Kultursommer - Stadt Oldenburg
Kultursommer

Kultursommer 2017: Veranstaltungsmarathon mit 54 Veranstaltungen an zwölf Tagen

Foto: Jörg Hemmen
Blick auf den Schlossplatz während des Kultursommers. Foto: Jörg Hemmen

Das Programm steht, die Bühne ist bestellt, die Künstler sind gebucht – der Kultursommer kann kommen! Die kulturell hochwertige Oldenburger Art, die Sommerferien auch daheim äußerst unterhaltsam zu gestalten, findet in diesem Jahr vom 28. Juni bis zum 9. Juli statt. Die 39. Auflage des Festivals sorgt an zwölf Tagen mit 54 Veranstaltungen und 80 Vorführungen für verdichtete Qualität.  „Kultur hat Konjunktur“, sagt Bernt Wach, Geschäftsführer der Kulturetage, die den Reigen aus Musik, Kunst und Literatur, Tanz, Theater und Kino seit 19 Jahren verantwortlich betreut. Trotz steigender Kosten habe man beim Niveau keine Abstriche gemacht, betont Wach. Auftrags- und größter Geldgeber ist die Stadt. Neben den Hauptsponsoren Cewe, Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherungen und LzO finanziert sie den Festival-Etat mit einem Zuschuss in Höhe von 115.000 Euro.

Foto: kultursommer-oldenburg.de
Formation „Bixiga 70“. Foto: kultursommer-oldenburg.de

20 Schlossplatz-Konzerte mit Künstlern aus zwölf Ländern
Im Mittelpunkt stehen wie in jedem Jahr die Schlossplatz-Konzerte – diesmal sind es 20 an der Zahl. Sie vereinen 120 Musiker und Künstler aus zwölf Ländern und vier Kontinenten, die allesamt „umsonst und draußen“ auftreten werden. Das Spektrum reicht von Alternative Rock über Funk-Punk bis zu einer Techno spielenden Blaskapelle. „Sehr international, sehr abwechslungsreich“, so beschreibt Andreas Holtz, Programmchef der Kulturetage, das Programm. Die Freude darüber soll auch der Auftaktabend zum Ausdruck bringen: Die aus Sao Paulo stammende zehnköpfige Formation „Bixiga 70“ will am Mittwoch, 28. Juni, ab 19.30 Uhr ein rhythmisches und musikalisches Feuerwerk auf dem Schlossplatz entfachen. „Das wird hervorragend ankommen“, ist Holtz überzeugt. Er erwartet eine „Party vor hoffentlich 5.000 Leuten“.

Foto: Jörg Hemmen
Konzert auf dem Schlossplatz. Foto: Jörg Hemmen

Auftakt mit Luftakrobaten
Eröffnet wird der Kultursommer in luftiger Höhe: Die fünf Artisten der Berliner Gruppe „Omnivolant“ wollen am 28. Juni ab 19 Uhr mit ihrer „Gravity is a Mistake“ betitelten Show vor dem Schloss der Schwerkraft trotzen. Mit ihren waghalsigen Darbietungen am fliegenden Trapez hatten sie bereits im Vorjahr das Oldenburger Publikum in den Bann gezogen. „Die waren so gut, die mussten wir einfach wieder engagieren“, sagt Wach. Weitere Shows mit „Omnivolant“ folgen am Donnerstag, 29. Juni, und Freitag, 30. Juni, jeweils ab 18.30 Uhr.

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Tom Schilling und Band. Foto: kultursommer-oldenburg.de

Schlossplatz-Konzert mit Tom Schilling
Zu den Höhepunkten der Schlossplatz-Konzertreihe zählt der Auftritt von Tom Schilling („Oh Boy“) – allerdings nicht als Schauspieler, sondern als Sänger: Der Berliner Star präsentiert mit seiner Band, den „Jazz Kids“, am Freitag, 7. Juli, ab 20.15 Uhr sein am 21. April erschienenes Debütalbum „Vilnius“. Seine Jazz-Kids haben mit Jazz indes wenig zu tun. Nick Cave-Fan Schilling und seine Band stehen modernen Chansonniers wie Tom Liwa oder Sven Regener von Element Of Crime nahe.

