Ein Zug für Oldenburg: ICE II Oldenburg

Im Rahmen eines Fahrplanwechsels am 15. Dezember 2002 wurde begonnen, erstmals 55 Züge der ICE-Flotte auf Städtenamen zu taufen und mit dem entsprechenden Schriftzug sowie dem Stadtwappen zu versehen. Die bisherige Benennung nach Persönlichkeiten der Zeitgeschichte sowie Landschaften und Sehenswürdigkeiten wurde damit eingestellt. Im Jahr 2003 machte die Bahn der Stadt Oldenburg das Angebot, einen ICE auf den Namen „Oldenburg“ zu taufen.

Am 5. August 2003 tauften Oberbürgermeister Dietmar Schütz und Hans-Jürgen Meyer, Konzernbevollmächtigter der Bahn für Niedersachsen und Bremen, einen InterCityExpress auf den Namen „Oldenburg“. Der ICE „Oldenburg“ gehört der 2. ICE-Generation an und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 250 km/h. Zu der Taufe, die im Oldenburger Hauptbahnhof vollzogen wurde, erhielt der Oberbürgermeister eine Miniaturausgabe des Zuges.

Auf den Zügen ist an beiden Seiten der Triebwagen der Schriftzug der Stadt in grauer Schrift zu lesen, daneben das Stadtwappen. Der „Oldenburger“ ICE ist nicht nur in der Region, sondern im gesamten Bundesgebiet und im europäischen Ausland unterwegs.

Die Geschichte der Eisenbahn Oldenburgs geht bis in das Jahr 1864 zurück. Damals kam ein Vertrag zwischen Preußen und Oldenburg über den Bau einer Bahnlinie von Bremen nach Oldenburg zustande. Die 1884 eingesetzte Großherzogliche Eisenbahnkommission ging am 1. April 1867 in die Großherzogliche Eisenbahn-Direktion Oldenburg über. Diese unternahm ihre Jungfernfahrt 14. Juli 1867 von Bremen über Oldenburg nach Wilhelmshaven, damals noch Heppens genannt. Wenige Jahre später betrieb sie bereits über 331 km Haupt- und über 218 km Nebenbahngleise.