Nach dreijähriger Ausbildung verstärken zehn Absolventinnen und Absolventen künftig die Berufsfeuerwehr
Für 21 Auszubildende endet im September 2026 eine anspruchsvolle dreijährige Ausbildungszeit: Sie haben ihre Ausbildung als Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter im Bildungszentrum der Feuerwehr (BZdF) Oldenburg erfolgreich abgeschlossen. Zum Lehrgang gehören zwei Frauen und 19 Männer. Elf Teilnehmende kommen aus Oldenburg, fünf aus Delmenhorst sowie drei aus Hameln. Zwei Teilnehmende stammen aus Wilhelmshaven und aus dem Landkreis Wesermarsch.
Theorie und Praxis bereiten für Ernstfälle vor
Die Ausbildung verbindet theoretischen Unterricht an einer Berufsfachschule mit umfangreichen praktischen Ausbildungsabschnitten. Diese finden unter anderem an Lehrrettungswachen sowie in verschiedenen Bereichen von Krankenhäusern statt. Auf dem Ausbildungsplan stehen insbesondere die medizinische Notfallversorgung, die Einsatzorganisation und Kommunikation sowie der professionelle Umgang mit Patientinnen und Patienten.
Vielfältige Ausbildungswege der Berufsfeuerwehr Oldenburg
Die Ausbildung zur Notfallsanitäterin beziehungsweise zum Notfallsanitäter ist einer von mehreren Ausbildungswegen bei der Berufsfeuerwehr Oldenburg. Daneben bildet die Berufsfeuerwehr unter anderem Brandmeisterinnen und Brandmeister sowie Brandoberinspektorinnen und Brandoberinspektoren aus. Für die verschiedenen Ausbildungswege ist die erfolgreiche Teilnahme an einem Einstellungsverfahren Voraussetzung. Dieses umfasst einen Sporttest, einen schriftlichen Einstellungstest, ein ärztliches Gutachten und ein Vorstellungsgespräch.
Staatliche Prüfung stellt hohe Anforderungen
Zum Abschluss der Ausbildung steht die staatliche Prüfung. Sie besteht aus drei schriftlichen, einem mündlichen und fünf praktischen Prüfungsteilen. Im praktischen Teil bearbeiten die Prüflinge fünf Fallbeispiele. Dazu gehören internistische und traumatologische Notfälle, eine Reanimation sowie weitere Notfallsituationen.
In der praktischen Prüfung müssen sie unter anderem die jeweilige Situation einschätzen und daraus Maßnahmen für das weitere Vorgehen einleiten. Darüber hinaus werden die Versorgung der Patientinnen und Patienten, der sichere Umgang mit medizinischen Geräten, die Dokumentation sowie die Übergabe überprüft.
Ausbildung bietet verschiedene berufliche Perspektiven
Von den elf Oldenburger Teilnehmenden sind zehn bereits als Brandmeisterinnen, Brandmeister, Oberbrandmeisterinnen oder Oberbrandmeister bei der Berufsfeuerwehr tätig. Mit dem erfolgreichen Abschluss verfügen sie nun zusätzlich über die Qualifikation als Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter und wechseln in die Wachabteilungen.
Für zwei der drei angestellten Auszubildenden schließt sich unmittelbar die Brandmeisterausbildung an. Eine Absolventin wird künftig als Notfallsanitäterin beim Deutschen Roten Kreuz Bremen tätig sein. Ein Absolvent wechselt voraussichtlich unmittelbar in die Ausbildung für den Einsatzführungsdienst der Berufsfeuerwehr.
Für die Teilnehmenden, die im Anschluss die Brandmeisterausbildung beginnen, geht es direkt am Donnerstag, 1. Oktober 2026, weiter.
Die Berufsfeuerwehr Oldenburg bietet damit verschiedene Wege für den Einstieg in den Feuerwehr- und Rettungsdienst. Neben den Laufbahnausbildungen gehört auch die Ausbildung zu Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern zum Ausbildungsangebot. Zudem besteht die Möglichkeit, im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres erste praktische Einblicke in unterschiedliche Bereiche der Berufsfeuerwehr zu erhalten.
Mehr Informationen über die Ausbildung und Karrieremöglichkeiten bei der Berufsfeuerwehr Oldenburg.
Zuletzt geändert am 29. September 2026