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Annica Russo. Foto: kultursommer-oldenburg.de

Einziges Deutschland-Konzert von „Turin Brakes“
Star-Status schreibt Progamm-Chef Holtz auch der britischen Indie-Folk-Band „Turin Brakes“ zu, die ihr neues Album am Freitag, 30. Juni, ab 20.15 Uhr in ihrem einzigen Deutschland-Konzert exklusiv in Oldenburg vorstellen wird. Das Nordwestradio wird den Auftritt live übertragen.  Auch das Vorprogramm ist besonders: Anica Russo, laut Holtz „Oldenburgs größtes Talent“, wird ab 19 Uhr auf der Bühne stehen. Die 17-jährige Sängerin und Musikerin wird ihr erstes Album gleich bei einem Major-Label veröffentlichen.

Weitere sehenswerte Auftritte
Auch das übrige Programm kann sich sehen und hören lassen: Auftreten werden unter anderem „Girls in Airports“ (29. Juni, 20.15 Uhr, sphärische, cineastische, nostalgische Klänge aus Kopenhagen),  „Bukahara“ (1. Juli, 19.30 Uhr, lebensfroher Swing, Folk, Reggae, Jazz, Hip-Hop und Arabic-Balkan von vier Jazz-Musikern aus Berlin), „Meute“ (3. Juli, 19.30 Uhr, Techno-Marching-Band aus Hamburg), „Yalta Club“ (4. Juli, Gute-Laune-Popsongs aus Frankreich), „Sari Schorr & The Engine Room“, (5. Juli, 19.30 Uhr, stimmgewaltige Blues-Rock-Röhre aus den USA), „Helsinki-Cotonou Ensemble“ (6. Juli, 19.30 Uhr, Finnland trifft Benin, Trommel-Tradition trifft auf fetten Funk und modernen Jazz) und  „La Chiva Gantiva“ (8. Juli, 19.30 Uhr, groovig-karnevalesker Funk-Punk aus Belgien und Kolumbien). Zum Abschluss spielen „Nubiyan Twist“ (9. Juli, 19.30 Uhr, Jazz, Soul, Hip-Hop, Reggae und Dance aus England).

Oldenburgs Vielfalt bei „Global Lokal“
Oldenburgs Vielfalt zeigt am Sonntag, 2. Juli, die Veranstaltung „Global Lokal“, die von 15.30 bis 22 Uhr auf dem Schlossplatz stattfindet. Sie rückt die Menschen aus mehr als 140 Ländern, die in Oldenburg ihre Heimat gefunden haben, in den Mittelpunkt. Verschiedene Gruppen, Institutionen und Einrichtungen präsentieren sich, es  gibt kulinarische Spezialitäten und musikalische Darbietungen aus aller Welt. Ab 19.30 Uhr spielen die Oldenburger Multi-Kulti-Bands „Honolulu Sisters“ und „Global Music Player Allstars“.

DJs in der „Lamberti-Lounge“
Wer nach den Schlossplatz-Konzerten weiter Lust auf Musik und Plaudern hat, für den hat die Kulturetage zwischen 20 bis 24 Uhr ein Extra-Programm in der „Lamberti-Lounge“ vorbereitet: DJs wollen an vier Themen-Abenden am 30. Juni sowie am 1., 7. und 8. Juli für einen gelungenen Ausklang sorgen – ihre Bandbreite reicht von World Beats bis Techno, von „Nu Swing“ bis Hip-Hop.

