Oldenburg. Etwa jeder zehnte Elternteil erkrankt nach einer Geburt an einer postpartalen Depression (PPD). Um die Betroffenen rechtzeitig unterstützen und behandeln zu können, ist es wichtig, diese früh zu erkennen. Hier setzt seit Dezember 2024 das gemeinsame Forschungsprojekt „Neue Technologien zur Emotionalen und Sozialen Unterstützung bei Postpartaler Depression“ („NEST“) der Stadt Oldenburg und des OFFIS – Institut für Informatik an: Ziel ist es, eine alltagsnahe technologische Unterstützung zu entwickeln und zu erproben, die soziale Verbundenheit schafft, über PPD aufklärt und niedrigschwellig in städtische Unterstützungsangebote eingebettet ist.
Das Projekt endet am Dienstag, 12. Mai, mit einem kostenfreien Fachtag zum Thema „Psychische Belastungen von Eltern“. In diesem Rahmen wird auch die entwickelte Technologie vorgestellt. Eingeladen sind alle Fachkräfte der Jugendhilfe, der Eingliederungshilfe und des Gesundheitswesens sowie weitere Interessierte.
Vorträge, Workshops und Vernetzung
Beginn der kostenfreien Veranstaltung ist um 9 Uhr im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3. Hauptreferentinnen sind Viola Loew (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) und Prof. Dr. Sabine Wagenblass (Hochschule Bremen). Das Programm lautet wie folgt:
- 9 Uhr: Anmeldung und Stehkaffee
- 9.30 Uhr: Grußworte und Beginn der Veranstaltung
- 9.45 Uhr: Einführung PPD durch Viola Loew
- 10.30 Uhr: „NEST“-Vorstellung durch Stadt Oldenburg/OFFIS
- 11 Uhr: Pause
- 11.15 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Sabine Wagenblass: „Die Entdeckung der Kinder als betroffene Angehörige“
- 12.15 Uhr: Mittagspause
- 13 Uhr: Workshops
- 14.30 Uhr: Vernetzung beim Stehkaffee
Die Teilnehmenden können aus drei Workshops wählen:
- Workshop 1: „Was brauchen Familien bei postpartaler Depression? Welche Konzepte, Hilfen und Angebote gibt es? Was fehlt?“ Angeboten von Petra Bremke-Metscher, Leiterin des Fachbereichs Frühe Hilfen/Prävention, und Jürgen Främbs, Leiter der Psychologischen Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche (beide Stadt Oldenburg)
- Workshop 2: „Technik zum Anfassen: Alltagsnahe und unterstützende Technologien ohne Bildschirme.“ Angeboten von Sophie Grimme, Projektleitung „NEST“, OFFIS Oldenburg
- Workshop 3: „Psychische Auffälligkeiten im Säuglings- und Kleinkindalter.“ Angeboten von Emely Reyentanz, Studie Pro_Mini, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Anmeldeschluss am 1. Mai
Anmeldungen nimmt Lucien Minka aus dem Fachbereich Frühe Hilfen/Prävention noch bis Freitag, 1. Mai, per E-Mail an lucien.minka[at]stadt-oldenburg.de entgegen. Für die Anmeldung sind Vor- und Nachname, Telefonnummer sowie Angaben zur Institution oder Tätigkeit und die Nummer des Workshops erforderlich.
Weitere Informationen zum Projekt „NEST“ gibt es online unter www.oldenburg.de/nest ».