Oldenburg. Den Innenstadtring Oldenburgs mit seinen Gebäuden, Plätzen, Straßen und Sehenswürdigkeiten erfühlen – das ermöglicht das Tastmodell, das am Schlosswall 3, auf dem Platz neben dem Pulverturm, Blinden und Sehbehinderten die Gelegenheit bietet, ihre Stadt haptisch zu begreifen. Anfang der Woche wurde der 135 mal 160 Zentimeter große Bronzeguss von Lothar Rieke von einem Oldenburger Steinmetzbetrieb gereinigt. Die Kosten belaufen sich auf rund 500 Euro.
Scherben aus Tastmodell entfernt
Verunreinigungen beeinträchtigen die Funktion des Werkes – diese entstehen beispielsweise auf natürliche Weise durch Vogelkot. Jedoch gab es zuweilen Spuren, die im städtischen Behindertenbeirat sowie an den zuständigen Stellen der Stadtverwaltung für Kopfschütteln sorgten: „Kleine Steinchen, Kaugummi, Fetzen von Papiertaschentüchern, sogar Scherben haben wir schon darin gefunden“, sagt Paula von Sydow, Leiterin des Kulturbüros, und zählt damit einige der mutwilligen Verschmutzungen auf. Sie hofft, dass Passantinnen und Passanten die Stadtverwaltung dabei unterstützen, das Tastmodell in seinem aktuellen Zustand zu bewahren – indem sie darauf achten, dass Andere es nicht vorsätzlich verunreinigen.
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Weitere Informationen über die Kunst im öffentlichen Raum der Stadt finden Interessierte online unter www.oldenburg.de/stadtkunst ». Auskünfte erteilt Tanja Niebisch per E-Mail unter kulturbuero[at]stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter 0441 235-2409.

