Ausstellung im PFL zur DDR
Teil der Veranstaltungsreihe „Jüdisches Leben in der DDR“ der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg und des Kulturbüros
Deutsche Erinnerungskultur und jüdisches Leben in der DDR
Von Dienstag, 26. Mai, bis Montag, 22. Juni, 2026 beherbergt das Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, die Ausstellung „Aufarbeitung. Die DDR in der Erinnerungskultur“ der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Sie umfasst 20 Tafeln und erzählt vom Umgang mit der Geschichte der SED-Diktatur und der staatlichen Teilung seit dem Ende der DDR. Die Ausstellung ist im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Jüdisches Leben in der DDR – zwischen Sehnsucht und Enttäuschung“ montags bis samstags zwischen 9 und 19 Uhr im Obergeschoss des rechten Gebäudeflügels zu sehen.
Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur wurde 1998 vom Deutschen Bundestag gegründet. Sie fördert und initiiert bundesweit Projekte, Veranstaltungen und Publikationen, die sich mit der kommunistischen Diktatur in der DDR sowie der deutschen und europäischen Teilung auseinandersetzen. Die gezeigte Ausstellung steht seit 2023 für die Kultur- und Bildungsarbeit im In- und Ausland zur Verfügung.
Die DDR in der Erinnerungskultur
Über die Verortung der DDR in der Geschichte von Demokratie und Diktatur in Deutschland wird nach wie vor gestritten. Die Aufarbeitung der SED-Diktatur ist bis heute nicht abgeschlossen. In den ersten Jahren nach der Wiedervereinigung war die Vergangenheit der deutschen Teilung allgegenwärtig. Bis dahin streng geheime Archive wurden herangezogen, um erlittenes Leid zu dokumentieren, Schuld oder Unschuld zu beweisen, die eigene Politik zu legitimieren oder den politischen Gegner zu diskreditieren. Erst langsam entwickelt sich ein Bewusstsein dafür, dass die vergangene Zeit der Zweistaatlichkeit die gemeinsame Geschichte aller in Deutschland lebenden Menschen ist.
Veranstaltungsreihe zu jüdischem Leben in der DDR
Die Ausstellung wird in Oldenburg im Rahmen einer Veranstaltungsreihe der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg und des städtischen Kulturbüros gezeigt. Unter dem Titel „Jüdisches Leben in der DDR – zwischen Sehnsucht und Enttäuschung“ ermöglichen die Veranstaltenden mit Veranstaltungen verschiedener Formate wie Vorträgen, Diskussionen, Lesungen, Konzerten, Filmen und Workshops eine vertiefte Betrachtung des jüdischen Lebens in der DDR.
Ergänzungstafeln zu jüdischem Leben füllen Leerstellen in der Ausstellung
Jüdisches Leben in der DDR wurde ursprünglich nicht in der Ausstellung „Die DDR in der Erinnerungskultur“ thematisiert. Daher haben die Projektverantwortlichen der Veranstaltungsreihe sich mit vier Fragen an nicht-jüdische Bürgerinnen und Bürger der ehemaligen DDR gewandt. Ihre Antworten zur Wahrnehmung von jüdischem Leben in der DDR werden erstmals in die Ausstellung integriert und diese damit um sieben Ergänzungstafeln erweitert.
Zuletzt geändert am 19. Mai 2026
