Gewalt gegen Frauen ist eine spezifische Form von Gewalt. Sie richtet sich nicht gegen ein willkürliches Opfer, sondern geschieht, weil die Betroffene explizit weiblich ist. Eingängige Beispiele sind Femizide, Zwangsprostitution, Genitalverstümmelung, die Tötung weiblicher Föten und Säuglinge wegen eines „geringeren Werts“, Vergewaltigung oder sexuelle Belästigung. Die Ursachen liegen in gesellschaftlichen Strukturen begründet und es bedarf der öffentlichen Aufmerksamkeit und Unterstützung, diese zu beenden.
Was findet 2026 zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen in Oldenburg statt?
Auf dieser Seite veröffentlichen wir uns bekannte Aktionen und Veranstaltungen fortlaufend. Haben auch Sie etwas geplant? Senden Sie uns gerne Informationen per E-Mail an Gleichstellung[at]stadt-oldenburg.de
Mehrtägige Angebote und Aktionen
Wanderausstellung „Gemeinsam starke Zeichen setzen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen“
Montag, 2. November bis Freitag, 18. Dezember, Schlaues Haus, Schloßplatz 16
Kunst kann sichtbar machen, was nicht übersehen werden darf. Rund 200 Werke von Schülerinnen und Schülern der IGS Wilhelmshaven setzen sich mit Gewalt gegen Mädchen und Frauen auseinander und beziehen Position für Gleichberechtigung und Menschenrechte. Diese Wanderausstellung ist ein Plädoyer für die Menschenrechte und die Gleichberechtigung von Mädchen und Frauen und wird erstmalig im Schlauen Haus zu sehen sein.
Während der Ausstellungsdauer sind mehrere Begleit-Veranstaltungen geplant:
- Ausstellungseröffnung mit Jutta Göner, Leiterin des Fachbereichs Kunst, IGS Wilhelmshaven, Montag, 2. November, 19 bis 20.30 Uhr
- Vortrag „Häusliche Gewalt – Erscheinungsformen, Auswirkungen und Hilfsmöglichkeiten“, Petra Klein, stellvertretende Bundesvorsitzende und Leiterin der Außenstelle Oldenburg vom WEISSEN RING e.V., Donnerstag, 5. November, 19 bis 21 Uhr
- Vortrag „Zwischen TikTok, KI und Konsens – Vortrag zu digitaler sexualisierter Gewalt“, Annika Bremer, Gesundheits- und Sozialmanagerin, Fachberatungsstelle Wildwasser e.V., Donnerstag, 26. November, 19 bis 20.30 Uhr
- Vorstellung der Wanderausstellung, Jutta Göner, Leiterin des Fachbereichs Kunst, IGS Wilhelmshaven sowie engagierte Schülerinnen, Donnerstag, 10. Dezember, 19 bis 20.30 Uhr
Eine Ausstellung der IGS Wilhelmshaven in Kooperation mit dem Schlauen Haus und dem Gleichstellungsbüro.
Brötchentüten-Aktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte“
Oldenburg beteiligt sich gemeinsam mit weiteren 11 Gemeinden und Städten rund um den 25. November an einer besonderen Aktion, um auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen: In verschiedenen Bäckereifilialen wird das frische Gebäck in einer orangefarbene Brötchentüten mit der Aufschrift „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ verpackt.
Die in Oldenburg vorrätigen 24.000 Brötchentüten werden herausgegeben in den Filialen folgender Bäckereien und Konditoreien:
- Konditorei Petra Klinge
- Bäckerei Janssen
- Bäckerei und Konditorei Behrens-Meyer
- Bäckerei Konditorei Musswessels
- Müller & Egerer
Fahnen gegen Gewalt an Frauen
Im Aktionszeitraum vom Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November bis zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember, wehen am PFL, am Bürgerbüro Mitte und am Gleichstellungsbüro Fahnen, die auf das Thema „Gewalt gegen Frauen“ aufmerksam machen.
