Abfall-Bilanz 2025

Zuwachs bei Dachpappe und Baumischabfällen – Wertstoffannahmestellen nach wie vor stark besucht

Mehr als 70.000 Tonnen Müll in der Stadt

Das Müllaufkommen in der Stadt Oldenburg ist insgesamt leicht gestiegen, aber die Menschen trennen nach wie vor besser: Das zeigen die Zahlen der Abfall-Bilanz des Abfallwirtschaftsbetriebs Stadt Oldenburg (AWB) von 2025. Im Jahr 2025 sind insgesamt 70.843 Tonnen Abfälle eingegangen (2024: 70.471 Tonnen, 2023: 69.020 Tonnen, 2022: 66.312 Tonnen, 2021: 68.531 Tonnen, 2020: 69.384 Tonnen). Somit ist die Gesamt-Input-Menge gegenüber dem Vorjahr um 0,53 Prozent gestiegen. Zu den größten Abfall-Fraktionen, die vom AWB entsorgt werden und gut 77 Prozent der Gesamtmasse abbilden, zählen Restmüll, Bioabfall, Grünabfälle, Holz und Sperrmüll.

AWB-Betriebsleiter Marco Janssen sagt dazu: „Zum zweiten Mal seit 2017 wurde eine Gesamtabfallmenge von über 70.000 Tonnen in Oldenburg verzeichnet. Das mag auf den ersten Blick negativ erscheinen, allerdings ist auch die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner gestiegen.“ Bei genauer Betrachtung der Zahlen fällt zudem noch etwas positiv ins Auge: „Die Oldenburgerinnen und Oldenburger sind offenbar nach wie vor gute Mülltrennende. Das sehen wir anhand der einzelnen Fraktionen und Zahlen. Auch die regelmäßigen Sichtkontrollen bestätigen, dass das Thema saubere Mülltrennung für den Großteil der Einwohnerinnen und Einwohner gelebte Praxis ist – was uns natürlich sehr freut.“

Zunahmen gegenüber dem Jahr 2024

Eine deutliche Schippe gegenüber dem Vorjahr 2024 draufgelegt wurde bei Dachpappe (plus 111,15 Prozent, gesamt 209 Tonnen) und bei Baumischabfällen (plus 50,77 Prozent, gesamt 1.600 Tonnen). Bei Letzteren handelt es sich um gemischte Abfälle aus Bau-, Sanierungs- oder Abrissmaßnahmen.

Bio- und Restabfall bleiben Hauptfraktionen

Der Hausmüll ist um 2,22 Prozent leicht gesunken (gesamt 19.406 Tonnen). Damit bleibt der Hausmüll allerdings nach wie vor die Fraktion mit dem höchsten Anteil an der Gesamtbilanz. Bezogen auf die Einwohnerzahl ist das Pro-Kopf-Aufkommen um 2,8 Kilogramm auf nun 109,9 Kilogramm/Einwohnenden gesunken. Die Masse an Biomüll ist hingegen leicht gestiegen: Hier liegt die Menge bei 14.743 Tonnen und damit 1,19 Prozent höher als 2024.

Weitere spannende Entwicklungen

Interessant: Die meisten Einsparungen gab es im Jahr 2025 bei den mineralischen Abfällen (minus 45,15 Prozent, gesamt 135 Tonnen). Zudem wurde deutlich mehr Müll in öffentlichen Papierkörben gesammelt (plus 21,19 Prozent, gesamt 291 Tonnen).

Nachfolgend ein Überblick über die Entwicklung einzelner Müll-Fraktionen

Restmüll:
Der über die schwarze Tonne gesammelte Restmüll hat mit 19.406 Tonnen nach wie vor den größten Anteil (27,39 Prozent) an der Gesamt-Abfallmenge, die vom AWB verarbeitet wurde. Die Gesamtmasse ist gegenüber 2024 um 441 Tonnen gesunken. Bezogen auf die Einwohnerzahl ist das Pro-Kopf-Aufkommen um 2,8 Kilogramm auf nun 109,9 Kilogramm/Einwohnenden gesunken

Biomüll:
Die Menge lag in 2025 bei 14.743 Tonnen und damit 1,19 Prozent höher als im Vorjahr (2024: 14.569 Tonnen). Das Pro-Kopf-Aufkommen bezogen auf die Einwohnerzahl beträgt 83,5 Kilogramm/Einwohnenden.

Grün-/Gartenabfälle:
Die Menge der abgegebenen Grün- und Gartenabfälle ist in 2025 gegenüber 2024 um 309 Tonnen auf 9.573 Tonnen deutlich gesunken. Allerdings war sie im Jahr 2023 auch um 1.882 Tonnen auf 10.803 Tonnen deutlich gestiegen – und unterliegt damit starken Schwankungen.

Sperrmüll:
Gestiegen ist die Abgabemenge beim Sperrmüll: 5.157 Tonnen wurden 2025 zusammengetragen und damit 219 Tonnen mehr als im Jahr 2024 (plus 4,43 Prozent).

Darüber hinaus benennt der AWB auch die Erfassungsmengen der ARGE Duales System Oldenburg (Papier- und Leichtverpackungen) und der Firma GAR Gesellschaft für Abfall und Recycling mbH & Co. KG (Glaserfassung):

Leichtverpackungen:
In 2025 hat die ARGE Duales System Oldenburg 5.994 Tonnen an Leichtverpackungen über die gelben Säcke beziehungsweise gelben Tonnen gesammelt. Damit ist die Menge gegenüber 2024 um 58 Tonnen gesunken. Bezogen auf die Einwohnerzahl liegt das Pro-Kopf-Aufkommen bei 33,9 Kilogramm/Einwohner.

Papier, Pappe und Kartonagen (PPK):
Über die blauen Tonnen wurden laut ARGE im Jahr 2025 8.639 Tonnen entsorgt. Somit ist erneut eine deutliche Mengenabnahme um 481 Tonnen zu verzeichnen. Bezogen auf die Einwohnerzahl liegt das Pro-Kopf-Aufkommen bei 48,9 Kilogramm/Einwohnenden – und erreicht damit einen absoluten Tiefstwert.

Altglas:
3.969 Tonnen Altglas wurden in 2025 in den öffentlichen Altglascontainern gesammelt – dies entspricht einer Abnahme von 76 Tonnen im Vergleich zu 2024. Bezogen auf die Einwohnerzahl ist das Pro-Kopf-Aufkommen um 0,5 Kilogramm auf 22,5 Kilogramm/Einwohnenden gesunken. 

Annahmestellen weiter gut besucht

Im Jahr 2025 fuhren insgesamt 164.710 Kundinnen und Kunden (plus 5 Prozent) die beiden Wertstoffannahmestellen (WAS) Neuenwege und Langenweg an und ließen wie in 2024 im Durchschnitt 136 Kilogramm pro Kopf da. So wurden an beiden Standorten 2025 insgesamt 22.331 Tonnen Wertstoffe abgegeben. Bei der genaueren Betrachtung der Zahlen zeigt sich, dass die Wertstoffannahmestelle Langenweg bei der Mengenveränderung weiter aufholt: Sie verzeichnet im Vergleich zum Jahr 2024 ein Plus von 11 Prozent, in Neuenwege betrug das Plus hingegen „nur“ 3 Prozent.

Zuletzt geändert am 22. April 2026