Oldenburg. Die Sanierungsmaßnahmen im Sartoriusgang sind abgeschlossen – und damit lädt die Verbindung zwischen Herbartgang und Wallstraße wieder zum Verweilen ein. Stadtbaurätin Christine-Petra Schacht machte sich mit weiteren Mitgliedern der Verwaltung am Donnerstag, 9. April, ein Bild der erfolgreichen Umgestaltung. Diese kann sich sehen lassen: Ein zentral angelegtes, geschwungenes Pflanzbeet bildet mit einer erhöhten Einfassung aus hellem Beton eine einladende Ruhezone. Anfang des Jahres wurde eine Kupfer-Felsenbirne als Blickfang und Schattenspender gepflanzt. Nebenan sprudeln die frisch sanierten Brunnenskulpturen.
Sartoriusgang als gemeinsames Ensemble mit dem Herbartgang
Die Sanierungsmaßnahme begann im Sommer 2025 und umfasste Kanalbauarbeiten, die Erneuerung der Beleuchtung und die Instandsetzung des Pflasterbelags. Nachdem der unter Denkmalschutz stehende Herbartgang – der sich in Privatbesitz befindet – umgestaltet wurde, hat sich die Stadt an den benachbarten Maßnahmen orientiert, sodass sich Herbartgang und Sartoriusgang nun als gemeinsames Ensemble präsentieren. Dabei wurde zudem das historische Mosaikpflaster des Herbartgangs in Teilbereichen des Sartoriusgangs um die Reliefwand von Künstler Georg Schmidt wiederverwendet.
„Sartoriusgang und Herbartgang bilden nach der Umgestaltung eine einladende Oase aus einem Guss für die Innenstadt. Die neue Bepflanzung als kleiner Pocket-Park ist ein weiterer Mosaikstein zur Umsetzung des Masterplans Stadtgrün und zeigt, welche positiven Veränderungen auch auf kleinem Raum möglich sind. Zusammen mit den restaurierten Brunnen ist hier ein besonderer Platz für die Oldenburgerinnen und Oldenburger und alle Gäste der Stadt entstanden“, erklärt Stadtbaurätin Christine-Petra Schacht.
Biodiversitätsfördernde Fläche um eine neue Kupfer-Felsenbirne
Die Kupfer-Felsenbirne ist eine gut an innerstädtische Klimaverhältnisse angepasste Baumart und präsentiert eine weiße Blütenfülle im Frühjahr sowie leuchtende Herbstfarben in Gelb, Orange und Rot. Der mehrstämmige Solitärbaum hat aktuell bereits eine Höhe von circa sechs Metern und eine Breite von ungefähr fünf Metern, sodass schon jetzt ein attraktives Gesamtbild entsteht.
Stauden in Blau-, Weiß- und Rosé-Tönen ergänzen die biodiversitätsfördernde Pflanzfläche und sorgen gemeinsam mit der Kupfer-Felsenbirne für Lebensraum und Nahrung von Insekten sowie Vögeln. Ein spezielles Pflanzsubstrat bietet optimale Wachstumsbedingungen. Mit der Auswahl der naturnahen Pflanzen berücksichtigt die Stadtverwaltung die Deklaration „Biologische Vielfalt in Kommunen“, die sie im August 2023 unterzeichnete, sowie Vorgaben aus dem „Masterplan Stadtgrün“ von 2022. Dieser verfolgt das Ziel, städtisches Grün zu erhalten, zu entwickeln und auszubauen sowie das Grünvolumen zu erhöhen. Weitere Informationen sind online unter www.oldenburg.de/masterplan-stadtgruen » zu finden.
Um zu gewährleisten, dass die Pflanzen dauerhaft gedeihen, hat der Fachdienst Stadtgrün – Planung und Neubau die Fachfirma nicht nur mit der Pflanzung, sondern auch mit einer dreijährigen Entwicklungspflege beauftragt. Die Kosten belaufen sich für die Stadt Oldenburg auf rund 23.000 Euro. Insgesamt wurden für die Sanierungsmaßnahmen im Sartoriusgang rund 395.000 Euro investiert.
Brunnenskulpturen sprudeln wieder
Im Zuge der Tiefbauarbeiten wurden außerdem zwei Brunnen-Kunstwerke in Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro restauriert: Anna Maria Strackerjan schuf die Werke 1966 für den Oldenburger Herbartgang, den sie seither künstlerisch bereicherten. Der „Brunnen mit Pilzen“ sowie sein Pendant, der „Brunnen mit Korallen“, bestehen aus je einem runden, steinernen Wasserbecken und Bronzeplastiken, die Formen aus dem wassernahen Pflanzenbereich nachempfunden sind. Nachdem die Wassertechnik komplett erneuert, das Brunnenbecken und die Bronzeplastiken restauriert wurden, komplettieren die beiden Skulpturen nun den Sartoriusgang. Weitere Informationen zu den Objekten der Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Oldenburg gibt es im Internet unter www.oldenburg.de/stadtkunst ».


