Oldenburg. Das inForum, die Kultur- und Bildungseinrichtung für Best Ager, lädt am Donnerstag, 7. Mai, um 17 Uhr zu einem kostenlosen Vortrag ein. Thema ist das Leben von Ella Türk, vorgestellt von Herbert Allerheiligen im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3. Die Frau in dunkler Zeit, Ella Türk, war Bürgerin einer Gemeinde mit jüdischen Familien aus der Umgebung Oldenburgs. Sie wurde durch mehrfache Eingaben eines arischen Bürgers an die Gestapo so drangsaliert, dass sie 1945 in die „vom Führer geschenkte Stadt Theresienstadt“ deportiert wurde, von wo sie glücklicherweise nach einer längeren Odyssee in ihre Heimat zurückkehren konnte. Im selben Lager befand sich auch die kürzlich verstorbene Margot Friedländer, die sagte: „Nein, ich kenne keine Bitterkeit. Ich habe Verständnis für alles. Ihr habt die Wahl, menschlich zu sein! Seid Euch dessen bewusst! Seid Menschen!“ Mit diesen Gedanken traf sie genau das, was Ella Türk nach der Befreiung lebte. Sie hatte Verständnis für ihre Mitmenschen und kannte keinen Groll. Herbert Allerheiligen befasst sich, ohne Historiker zu sein, seit vielen Jahren mit dem Schicksal jüdischer Familien.
Weitere Informationen zum Vortrag „V2 // Den Holocaust überlebt – aus dem Leben einer Frau in dunkler Zeit“ sowie zum Programm des inForums gibt es im Internet unter www.oldenburg.de/inforum » oder telefonisch unter 0441 235-2781. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.