Ökologische NABU-Station im Umwelthaus Oldenburg

Neuer Sitz der Ökologischen NABU-Station für die Städte Oldenburg und Delmenhorst sowie die Landkreise Ammerland und Oldenburg

Mitten im Herzen der Stadt Oldenburg ist die Ökologische NABU-Station Oldenburger Land (ÖNSOL) in neue Räume eingezogen. Im Januar 2026 hat das Team seine Arbeit im Umwelthaus im Kulturzentrum PFL an der Peterstraße aufgenommen. Damit erhält die Naturschutzarbeit der Region einen festen Ankerpunkt in zentraler Lage. Für Oberbürgermeister Jürgen Krogmann ein richtiger Schritt: „Das NABU-Team trägt dazu bei, unsere Aktivitäten im Rahmen der Natura 2000-Schutzgebiete und Naturschutzgebiete zu erfüllen. Erfreulicherweise können die engagierten Mitarbeitenden nun an einem zentralen Ort im Herzen unserer Stadt agieren. Dass wir nun die Expertise vor Ort direkt im Umwelthaus sitzen haben, ist somit ein großer Gewinn für die gemeinsame, vertrauensvolle und nun noch engere Zusammenarbeit."

Die Stadt Oldenburg liegt im Zentrum des Betreuungsgebiets der Ökologischen Station, das sich über die Landkreise Oldenburg und Ammerland sowie die Städte Oldenburg und Delmenhorst erstreckt. Die ÖNSOL beobachtet dort ausgewählte Arten und Lebensräume, plant Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen und beauftragt Fachfirmen mit deren Umsetzung. In enger Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort trägt die Station dazu bei, die biologische Vielfalt in der Region zu erhalten und zu fördern.

Weitere Stimmen zum Einzug im Umwelthaus

Nicole Feige, Co-Leiterin der ÖNSOL, bedankt sich bei der Stadt: „Wir freuen uns sehr, dass die Stadt Oldenburg uns die Möglichkeit gegeben hat, zu günstigen Konditionen im Umwelthaus die Basis der Ökologischen NABU-Station aufzubauen.“ Bisher arbeitete das dreiköpfige Team meist aus dem Homeoffice – wenn es nicht gerade im Gelände unterwegs war oder an Kooperationstreffen teilnahm.

Gisela Wicke, stellvertretende Vorsitzende des NABU Niedersachsen, erklärt: „Die Ökologischen Stationen in Niedersachsen sind aus dem Niedersächsischen Weg hervorgegangen, einem Meilenstein für den Naturschutz im Land. Dass die ÖNSOL nun einen festen Sitz im Umwelthaus in Oldenburg gefunden hat, ist eine erfreuliche Etappe auf dem weiteren Weg, den Naturschutz in der Region strukturell zu stärken und langfristig zu verankern.“

Thomas Günther, Vorstand vom Umwelthaus Oldenburg e. V., ergänzt: „Der neue Standort der ÖNSOL bedeutet für das Umwelthaus einen Zuwachs an fachlicher Expertise. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit."

Blick in die Zukunft

Ein Blick in die Zukunft zeigt bereits neue Entwicklungen: „Aktuell werden wir nur von den Mitteln des Landes Niedersachsen gefördert. Über Drittmittelprojekte versuchen wir, weitere Gelder für den Naturschutz zu akquirieren. So viel darf ich an dieser Stelle schon verraten: Wir können uns bald personell vergrößern“, gibt Nicole Feige einen Ausblick auf die künftige Entwicklung der Station.

Über die Arbeit der ÖNSOL

Die ÖNSOL ist eine von neun Ökologischen Stationen, die der NABU Niedersachsen seit 2016 aufgebaut hat beziehungsweise bei denen dieser als (Mit-)Träger aktiv ist. Ihre Tätigkeitsschwerpunkte liegen in der Gebietsbetreuung von Natura 2000-Schutzgebieten. Dazu zählen die Erfassung ausgewählter Arten und Lebensräume, die Planung und Durchführung von Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen, Artenschutzprojekte, Beratung verschiedener Akteure vor Ort und Öffentlichkeitsarbeit. Ziel ist es, zum Schutz, der Entwicklung und der Wiederherstellung von Lebensräumen und guten Lebensbedingungen gefährdeter Arten und der Sicherung der biologischen Vielfalt beizutragen.

Seit Ende 2022 wird die ÖNSOL mit Mitteln des Landes Niedersachsen aus dem Hause des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz für die naturschutzfachliche Vor-Ort-Betreuung von Schutzgebieten gefördert. Die Gebietsbetreuung findet in Kooperation mit den Unteren Naturschutzbehörden der Städte Oldenburg und Delmenhorst sowie der Landkreise Ammerland und Oldenburg statt. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) ist Bewilligungsstelle für die Förderung und als Fachbehörde für Naturschutz beratend tätig.

Zuletzt geändert am 29. Januar 2026