Gebäude leuchten orange
Am Mittwoch, 25. November – und teilweise darüber hinaus – leuchten das PFL, das Stadt- und das Horst-Janssen-Museum und der Lappan in orange – der Farbe des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen. Der gesamte Aktionszeitraum vom Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen bis zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember wird deshalb auch „Orange Days“ genannt„
Veranstaltungen & weitere Termine
Montag, 2. November: Ausstellungseröffnung „Gemeinsam starke Zeichen setzen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen“
Rund 200 Werke von Schülerinnen und Schülern der IGS Wilhelmshaven setzen sich mit Gewalt gegen Mädchen und Frauen auseinander und beziehen Position für Gleichberechtigung und Menschenrechte.
Ausstellungseröffnung mit Jutta Göner, Leiterin des Fachbereichs Kunst der IGS Wilhelmshaven.
Montag, 2. November, 19 bis 20.30 Uhr, Schlaues Haus, Schloßplatz 16
kostenfrei
Donnerstag, 5. November: Vortrag „Häusliche Gewalt – Erscheinungsformen, Auswirkungen und Hilfsmöglichkeiten“
Ein Vortrag über häusliche Gewalt von Petra Klein, stellvertretende Bundesvorsitzende und Leiterin der Außenstelle Oldenburg des WEISSEN RING e.V.. Der Vortrag findet statt im Rahmen der Wanderausstellung „Gemeinsam starke Zeichen setzen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen“.
Donnerstag, 5. November, 19 bis 21 Uhr, Schlaues Haus, Schloßplatz 16
kostenfrei und ohne Anmeldung
Freitag, 13. November: Frauen*Party
Eintritt: 4 Euro
Kartenvorverkauf:
Stadtteiltreff Dietrichsfeld, Telefon 0441 235-8383
Stadtteiltreff Kreyenbrück, Telefon 0441 235-3292
Kulturzentrum Rennplatz, Telefon 0441 381424
Gemeinwesenarbeit Bloherfelde, Telefon 0441 235-8100
Oder an der Abendkasse.
Freitag, 13. November 2026, 18 bis 23 Uhr, Cadillac, Huntestraße 4
Mittwoch, 11. November: Vortrag & Diskussion „Männlichkeit und Gewalthandeln. Wie befördern Rollenstereotype Gewalt und was können wir dagegen tun?“
Ob Partnerschaftsgewalt, sexualisierte Gewalt, physische Misshandlungen im öffentlichen Raum oder auch digitale Gewalt – bei allen Gewaltformen sind Männer als Täter deutlich überrepräsentiert. Gewalthandeln ist also ganz offenkundig mit toxischen Männlichkeitskonstruktionen elementar verknüpft.
Der Psychologe und Männerberater Björn Süfke führt in diesem Vortrag anhand von acht konkreten Thesen aus, wie genau traditionelle Männlichkeitsvorstellungen das Risiko männlichen Gewaltverhaltens gegenüber Mädchen und Frauen, aber auch gegenüber Jungen und Männern, drastisch erhöhen.
Mittwoch, 11. November, 18.30 Uhr, VHS, Karlstraße 25; LzO Forum, Oldenburg, Raum 1.22
kostenlos
Anmeldung zu Vortrag und Diskussion „Toxische Männlichkeit und Gewalthandeln“.
Veranstalter*in: VHS Oldenburg in Kooperation mit dem Gleichstellungsbüro.
Donnerstag, 19. November: Oldenburger Männer* zeigen Haltung – gegen Gewalt an Frauen*
Es ist fünf vor 12 – Zeit zum Handeln: Infostand und Flashmob am Internationalen Männertag
Am Donnerstag, 19. November, zeigt das Gleichstellungsbüro zusammen mit dem Verein Konfliktschlichtung e.V. Oldenburg am Lefferseck mit einem Info-Stand Präsenz und informiert in der Zeit von 11 bis 15 über Täterarbeit und Unterstützungs- und Hilfsangebote für Männer*, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Der Stand bietet auch Raum zum Austausch und für Fragen.
Um fünf vor 12 Uhr findet zudem eine Flashmob-Aktion statt:
Vor dem Cupido am Lefferseck wird um 11.45 Uhr eine orangene Bank mit dem Aufdruck „kein Platz für Gewalt an Frauen und Mädchen“ aufgestellt. Ab 11.55 Uhr positionieren sich Oldenburger Männer um die Bank – die Bank selbst bleibt frei. Für fünf Minuten protestieren alle Teilnehmer still, sichtbar und solidarisch gegen Gewalt an Frauen* und Häusliche Gewalt. Mit dem Glockenschlag der Lambertikirche um 12 Uhr löst sich die Versammlung auf.
