Stadt sichert Verbleib von MEYBAU

Fläche im Gewerbegebiet Osthafen wird neuer Standort

Stadt sichert den Verbleib des Unternehmens MEYBAU in Oldenburg

Die MEYBAU GmbH & Co. KG hat für die Errichtung eines neuen Unternehmensstandortes ein städtisches Grundstück zur Größe von knapp 3,6 Hektar im Gewerbegebiet Osthafen erworben. Zielsetzung ist es, das Vorhaben bis 2025 bezugsfertig herzustellen und anschließend die Betriebsverlagerung umzusetzen.

„Mit dem Flächenverkauf und der Fertigstellung der neuen Betriebsstätte unterstützen wir die Expansion des Unternehmens. Gleichzeitig wird eine nachhaltige ökonomische Entwicklung mit zusätzlichen Arbeitsplätzen ermöglicht“, freut sich Oberbürgermeister Krogmann über die langfristige Sicherung am Wirtschaftsstandort Oldenburg.

Aktuell beschäftigt die MEYBAU GmbH & Co. KG rund 120 Mitarbeitende und realisiert in den Bereichen Straßen- und Tiefbau sowie Rohrleitungs- und Hochbau unterschiedlichste Projekte im gesamten Nordwesten. Am angemieteten Firmensitz an der Schützenhofstraße sind die vorhandenen Kapazitäten vollständig ausgelastet, zusätzlich werden weitere dezentrale Standorte unterhalten. Um die Betriebsabläufe sinnvoll und zukunftsgerecht zu organisieren, wird der neue Unternehmensstandort an der Werrastraße entstehen.

Millioneninvestition

Neben einem zweigeschossigen Bürogebäude werden Hallenkapazitäten von rund 4.000 Quadratmeter für Maschinen und Werkstätten erforderlich. Darüber hinaus sind auf den weiteren Flächen Außenläger, Stellplätze für Mitarbeitende und den großen betriebseigenen Fuhrpark sowie ein Waschplatz und eine Tankstelle vorgesehen. Die Entwurfsplanung berücksichtigt auch die Installation von Photovoltaikanlagen auf den Dachflächen sowie Gründächer und Fassadenbegrünungen.

„Die angefragte und für die Unternehmensentwicklung notwendige Grundstücksgröße stellte vor dem Hintergrund der Flächenknappheit im Stadtgebiet eine besondere Herausforderung dar. Mit dem als Industriegebiet ausgewiesenen Standort, der in Anbetracht der nördlich angrenzenden Hunte und der Nähe zur Autobahn mit seiner besonderen Lagegunst überzeugt, konnte ein geeignetes Grundstück angeboten werden“, zieht Kersten Mittwollen, Fachdienstleiter Unternehmensservice, zufrieden Bilanz. Nachdem auch der Rat der Stadt Oldenburg dem Flächenverkauf zugestimmt hatte, wurden die vertrauensvollen und zielgerichteten Verhandlungen im Dezember 2021 mit der Beurkundung des Kaufvertrages zum Abschluss gebracht.

Zur Vorbereitung des Bauantrages wird das Vorhaben derzeit abschließend konkretisiert, voraussichtlich wird ein hoher einstelliger Millionenbetrag investiert.

Zur Unternehmensgeschichte

Das Unternehmen MEYBAU geht zurück auf das im Jahr 1959 gegründete Baugeschäft Johann Schröder und kann damit auf eine mehr als 60-jährige Tradition aufbauen. In 2016 übernahm Stefan Meyer, der im Jahr 2000 bei der Firmengruppe Schröder und Sohn begann, die Geschäftsführung und die mehrheitlichen Gesellschafteranteile.

Geschäftsführer Stefan Meyer zeigt sich zufrieden: „Nach der vollständigen Geschäftsübernahme in 2020 und der damit verbundenen Umfirmierung, steht mit dem Kauf des Grundstückes und dem zukünftigen Firmenareal im Osthafen ein ganz besonderer Meilenstein bevor.“

Flächenbilanz in 2021

Für die Erweiterung, Umsiedlung sowie Neuansiedlung von Handwerksbetrieben und Dienstleistungsunternehmen wurden im Jahr 2021 insgesamt zehn Gewerbegrundstücke verkauft. Abgesehen vom Erwerb durch die Firma MEYBAU, dem mit Abstand größten Flächenverkauf des Jahres 2021, liegt die Grundstücksgröße für die jeweiligen Vorhaben zwischen 1.000 und 3.000 Quadratmeter. In Summe beträgt die Verkaufsfläche insgesamt rund fünf Hektar. Der Leiter der Wirtschaftsförderung, Ralph Wilken, erklärt: „Insbesondere in den Gewerbegebieten Patentbusch und Tweelbäke, in denen nur noch vereinzelt städtische Gewerbeflächen verfügbar sind, werden die Investitionsvorhaben verschiedener Unternehmen die Quartiersentwicklung weiter stärken und für zusätzliche Beschäftigung in Oldenburg sorgen. Bis zur Fertigstellung der Objekte und auch darüber hinaus unterstützen wir die Firmen weiterhin tatkräftig.“