Die Profis stellen sich vor

Suntke Elies

Jahrgang: 1987

Profi für: Gehörlosigkeit und Kommunikation mit natürlicher Gebärdensprache

Beruf: Elektriker/Fach: Energie und Gebäudetechnik

Besonderheit: Gehörlosigkeit; Träger eines Cochlear Implantats seit 1992

Schwerpunkte: Gehörlosigkeit

Motto: Gemeinsam macht stark

Sabine Görg mit Blindenführhund Bille

Profi für: Barrierefreiheit

Tätigkeit: Seit Oktober 2016 Mitglied im Behindertenbeirat der Stadt Oldenburg, seit Frühjahr 2019 beratendes Mitglied im Verkehrsausschuss für die Belange von Menschen mit Handicap.

Besonderheit: Hochgradige Sehbehinderung, nahezu blind/Assistenz durch Blindenführhund

Schwerpunkte: Sehbehinderung/Blindheit; ich kläre auf zum Thema „Assistenzhunde“ und deren Zutrittsrechte und ich informiere über gewünschtes Verhalten gegenüber den Teams von Menschen mit Handicap und Assistenzhunden.

Motto: Barrierefreiheit für Klein und Groß

Werner Jasper

Jahrgang: 1952

Profi für: Leben im Alter; Aufbau eines menschenwürdigen und lebenswerten Lebens nach einer psychischen Erkrankung; Leben mit einer therapieresistenten Epilepsie

Beruf: Maschinenbau Diplom Ingenieur, Lehrer für Metall und Mathematik, seit 2006 erwerbsunfähig

Besonderheit: Psychische Erkrankung, Epilepsie, zweites Lehramtsstudium, da unsere Gesellschaft in Deutschland in den 1980er Jahren noch keinen Epileptiker als Ingenieur tolerierte

Qualifikation: EX-IN-Ausbildung – Betroffene helfen Betroffenen

Schwerpunkt: Umgang, Ursachen und Erfahrungen mit psychischen Erkrankungen und der Einsatz dafür, diesen Menschen „Gehör“ zu verschaffen.

Motivation: Wenn Sie Informationen wollen, Lust haben ein Bild über eine psychische Erkrankung aus der Sicht eines Betroffenen zu bekommen, einen Blick in den Bereich der Psychiatrie werfen wollen, dann kann ich Ihnen behilflich sein.

Kherya Khalti

Jahrgang: 1990

Profi für: Das Leben als geflüchtete Frau in Deutschland; das Leben mit geringer Schulbildung

Tätigkeit: Deutschkurse Niveau B2 besuchen; Arbeitsplatz suchen

Besonderheit: Im Jahr 2015 aus dem Irak geflüchtet, konnte aus privaten Gründen dort nicht zur Schule gehen.

Schwerpunkte: Fluchterfahrung und das Leben als geflüchtete Frau in Deutschland.

Eka Oehne

Jahrgang: 1952

Profi für: Ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Beeinträchtigung, sowie ein Leben mit Rollstuhl

Beruf/Tätigkeit: Gelernte Steuerfachassistentin, Beraterin für Persönliche Assistenz, seit 2002 erwerbsunfähig Vorstandsmitglied von SeGOld e.V. – Selbstbestimmt Leben-Gemeinschaft, ehrenamtliche Leitung der EUTB SeGOld e.V. für Menschen mit Beeinträchtigung, Leitung der Rollstuhltanzgruppe RolligOld, Mitglied des Aktionsbündnisses der Inklusionswoche

Besonderheit: Körperbehinderung (seit 2002 Rollstuhlnutzerin)

Schwerpunkte: Inklusion allgemein, bauliche/infrastrukturelle Themen, barrierefreier Tourismus, Umgang mit Diversität, barrierefreie Websites