Alle Männer* sind herzlich eingeladen sich zu beteiligen.
Donnerstag, 19. November, 11bis 15 Uhr, Info-Stand am Lefferseck
11.55 bis 12 Uhr Flash-Mob
Mittwoch, 25. November: Themenabend zu digitaler Gewalt
Täglich erleben insbesondere Frauen digitale Gewalt in den verschiedenen Formen. Digitale Gewalt umfasst alle Formen von geschlechtsspezifischer Belästigung, Bedrohung und Kontrolle, die über das Internet, soziale Medien oder digitale Geräte ausgeübt werden. Dazu zählen Cybergrooming, die unerlaubte Veröffentlichung intimer Bilder oder Deepfakes, Hassreden sowie digitale Überwachung durch (Ex-)Partner mittels Stalkerware. Folgen für Betroffene sind psychische Belastungen, Angst und Schockzustände, soziale Isolation und Bedrohung im beruflichen Umfeld. Dieses Thema wird gemeinsam mit Annika Bremer von der Fachberatungsstelle Wildwasser Oldenburg genauer beleuchtet. Sie wird über ihre Arbeit und Hilfsangeboten bei digitaler sexualisierter Gewalt an Frauen und Mädchen berichten. Die Teilnehmerinnen bringen zur Anschauung gerne ein mobiles Endgerät (Handy oder Tablet) mit.
Mittwoch, 25. November 2026, 18 Uhr (Einlass ab 17.30 Uhr), ver.di Geschäftsstelle, Güterstraße 1
kostenfrei, die Plätze sind begrenzt
Anmeldung erbeten bis Montag, 23. November per E-Mail an baerbel1705[at]t-online.de
Veranstalterin: ver.di Ortsfrauenrat Oldenburg/Umland
Mittwoch, 25. November: Film „Fassaden“ & Austausch mit dem Autonomen Frauenhaus
Was Frauen in toxischen Beziehungen erleben, welche Auswirkungen die Gewalt auf ihr Leben hat und wie sie einen Ausweg und Hilfe finden, dies macht Alina Cyranek in ihrem Dokumentarfilm sichtbar. Sandra Hüller spricht die Geschichten von vier Frauen, die aus einer langjährigen gewalttätigen Beziehung ausbrechen, ein Tanzpaar erschafft dazu Bilder einer Beziehung und Expert*inneninterviews ordnen die Machtverhältnisse und Beziehungsstrukturen ein.
Im Anschluss an den Film gibt es die Möglichkeit, mit einer Mitarbeiterin des Autonomen Frauenhauses Oldenburg in den Austausch zu kommen und Fragen zu ihrer Arbeit zu stellen.
Mittwoch, 25. November 2026, 19:30 Uhr, Cine k, Bahnhofstraße 11
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 5 Euro, inklusive einem Freigetränk
Tickets und weitere Informationen
Veranstalterinnen: Autonomes Frauenhaus Oldenburg, Feministisches Forum, Medienbüro Oldenburg, Cine k
Donnerstag, 26. November: Vortrag „Zwischen TikTok, KI und Konsens – Vortrag zu digitaler sexualisierter Gewalt“
Sexting, Deepfakes, Dickpics, Cybergrooming: Sexualisierte Gewalt findet zunehmend im digitalen Raum statt. Doch was steckt dahinter, wen betrifft es und wie können wir reagieren? Welchen Einfluss hat künstliche Intelligenz auf geschlechtsspezifische Gewalt? Einblicke in aktuelle Entwicklungen, digitale Trends, konkrete Beispiele aus den sozialen Medien und erste Handlungsmöglichkeiten.
Ein Vortrag mit Annika Bremer (Wildwasser Oldenburg e.V.) im Rahmen der Wanderausstellung „Gemeinsam starke Zeichen setzen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen“.
Donnerstag, 26. November, 19 bis 20.30 Uhr, Schlaues Haus, Schloßplatz 16
kostenfrei und ohne Anmeldung
Freitag, 27. November: Demo gegen patriarchale Gewalt
Laufdemo vom Pferdemarkt rund um die Stadt, mit gemeinsamem Ausklang mit Punsch und Musik am Heiligengeistpark.
