Stadt Oldenburg zieht positives Fazit der Kultur- und Informationsreihe

Nach 115 Veranstaltungstagen endeten am 2. Dezember die „Polen Begegnungen 2017“. 5.500 Menschen, so viele Besucherinnen und Besucher zählten die Stadt Oldenburg und ihre Projektpartner bei den insgesamt 50 Einzelprojekten. Zudem haben Aktionen im öffentlichen Raum – unter anderem die Ausstellung »  „Our world is beautiful – polnische Impressionen“ vor dem Oldenburger Hauptbahnhof – unzählige Personen begeistert. Bei den digitalen Angeboten im Netz  hat das federführende Kulturbüro der Stadt Oldenburg mehr als 10.000 Klicks verzeichnet. Besonders beliebt war der Video-Blog » „Vlog der polnischen Versager“, in dem Oldenburger Eigenarten aufs Korn genommen wurden.  

„Wir haben im Vorfeld festgestellt, dass es einen großen Nachholbedarf an Wissen über unseren östlichen Nachbarn gab. Den ,Polen Begegnungen‘ ist es gelungen, diese Kenntnisse über Polen bei den Bürgerinnen und Bürgern signifikant zu vertiefen und ein sehr differenziertes, modernes Bild des Landes zu zeichnen“, bilanziert Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Mein großer Dank gilt allen beteiligten Partnern, Sponsoren und Unterstützern », ohne die die Polen-Begegnungen weder in der erlebten Qualität noch in diesem Umfang möglich gewesen wären.“

Ein Höhepunkt des Veranstaltungsprogramms war der Wirtschaftstag » Oldenburg-Polen, der ebenfalls auf sehr großes Interesse gestoßen ist und zu einer Verbesserung der wirtschaftlichen Kontakte zwischen Oldenburg und Polen sowie zu konkreten neuen Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen geführt hat.

Vor dem Hintergrund, dass die „Polen Begegnungen“ in Zeiten eingebettet waren, in denen das Land insbesondere durch das Erstarken nationalistischer Tendenzen, den Abbau von Gewaltenteilung und demokratischen Bürgerrechten sowie durch ein sehr angespanntes Verhältnis zu den EU-Institutionen Schlagzeilen machte, bot die Veranstaltungsreihe auch eine Plattform für den Austausch über die Zukunft des Kontinents und über gemeinsame europäische Werte. „Die zum Teil sehr lebhaft und auch kontrovers geführten Gesprächsformate der ,Polen Begegnungen‘ riefen bei den Diskussionsteilnehmern nicht zwingend Einigkeit hervor, aber sie schufen mitunter ein Verständnis für die jeweilige andere Sichtweise“, so Bernd Hubl, Projektleiter der „Polen Begegnungen“. Hierbei sei auch deutlich geworden, dass die Trennlinie zwischen unterschiedlichen Positionen nicht zwingend zwischen Deutschen und Polen verlief, sondern unabhängig von Nationalität beziehungsweise Migrationshintergrund erkennbar war.