Vier Interimsgebäude entstehen an der Alexanderstraße für das Neue Gymnasium, die Oberschule Alexanderstraße und die Grundschule Röwekamp
Platz für morgen – Unterricht für heute: Mit vier Interimsgebäuden in Modulbauweise sorgt die Stadt Oldenburg im Sommer 2026 dafür, dass der Unterricht an drei Schulen auch während der bevorstehenden Großbaustellen ohne Unterbrechung stattfinden kann. Der Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft und Hochbau (EGH) errichtet dafür auf den Grundstücken Alexanderstraße 65 und 90 insgesamt vier temporäre Schulgebäude mit einer Bruttogrundfläche von rund 4.000 Quadratmetern. Sie dienen als Ausweichquartiere für das Schulzentrum Alexanderstraße mit dem Neuen Gymnasium Oldenburg und der Oberschule Alexanderstraße sowie für die Grundschule Röwekamp. Während das Gymnasium und die Oberschule teilweise ausgelagert werden, zieht die Grundschule für die Bauzeit vollständig in die Interimsgebäude um. Der Umzug ist für die Herbstferien 2026 vorgesehen.
„Mit den Interimsschulen schaffen wir die notwendige Voraussetzung, um gleich mehrere wichtige Bildungsstandorte in Oldenburg zukunftsfähig weiterzuentwickeln – und gleichzeitig den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften einen verlässlichen Schulalltag zu ermöglichen. Die Investition in die Übergangslösung ist damit zugleich eine Investition in moderne Schulen und gute Bildungsbedingungen“, sagt Holger Denckmann, Dezernent für Schule, Sport, Kultur und Gebäudewirtschaft.
In den vergangenen Monaten wurden die Grundstücke umfassend auf die Aufstellung der Modulgebäude vorbereitet. Auf dem Gelände der ehemaligen Jugendherberge an der Alexanderstraße 65 musste zunächst der sogenannte Pavillon abgebrochen werden. Bereits im Winter waren außerdem mehrere Bäume im Bereich der späteren Bauflächen gefällt worden, um naturschutzrechtliche Vorgaben einzuhalten und die Flächen für die Containeranlagen vorzubereiten. Anschließend folgten die Erd- und Gründungsarbeiten sowie die Verlegung der notwendigen Ver- und Entsorgungsleitungen. „Die größte Herausforderung besteht darin, die Bauabläufe so zu organisieren, dass die Schulen ihren Betrieb möglichst störungsfrei fortsetzen können. Mit den Interimsgebäuden schaffen wir dafür funktionale und moderne Lernorte, während parallel die eigentlichen Zukunftsprojekte umgesetzt werden“, erläutert Axel Knorr, Bereichsleiter des Projektmanagements im EGH.
Containeranlage „Süd“ auf dem Schulgrundstück Alexanderstraße 90
Die zweigeschossige Containeranlage „Süd“ entsteht auf dem Gelände des Schulzentrums an der Alexanderstraße 90. Sie umfasst acht großzügige Unterrichtsräume. Eine besondere logistische Herausforderung war die Anlieferung der Module, die ausschließlich über die Zufahrt des benachbarten Lambertistifts erfolgen konnte.
Containeranlage „Alex“ an der Alexanderstraße 65
Containeranlage „Röwe“ an der Alexanderstraße 65
Kosten
Die Gesamtkosten für die vier Interimsgebäude einschließlich der Außenanlagen belaufen sich auf rund 6,1 Millionen Euro. Derzeit werden die letzten Module angeliefert und zu vollständigen Gebäuden montiert. Anschließend folgen der Innenausbau, die Herstellung der Zuwegungen sowie die Gestaltung der Außenanlagen. Ergänzend wurde eine neue Trafostation errichtet, um den zukünftigen Energiebedarf, auch im umliegenden Versorgungsgebiet, zuverlässig decken zu können. Die Inbetriebnahme der Interimsschulen ist nach den Herbstferien 2026 vorgesehen.
Sanierung und Ausbau der Grundschule Röwekamp
Die Grundschule Röwekamp wird im Zuge des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung umfassend saniert und erweitert. Neben der Modernisierung des denkmalgeschützten Bestandsgebäudes ist unter anderem eine Aufstockung zur Errichtung einer Mensa vorgesehen. Die Fertigstellung ist für das zweite Quartal 2028 geplant. Die Kosten werden derzeit auf rund 15,3 Millionen Euro geschätzt.
Neubau und Modernisierung am Schulzentrum Alexanderstraße
Am Schulzentrum Alexanderstraße entstehen ein dreigeschossiger Neubau für das Neue Gymnasium Oldenburg sowie ein zweigeschossiger Neubau für die Oberschule Alexanderstraße. Beide Gebäude erhalten Innenhöfe und ersetzen beziehungsweise ergänzen die bestehenden Schulgebäude. Nach Abschluss der Containeraufstellung beginnen zunächst die Abbrucharbeiten. Anschließend werden beide Neubauten parallel errichtet, bevor das Bestandsgebäude in zwei weiteren Bauabschnitten umfassend saniert wird. Die Gesamtkosten liegen nach aktueller Kalkulation bei rund 69,3 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für das vierte Quartal 2032 vorgesehen.
Zuletzt geändert am 17. Juli 2026