Freitag, 27. November 2026, 17 Uhr, Pferdemarkt
Veranstalterin: Unverschämt Kollektiv
weitere Informationen auf Instagram unter @@unverschaemt_kollektiv
Samstag, 28. November: WenDo Kurs für FLINTA* ab 18 Jahre
WenDo ist ein Konzept der feministischen Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. In einem WenDo Kurs kannst du lernen, nervigen Kommentaren und Grenzverletzungen etwas entgegenzusetzen. Gemeinsam üben wir Stimme und Körpersprache deutlich einzusetzen und leichte Techniken der mentalen und körperlichen Gegenwehr. Du kannst deine Kraft spüren und ausprobieren, wie du dich mal laut, mal leise verteidigen kannst! Der Kurs bietet Raum für Selbsterfahrung und lädt dazu ein, die eigenen Bedürfnisse wahr und ernst zu nehmen. Deswegen versorge dich mit allem, was dir an diesem Tag guttut. Wir machen gemeinsame Pausen. Die Kursleitung ist ausgebildete WenDo Trainerin.
Der Durchführungsort ist barrierefrei. Der Kurs ist für Frauen, inter, nicht-binäre und trans Personen mit und ohne Behinderungen geöffnet. Durch finanzielle Unterstützung des Paritätischen Niedersachsen können wir einen stark reduzierten Teilnahmebeitrag möglich machen.
Samstag, 27. November 2026, 10 bis 15 Uhr, Turnhalle des Alten Gymnasiums, Theaterwall 11
Anmeldung per E-Mail an info[at]wildwasser-oldenburg.de oder telefonisch unter 0441 16656
Kosten: 20 Euro
Veranstalterin: Wildwasser Oldenburg, Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt
Samstag, 28. November: Film „Grüne Tomaten“
Grüne Tomaten: „Ein Film über Freundschaft, Mut und die Kraft, das Leben zu verändern“. Die Veranstaltung startet mit einem kleinen Prosecco-Empfang. Anschließend wird der Film gezeigt. Karten gibt es für 20 Euro über den Förderverein des Soroptimisten Clubs. Der gesamte Erlös der Veranstaltung wird für Projekte gegen Gewalt an Frauen verwendet.
Samstag, 28. November 2026, 11 Uhr, Casablanca Oldenburg, Johannisstraße 17
Kosten: 20 Euro
Anmeldung durch Überweisung des Ticketpreises an IBAN DE26 2805 0100 0095 4310 94. Bitte im Verwendungszweck alle Namen anführen, sofern mehrere Tickets gekauft werden.
Veranstalterin: Soroptimist International Club Oldenburg
Donnerstag, 10. November: Vorstellung der Wanderausstellung „Gemeinsam starke Zeichen setzen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen“
Donnerstag, 10. Dezember 2026, 19 bis 20.30 Uhr, Schlaues Haus, Schloßplatz 16
kostenfrei und ohne Anmeldung
Mit Jutta Göner, Leiterin des Fachbereichs Kunst, IGS Wilhelmshaven sowie engagierten Schülerinnen.
Weitere Informationen zur Ausstellung und dem Rahmenprogramm.
Entstehung des Aktionstags
Am 25. November 1960 wurden die drei Schwestern Patria, Minerva und María Teresa Mirabal vom militärischen Geheimdienst der Dominikanischen Republik nach monatelanger Folter ermordet. Ihre Untergrundaktivitäten gegen die Trujill-Diktatur, unter der die Bevölkerung über 30 Jahre zu leiden hatte, waren ihnen zum Verhängnis geworden.
Der Mut der Mirabal-Schwestern bei ihrem Kampf gegen den Tyrannen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln. Rund 20 Jahre später wird der 25. November ein internationaler Gedenktag: 1981, auf einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen in Bogotá, Kolumbien, würdigten die Teilnehmerinnen diese Frauen und riefen das Todesdatum der drei Schwestern zum Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen aus.
Kontakt
Bianca Herzog
Telefon: 0441 235-3454
E-Mail: Bianca.Herzog[at]stadt-oldenburg.de
Zuletzt geändert am 29. Oktober 2026