Abfall-Lernpfad „Loop Oldenburg“
Eröffnung voraussichtlich im Sommer 2026
Künftig 24 interaktive Stationen in Neuenwege
Er hat einen Namen und nimmt Form an – der Lernpfad, der auf dem Gelände des Abfallwirtschaftsbetriebs in Neuenwege für Ressourcenschutz und Kreislaufwirtschaft sensibilisieren soll. Mit Beteiligung Oldenburger Bürgerinnen und Bürger wurde der Name „Loop Oldenburg. Die Ressourcen-Route“ gewählt. Der Pfad befindet sich Anfang 2026 im Bau und soll nach seiner Fertigstellung für Schulklassen buchbar sein. Voraussichtlich im Sommer 2026 soll es zunächst eine Testphase mit einzelnen Schulklassen geben, bevor die Buchung für sämtliche Klassen ermöglicht werden soll.
Für Stadtbaurätin Christine-Petra Schacht ist der Abfall-Lernpfad ein wunderbares Lerninstrument: „Mit diesem tollen Gemeinschaftsprojekt, das viele Kolleginnen und Kollegen unterschiedlicher Fachdienste und Ämter engagiert umgesetzt haben, unterstützen wir anschaulichen und praxisbezogenen Unterricht. Kinder lernen am besten, wenn sie Dinge selbst in die Hand nehmen und ausprobieren und Themen mit ihrem Alltag verknüpft sind. Beides erreichen wir mit diesem interaktiven Angebot vor Ort. Ich hoffe, dass künftig viele Schulen den ‚Loop Oldenburg‘ als Ausflugsziel zum Anfassen in ihren Lehrplan aufnehmen – und so mitwirken, die junge Generation noch stärker für Ressourcenschutz zu begeistern.“
Rätseln, klettern, schleppen und kriechen
Mit Spiel und Spaß können junge Menschen hier künftig lernen, wo die nötigen Hebel liegen, um Produkte im Kreislauf zu halten und Abfallberge zu reduzieren. An insgesamt 24 interaktiven Stationen auf einem rund 4.000 Quadratmeter großen Außengelände gehen die Kinder und Jugendlichen den Lebenszyklen verschiedener Produkte nach: Grundschülerinnen und Grundschüler beschäftigen sich mit dem Lebensweg eines Apfels – und krabbeln dafür zum Beispiel wie ein Kompostwurm durch einen Kriechtunnel, besteigen eine Apfelbaum-Kletterwand und bewältigen vielfältige Aufgaben. Höhere Klassen beschäftigen sich mit den Lebenswegen von Joghurtbechern, Sneakern und Schulheften, lernen unter anderem wie aus Altpapier Schulhefte entstehen oder trennen am nachgestellten Förderband den Restmüll.
Teil des pädagogisch begleiteten Angebots ist immer auch eine Führung durch das Kompostwerk oder die Restmüll-Behandlungsanlage des Abfallwirtschaftsbetriebs Stadt Oldenburg (AWB). Die Kurse können im ersten Schritt nur von Schulklassen gebucht werden, zu einem späteren Zeitpunkt ist eine Erweiterung für Erwachsenengruppen geplant.
Ressourcen sparen und das Klima schonen
Eine Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten von Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschutz wird immer wichtiger. Denn die Ressourcen der Erde sind begrenzt, und wir häufen zu viel Müll an, dessen Bestandteile weitergenutzt werden könnten. In Kreisläufen zu wirtschaften, hat viele Vorteile: Der Wiedereinsatz von Rohstoffen spart Ressourcen, schont das Klima und kann die lokale Wirtschaft fördern. Zentral sind daher Fragen wie: „Warum produzieren wir Müll?“, „Können wir die Dinge immer weiterverwenden?“ oder „Wie können wir dazu beitragen, dass Kreisläufe geschlossen werden?“.
Bau hat begonnen
Was vor wenigen Monaten noch weitläufig von Gestrüpp überwuchert war, beginnt nun Form anzunehmen: Der erste Bauabschnitt mit Wegführung und Pflasterung an den Lernstationen ist abgeschlossen. Auch die Containeranlage wurde Ende des Jahres 2025 aufgestellt. Denn Teil des Lernpfades ist auch ein Containerbau mit Toiletten und einem Raum für Schulklassen, der bei schlechtem Wetter Schutz bietet. Im Frühjahr 2026 sollen der restliche Rundweg sowie der Eingangsbereich fertiggestellt und die Lernstationen aufgebaut werden.
Im Sinne der Kreislaufwirtschaft wird auf nachhaltige und möglichst wiederverwendete Materialien geachtet: So kommen die verbauten Steine aus der städtischen Wiederverwendung, auch Bänke und Containereinrichtung hatten bereits ein vorheriges Leben.
Oldenburger Beteiligung
Für den neuen Lernpfad ziehen mehrere städtische Einrichtungen an einem Strang: Die Projektleitung haben der AWB und das Regionale Umweltbildungszentrum (RUZ) » vom Fachdienst Klimaschutz. Beteiligt sind weitere Fachdienste der Stadt.
Auch die Namensfindung wurde partizipativ gestaltet, zunächst mit einer stadtinternen Abfrage und im zweiten Schritt mit einer digitalen Bürgerbeteiligung, bei der Namen eingereicht und Favoriten ausgewählt werden konnten. Der nun feststehende Name „Loop Oldenburg“ bezieht sich auf das englische Wort für Kreislauf und unterstreicht die Bedeutung der Wiederverwendung von Ressourcen.
Zuletzt geändert am 15. Januar 2026

