Anwohnerinnen und Anwohner können zurück in ihre Wohungen

Erfolgreiche Funkturmsprengung auf dem Fliegerhorst

Es ist vollbracht: Das Technische Hilfswerk (THW) hat am Samstag, 22. September 2018, erfolgreich auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorstes einen Funkturm sowie ein nebenstehendes Gebäude gesprengt. Die Sprengungen hatten Teilnehmer eines Lehrgangs der THW-Bundesschule Neuhausen unter Aufsicht von Experten vorgenommen. Den 43 Meter hohen Funkturm, der zuletzt als Antennenträger für die Telekommunikation gedient hatte und nun der anstehenden Bebauung weichen musste, stürzte – gelenkt durch Spannelemente – planmäßig in die vorgegebene Richtung in so genannte Falldünen. Das Bauwerk war „mechanisch“ vorgeschwächt worden, so dass „nur“ noch zwei Kilogramm Sprengstoff für die eigentliche Sprengung notwendig waren. Deutlich mehr explosives Material war notwendig, um das benachbarte Gebäude zum Einsturz zu bringen: Rund 42 Kilogramm verstauten die THW-Fachleute dafür in etwas mehr als 400 Bohrlöchern

Gefahrenbereich und Kleiner Bürgerbusch wurden evakuiert

Insgesamt war das THW mit rund 40 Kräften im Einsatz. Die Helfer hatten den Gefahrenbereich und den Kleinen Bürgerbusch abgesperrt und dafür Sorge getragen, dass das angrenzende Wohngebiet rechtzeitig und vollständig evakuiert wurde. Im Bürgerbusch waren zudem zwei Diensthundeführer der Polizei unterwegs, um sicherzugehen, dass sich dort niemand mehr aufhält. Darüber hinaus ließ die Polizei das Sperrgebiet vor der Sprengung noch einmal von einem Hubschrauber überfliegen. Vor Ort waren zwölf Beamte eingesetzt.

Die Feuerwehr sorgte mit einem Sprühnebel dafür, dass sich nach den Sprengungen die Staubentwicklung in Grenzen hielt. Zudem wurde ein Shuttle-Service zur Verfügung gestellt, um nicht transportfähige Menschen aus dem Wohngebiet zur Grundschule Dietrichsfeld, die als Ausweichquartier zur Verfügung stand, zu bringen. Das DRK sorgte für die Verpflegung mit Getränken. Das Service Center der Stadt hatte für Fragen ein Bürgertelefon geschaltet.