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Zukunftskongress Staat & Verwaltung in Berlin
Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Erste Stadträtin Dr. Julia Figura diskutierten Zukunftsfragen moderner Verwaltung
Stadt Oldenburg beim Zukunftskongress am 9. Juni
Er gilt als eine der wichtigsten Plattformen für den Austausch über die Zukunft von Staat, Verwaltung und öffentlicher Daseinsvorsorge in Deutschland: der Zukunftskongress. Auch die Stadt Oldenburg beteiligte sich am 9. Juni 2026 aktiv an der Veranstaltung in Berlin. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Erste Stadträtin Dr. Julia Figura brachten ihre kommunale Perspektive in zwei hochkarätig besetzten Podiumsdiskussionen mit Vertreterinnen und Vertretern von Bund, Ländern und Kommunen ein. Zu den Rednern zählten unter anderem der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung, Philipp Amthor, sowie Bundesminister a. D. Peter Altmaier.
Moderne Verwaltung muss dort kommunizieren, wo Menschen erreichbar sind
Oberbürgermeister Jürgen Krogmann diskutierte zum Thema „Fluch und Segen der neuen Medien für die Verwaltung“. Dabei geht es unter anderem um den professionellen Umgang öffentlicher Institutionen mit sozialen Medien, Fragen der Nachvollziehbarkeit digitaler Kommunikation, die Rolle der Aktenführung sowie die Bedeutung neuer Kommunikationsformen für Information, Beteiligung und Vertrauen in staatliches Handeln.
„Die Frage ist längst nicht mehr, ob Verwaltung auf Social Media stattfindet, sondern wie professionell, verständlich und strategisch sie dort kommuniziert“, so Krogmann. Kommunen seien verpflichtet, die Menschen im Rahmen ihres öffentlichen Informationsauftrags zu erreichen. „Social Media ist für Verwaltungen kein Marketinginstrument, sondern ein Ort, an dem Bürgerinnen und Bürger tatsächlich erreicht werden.“
Für den Oldenburger Oberbürgermeister ist eine aktive Präsenz auf digitalen Plattformen ein zentraler Bestandteil moderner Verwaltungsarbeit. „Das ist kein Risiko, das Verwaltung vermeiden sollte, sondern ein Werkzeug, das sie beherrschen muss. Wer öffentliche Kommunikation anderen überlässt, verliert Vertrauen, Reichweite und Deutungshoheit.“
Zugleich unterstrich Krogmann die Bedeutung einer verständlichen Kommunikation: „Wir unterhalten nicht, um zu unterhalten – wir unterhalten, um zu informieren. Informationen erreichen Menschen heute nur dann, wenn sie verständlich, emotional und niedrigschwellig vermittelt werden.“ Eine sichtbare und dialogfähige Verwaltung stärke letztlich das Vertrauen in demokratische Institutionen.
Finanzielle Spielräume klug nutzen
Erste Stadträtin und Kämmerin Dr. Julia Figura beteiligte sich an der Diskussion „Zwischen Finanzdruck und Zukunftsaufgaben: Wie der Staat mit weniger Geld mehr Wirkung erzielt“. Im Mittelpunkt standen hier die finanziellen Herausforderungen von Bund, Ländern und Kommunen sowie die Frage, wie staatliche Handlungsfähigkeit auch unter schwierigen Rahmenbedingungen gesichert werden kann.
„Angesichts sinkender Einnahmen und steigender Ausgaben müssen wir staatliche Aufgaben stärker priorisieren und den Fokus auf die tatsächliche Wirkung unseres Handelns legen“, erklärte Figura. Digitalisierung könne dabei unterstützen, sei aber kein Allheilmittel. Ebenso wichtig seien klare Zuständigkeiten, effiziente Prozesse sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen den Kommunen.
Kommunale Perspektiven in bundesweite Debatten einbringen
Mit ihrer Teilnahme am Zukunftskongress brachten Krogmann und Figura die Erfahrungen einer wachsenden Großstadt in die bundesweite Debatte über die Zukunft von Staat und Verwaltung ein. Die Stadt Oldenburg setzt dabei auf eine moderne, digitale und bürgernahe Verwaltung sowie auf eine nachhaltige und verantwortungsvolle Finanzpolitik.
Oberbürgermeister Jürgen Krogmann betonte die Bedeutung leistungsfähiger Kommunen für das Vertrauen in den Staat: „Demokratie entscheidet sich nicht allein in Parlamenten, sondern ganz wesentlich im Alltag der Menschen. Dort erleben Bürgerinnen und Bürger jeden Tag, ob Verwaltung verlässlich, verständlich und handlungsfähig ist. Wenn es uns gelingt, Verwaltung modern, transparent und nahbar zu gestalten, stärken wir zugleich das Vertrauen in unsere demokratischen Institutionen.“
Zuletzt geändert am 11. Juni 2026