Motivation: Die Begegnungen von Menschen mit und ohne Behinderung sind leider auch heute noch oft durch Hemmschwellen und Berührungsängste gekennzeichnet – und zwar auf beiden Seiten. Neben den sichtbaren Barrieren, sind die Ursachen dafür auch die Barrieren in den Köpfen. Sie entstehen durch Unsicherheit und fehlende Erfahrungen im Umgang mit dem Unbekannten, sowie die Angst vor Ablehnung oder Grenzverletzungen auf der anderen Seite. Doch wie sollte man die Lebenssituation seines Gegenübers verstehen können, wenn man nicht darüber spricht, oder noch besser: sie miterlebt? Deshalb möchte ich durch mein Angebot zum Abbau dieser Barrieren beitragen.

 

Monika Schepke

Jahrgang: 1997

Profi für: LGBTQ-Themen (Die deutsche Abkürzung LSBTIQ » steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Inter* und Queers).

Beruf: Industrie-Mechatronikerin in Ausbildung

Besonderheit: Trans*, Queer Trans* » ist ein Oberbegriff, der verschiedene Menschen bezeichnet, die sich nicht beziehungsweise nicht nur mit dem ihnen bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizieren. Dazu zählen beispielsweise auch Menschen, die geschlechtsangleichende Behandlungen anstreben. Trans* sind beispielsweise „Mann-zu-Frau“ Transsexuelle oder „Frau-zu-Mann“ Transsexuelle, aber auch Menschen, die sich geschlechtlich nicht verorten (lassen) möchten. Das Sternchen in der Bezeichnung soll Raum für verschiedene Identitäten lassen, wie beispielsweise transsexuell, Transmann, Transfrau, transident, Transgender,…)
Queer: „Von der Heteronormativität abweichend: Menschen, die sich als queer bezeichnen, wollen deutlich machen, das sich ihre sexuelle und geschlechtliche Identität ändern kann dass diese nicht von außen festgelegt werden soll. (vgl. LAG Mädchenpolitik Baden-Württemberg (Hrsg.) 2016: Vielfalt verankern)

Schwerpunkte: Transidentität, Diversität

Motivation: Mit Vorurteilen aufräumen und Betroffenen helfen ihren Weg zu finden.

Anna Weber

Jahrgang: 1985

Profi für: Psychische Erkrankungen und chronische Schmerzen

Tätigkeit: Mit psychisch erkrankten Menschen Begegnungen schaffen und betreuen, in Schulen präventiv zum Thema arbeiten.

Besonderheit: Psychische Erkrankung

Schwerpunkte: Umgang mit psychischen Erkrankungen sowie chronischen Schmerzen, Vorurteile abbauen, frühzeitig solche erkennen und Prävention anstreben.

Motivation: Ich engagiere mich seit einiger Zeit in einer Einrichtung die ebenfalls mit psychisch erkrankten Menschen arbeitet. Dabei hatte ich schon häufiger Gelegenheiten mich und die Erkrankung zu erklären und somit einen Einblick in den Alltag von psychisch erkrankten Menschen zu geben. Das Informieren über die Krankheit und den Umgang mit Betroffenen liegt mir sehr am Herzen, weil man immer wieder Menschen begegnet, die unsicher sind wie sie sich verhalten sollen oder Fragen haben. Da Unsicherheit manchmal zu Ausgrenzung führt möchte ich gerne meinen Teil dazu beitragen Barrieren abzubauen.

Petra Witt

Jahrgang: 1962

Profi für: 25 Jahre Familienleben mit dem Asperger-Syndrom

Besonderheit: Petras erwachsener Sohn hat das Asperberger-Syndrom

Beruf: Projektmanagerin

Schwerpunkte: Aufklären über andere Lebenssituationen, Wahrnehmungen und Sichtweisen im Zusammenhang mit dem Aspergersyndrom und mehr Toleranz gegenüber Andersartigkeit für ein besseres barrierefreieres Miteinander.

Motivation: Mut machende Erfahrungen mit dem Asperger-Syndrom