Schulplatzvergabe
Oberbürgermeister Krogmann kritisiert geplante Zuweisung von Schülerinnen und Schülern aus dem Ammerland an Oldenburger Gymnasien
Stadt Oldenburg fordert Eingreifen des Landes bei Schulplatzvergabe
Die Stadt Oldenburg hat sich mit einem dringenden Appell Anfang Juni 2026 an die Niedersächsische Kultusministerin gewandt. Hintergrund ist das laufende Aufnahmeverfahren an den weiterführenden Schulen. So droht eine Zuweisung von Schülerinnen und Schülern aus dem Landkreis Ammerland an Oldenburger Gymnasien, obwohl die dortigen Kapazitäten bereits ausgeschöpft sind. Die Stadt sieht die Ursache der aktuellen Situation in einer unzureichenden Bereitstellung gymnasialer Schulplätze im Landkreis Ammerland. Gleichzeitig werde von Oldenburg erwartet, zusätzliche Schülerinnen und Schüler aufzunehmen, obwohl die räumlichen Möglichkeiten an den Gymnasien bereits heute vollständig ausgelastet seien.
Oberbürgermeister Jürgen Krogmann fordert deshalb ein kurzfristiges Eingreifen der Landesregierung: „Es kann nicht sein, dass die Stadt Oldenburg kurzfristig die Folgen struktureller Versäumnisse anderer Schulträger auffangen soll. Unsere Gymnasien arbeiten bereits an ihrer Kapazitätsgrenze. Wer zusätzliche Schülerinnen und Schüler zuweisen will, muss auch die notwendigen Schulplätze schaffen.“
Stadt kann keine zusätzlichen Klassen einrichten
Die Stadt macht deutlich, dass sie keine zusätzlichen Klassen für auswärtige Schülerinnen und Schüler einrichten kann. Zudem sei kritisch zu prüfen, ob die bestehende Verteilung der Schulträgerschaft und die daraus resultierende Schulplatzsituation mit dem Ziel eines regional ausgewogenen Bildungsangebots vereinbar sind. Besonders kritisch bewertet die Stadt die Rolle des Regionalen Landesamtes für Schule und Bildung. Statt die zuständigen Schulträger zur Erfüllung ihrer Aufgaben anzuhalten, konzentriere sich die Behörde nach Wahrnehmung der Stadt vor allem auf eine Lösung zulasten Oldenburgs. „Wir erwarten, dass das Land die Verantwortung dort einfordert, wo sie rechtlich und organisatorisch liegt. Es darf keine Präzedenzfälle geben, die dauerhaft zu Lasten der Schülerinnen und Schüler sowie der Schulen in Oldenburg gehen“, so Krogmann weiter.
Die Stadt Oldenburg hat die Ministerin aufgefordert, kurzfristig tätig zu werden und eine Lösung herbeizuführen, bevor durch mögliche Zuweisungsentscheidungen Fakten geschaffen werden, die später nur schwer korrigiert werden können.
Zuletzt geändert am 3. Juni 2026
