnbügel ersetzt. An den 25 neu aufgestellten Anlehnbügel können nun 50 Räder komfortabel parken.
Die neuen Anlehnbügel auf der Südseite des Kisokgebäudes dienten direkt als Ausweichmöglichkeit, als im zweiten Bauabschnitt die Radabstellanlage auf der Nordseite des Kiosks in Richtung Neues Rathaus erneuert wurde. Die vorhandenen Bügel nördlich des Kiosks wurden ebenfalls durch neue Anlehnbügel ersetzt und dabei gleich neu angeordnet. Es wurden dort insgesamt 40 neue Anlehnbügel sowie vier spezielle Lastenrad-Parkvorrichtungen aufgestellt. Dies bietet nun Platz für 88 Räder.
Insgesamt stehen somit nach der Sanierung rund um den Kiosk Abstellmöglichkeiten für 138 Räder zur Verfügung. Die Kosten der Maßnahme beliefen sich auf circa 45.000 Euro. Vor allem von den Besucherinnen und Besuchern des Wochenmarktes auf dem Pferdemarkt wird das Angebot sehr gut angenommen.
Theaterwall
Auf dem Parkplatz am Theaterwall/Ecke Roonstraße wurden die vorhandenen Abstellmöglichkeiten für Fahrräder ausgebaut. Die Fläche der Abstellanlage wurde erweitert und die Bügel neu angeordnet, um die Anzahl der Abstellplätze zu erhöhen. Jetzt finden dort an 30 Anlehnbügeln 60 Fahrräder Platz, um während eines Theater- oder Innenstadtbesuchs komfortabel und sicher abgestellt zu werden.
Das Besondere an dieser Abstellanlage: Erstmals hat die Stadt hier zusätzlich sechs Stellplätze speziell für Lastenräder geschaffen. Diese sind großzügiger bemessen und haben zudem besondere Bügel: Diese sind länger und niedriger als herkömmliche Anlehnbügel und somit für Lastenräder mit ihren kleineren Rädern und dem tiefliegenden Rahmen besser geeignet. Außerdem weist ein kleines Lastenradsymbol an jedem Bügel darauf hin, dass diese für Lastenräder vorgesehen sind und es sich nicht um Abstellplätze für normale Fahrräder handelt. Solche Lastenradstellplätze werden zukünftig an weiteren Standorten in der Stadt eingerichtet, um die Nutzung von Lastenrädern zu fördern.
Pferdemarkt (Westseite)
Der Service für Radfahrerinnen und Radfahrer auf dem Pferdemarkt ist weiter verbessert worden. Auf der westlichen Seite des Pferdemarktes, gegenüber der Kulturhalle, wurden Mitte Juni 2021 insgesamt 25 neue Anlehnbügel errichtet. Auf der Fläche können jetzt 50 Fahrräder komfortabel und sicher abgestellt werden.
Zuvor standen die Fahrräder gerade in diesem Bereich insbesondere zu Marktzeiten häufig ungeordnet auf dem Gehweg. Die neue Abstellanlage bietet neben dem Wochenmarkt auch den kulturellen Veranstaltungszentren eine Abstellmöglichkeit für Fahrräder. Gleichzeitig wurde die bestehende Abstellanlage unter den Bäumen erneuert und mit Anlehnbügeln versehen, die ein Anschließen der Räder erlauben.
Geförderte Abstellanlagen
Vier Standorte der neuen Radabstellanlagen stellen das geförderte Klimaschutzprojekt mit dem Titel „KSI: Errichtung von frei zugänglichen Radabstellanlagen im Bereich der Innenstadt in der Stadt Oldenburg 2021“ dar. Das Projekt mit dem Kennzeichen 67K16854 wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert (Gesamtlaufzeit vom 1. August 2021 bis zum 31. Juli 2023).
Ziel des Vorhabens ist die verbesserte Erreichbarkeit der Innenstadt mit dem Fahrrad durch Schaffung hochwertiger Abstellanlagen rund um die Innenstadt. Folgende vier Maßnahmen gehören zum Förderprojekt:
- Schloßplatz/Schlosshöfe: Aufbau von 30 teilweise demontierbaren Anlehnbügeln (60 Fahrräder)
- 91er-Straße/Eisenbahnbrücke: Aufbau einer neuen Abstellanlage mit zehn Anlehnbügeln (acht für 16 normale Fahrräder und zwei für vier Lastenräder)
- Brücke Osterstraße/Elisenstraße: Ersatz der bestehenden Fahrradständer durch circa 30 Anlehnbügel (60 Fahrräder)
- Stautor/zwischen Staustraße und Staugraben auf der Haarenbrücke: Erweiterung um 15 Anlehnbügel (30 Fahrräder)
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
Welche Maßnahmen stehen noch an?
- Brücke Osterstraße: Umsetzung erfolgt nach anstehender Brückensanierung
- Stautor: Umsetzung nach anstehender Brückensanierung
- Fahrradstation Wallstraße: noch offen; Umsetzung erfolgt nach Sanierung der Fahrradstation Nord
- Theaterwall/Kasinoplatz: erfolgt im Rahmen der Umgestaltung des Kasinoplatzes/Straße Schloßplatz
Welche potenziellen Standorte wurden verworfen?
- Julius-Mosen-Platz West: keine verfügbaren Flächen
- Bergstraße: keine verfügbaren Flächen
- Schloßwall/Pulverturm: keine verfügbaren Flächen außerhalb der Grünflächen
- Straße Schloßplatz/Schloßwall: Neuplanung im Rahmen der Umgestaltung des Kasinoplatzes/Straße Schloßplatz
Wie geht es weiter?
Im Jahr 2026 ist eine weitere Erhebung der Fahrradabstellanlagen im Innenstadtbereich geplant. Im Nachgang soll geprüft werden, wo noch potentielle Flächen zur Schaffung neuer Abstellanlagen zur Verfügung stehen. Zusätzlich wird die Abstellsituation in der Heiligengeiststraße, im Rahmen des Sanierungsgebietes Nördliche Innenstadt, neu geplant und auch im Planungsbereich der Straße Schloßplatz/Kasinoplatz werden neue Radabstellanlagen vorgesehen.
Zuletzt geändert am 30. Juni 2026