Musik im Schlossgarten
Deutlich leiser geht es in der Rubrik „Neue Musik im Schlossgarten“ zu: Am 2. Juli widmen sich Margit Kern (Akkordeon),  Axel Porath (Viola) und Bernt Hahn (Rezitation) dem Liederzyklus „Die schöne Müllerin“ von Franz Schubert mit Texten von Wilhelm Müller. Am 9. Juli mischt Mark Lorenz Kysela Saxophonklänge und Live-Elektronik. Beginn ist jeweils um 17 Uhr.

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Spielefeuerwehr. Foto: kultursommer-oldenburg.de

Programm für Kinder
Auch in diesem Jahr liegt das Festival wieder in den Schulferien – ein tägliches Kinderprogramm (jeweils ab 15 Uhr) lässt keine Langeweile aufkommen. Neben einem Konzert mit den „Blindfischen“ und „Ratzfatz“ am Sonntag, 9. Juli (ab 15.30 Uhr), werden Auftritte des Kindertanztheaters „Dingilingi“ (vom 29. Juni bis 9. Juli), Mitmach- und Zirkusaktionen (3. bis 5. Juli), ein Piratenspielfest (6. Juli), die Kreativbaustelle „Spielefeuerwehr“ (7. Juli) und vieles mehr auf dem Schlossplatz angeboten. Am 8. Juli wird ein Flohmarkt von Kindern für Kinder veranstaltet.

Tag der Museen
Eingebunden in das Kultursommer-Programm ist ein Tag der Museen am Sonntag, 9. Juli: Von 10 bis 18 Uhr beteiligen sich daran das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte  im Schloss, im Prinzenpalais und im Augusteum, das Landesmuseum für Natur und Mensch, das Stadtmuseum, das Horst-Janssen-Museum, das Edith-Russ-Haus für Medienkunst, die Keramikausstellung im Pulverturm, das Computermuseum sowie die Galerie Staublau.

Kino unter freiem Himmel
Open-Air-Kino findet im Innenhof des Schlosses statt: Jeweils ab 22 Uhr flimmern über die Leinwand „Willkommen bei den Hartmanns“ (1. Juli), „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ (2. Juli), „Paula“ (3. Juli), „Hidden Figures“ (4. Juli), „Lommbock“ (5. Juli), „Die Schöne und das Biest“ (6. Juli), „Zum Verwechseln ähnlich“ (7. Juli) und „La La Land“ (8. Juli).

Foto: kultursommer-oldenburg.de
Odyssee. Foto: kultursommer-oldenburg.de

Theater und Lesungen
Auch Theater wird gespielt – unter freiem Himmel bei der „Odyssee – eine Reise durch das Bahnhofsviertel“ (am 1., 2., 8. und 9. Juli, jeweils ab 15 Uhr) und unter dem Dach des Gewächshauses von Blumen Cordes mit dem Spontantheater Bumerang (3. bis 6. Juli, jeweils ab 20 Uhr). Die Kulturetage zeigt ihre Eigenproduktion „Mascha Kaléko: Was man so alles überlebt…“ am 1., 2., 5. und 6. Juli jeweils ab 20 Uhr im Garten des Künstlerhauses Staublau.  Der Küchengarten im Schlossgarten ist Schauplatz der 11. Oldenburger Kriminacht: Südamerika steht am 30. Juni und 8. Juli, jeweils ab 21.30 Uhr, im Mittelpunkt der spannenden Geschichten. Gruseliges bietet, ebenfalls im Küchengarten, am 1. Juli ab 21 Uhr die „Horrornacht für Kids“ (ab 6 Jahre mit Begleitung). Aus Carolin Emckes „Gegen den Hass“ wird am 2. Juli, ab 11.15 Uhr im Café Grünstreifen gelesen, am 9. Juli steht dort „Eine Neapolitanische Saga“ auf dem Programm. „Ein großes Theaterprojekt“ hält Kulturetagen-Chef Bernt Wach noch unter Verschluss: „Wir basteln an einer Überraschung.“

Weitere Informationen

Ausführliche Informationen rund um den Kultursommer gibt es unter www.kultursommer-oldenburg.de »