Nächster Schritt zur Wärmewende: Dialogbericht zum Wärmeplan liegt vor

Ergebnisse des Dialogs in Maßnahmen berücksichtigt – Beratung wird ausgebaut

Der Oldenburger Wärmeplan wurde intensiv diskutiert – nun liegt der offizielle Dialogbericht vor. Von Dezember 2025 bis Februar 2026 haben mehr als 700 Bürgerinnen und Bürger an den sieben Veranstaltungen zum Oldenburger Wärmeplan teilgenommen oder ihre Fragen und Anregungen online geteilt. Drei Themen, die sich aus dem Dialog ergeben haben, fließen direkt in den Oldenburger Wärmeplan ein – nah am Alltag der Menschen, konkret in der Umsetzung. Der Dialogbericht (Klimaportal) », der am Donnerstag, 16. April 2026, im Ausschuss für Stadtgrün, Umwelt und Klima (ASUK) behandelt wird, fasst die Ergebnisse dieses intensiven Prozesses zusammen. Das wichtigste Fazit: Die Oldenburgerinnen und Oldenburger wollen die Wärmewende mitgehen – wenn die Rahmenbedingungen und die Beratung stimmen.

Es geht nicht um Ideologie, sondern um praktische und bezahlbare Lösungen

Dazu betont Peter Zenner, Leiter des Fachdienstes Klimaschutz der Stadt Oldenburg: „Der Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern hat uns sehr deutlich gezeigt: Die Bereitschaft zur Wärmewende ist da und es geht uns allen nicht um Ideologie. Praktische und bezahlbare Lösungen sind gefragt und dafür suchen die Menschen Orientierung und Entscheidungssicherheit. Wir als Stadt wollen und können dabei unterstützen. Wir danken allen ganz herzlich, die sich aktiv eingebracht haben. Ihr Einsatz hat direkte Wirkung auf die unsere Planung. Gemeinsam machen wir es konkret.“

Aus Dialog wird Umsetzung

Über 130 konkrete Anregungen und Fragen aus der zentralen Infoveranstaltung, den Stadtteil-Dialogen, der Online-Veranstaltung und dem Online-Fragebogen wurden für den Bericht ausgewertet. Um den geäußerten Anliegen der Bürgerinnen und Bürger direkt gerecht zu werden, hat die Stadtverwaltung auf Basis des Dialogs drei Themen aufgenommen und in den bereits bestehenden Maßnahmen um weitere Details konkretisiert:

  • Organisation der Nachbarschaftshilfe: Der Dialog hat gezeigt, dass die Berichte aus Praxisbeispielen das größte Vertrauen schaffen. Wer von den eigenen Nachbarinnen und Nachbarn hört, dass die Wärmepumpe auch im Altbau funktioniert und die Heizkosten sinken, ist überzeugter als nach Fachvorträgen. Die Stadt baut daher künftig auf „Botschafterinnen und Botschafter“, die von ihren eigenen Erfahrungen mit einer Wärmepumpe berichten wollen.
     
  • Vom Plenum zur Einzelberatung: Komplexe Fragestellungen erfordern persönliche Antworten. Die Stadt baut ihre unabhängigen individuellen Beratungsangebote gezielt weiter aus und stärkt ihre Rolle als Vermittlerin zu anderen neutralen beratenden Stellen (zum Beispiel Verbraucherzentrale, Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Oldenburg, Energieberatende).
     
  • Sonder-Beratung für Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG): Da WEGs bei der Heizungsumstellung vor besonders komplexen internen Entscheidungsprozessen stehen, richtet die Stadt für diese Zielgruppe ein maßgeschneidertes Beratungsangebot ein.

Neue Veranstaltungsformate für die zweite Jahreshälfte

Um die Strategien mit Leben zu füllen, plant der Fachdienst Klimaschutz in der zweiten Jahreshälfte 2026 neue Formate. Dazu gehören gebündelte Angebote vor Ort in den Stadtteilen sowie ein offener „Konkret-Macher-Tag“, an dem Bürgerinnen und Bürger mit einer Wärmepumpe an Gesprächstischen ihr Praxiswissen im lockeren Austausch weitergeben. Parallel stehen Fachleute für individuelle Beratung zum Heizungstausch zur Verfügung. Sämtliche Termine werden frühzeitig im Klimaportal » bekanntgegeben.

Der nächste Schritt zur neuen Heizung

Für alle Bürgerinnen und Bürger, die sich jetzt auf den Weg machen wollen, lautet die Devise: Informieren, neutral beraten lassen und Förderungen sichern. Wichtig zu wissen: Förderungen machen den Umstieg günstiger, als viele erwarten, denn aktuell gibt es sehr gute Förderbedingungen (bis zu 70 Prozent). Eine Übersicht über aktuelle Förderprogramme finden Interessierte im Klimaportal ».

Gelegenheiten, sich zu informieren, bieten die nächsten kostenfreie Vorträge der Stadt Oldenburg zum Thema Wärmepumpen. An beiden Terminen stehen im Anschluss Fachleute für individuelle Rückfragen bereit: Am Montag, 18. Mai 2026, und am Donnerstag, 4. Juni 2026, jeweils um 18 Uhr im Vortragssaal des Kulturzentrums PFL. Der zweite Termin ist ein Sondertermin für Mehrfamilienhäuser, für den Anmeldungen erforderlich sind, unter gemeinsam.oldenburg » in der Veranstaltung „Zukunftsfähig heizen mit Wärmepumpen in Mehrfamilienhäusern“.

Weitere Gelegenheiten sich zu informieren, bieten Veranstaltungen im Juni im Stadtteiltreff Kreyenbrück. Am Dienstag, 2. Juni 2026, um 18 Uhr veranstaltet der Fachdienst Klimaschutz zusammen mit dem Bürgerverein Kreyenbrück und Bümmerstede einen Vortrag zum Thema Altbausanierung. Das Angebot bietet einen verständlichen Einstieg in die Gebäudemodernisierung. Darüber hinaus wird es ein offenes Beratungsangebot in Form von Einzelgesprächen zur energetischen Sanierung geben. Die Beratungen finden an folgenden Tagen statt: am Dienstag, 9. Juni 2026, sowie am Donnerstag, 11. Juni 2026, jeweils von 9 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 18 Uhr. Sowohl für den Vortrag als auch für die kostenlose Beratung wird um Anmeldung gebeten, telefonisch unter 0441 235-4244 oder per E-Mail an klima[at]stadt-oldenburg.de.

Mehr erfahren?

Der vollständige Dialogbericht sowie gebündelte Informationen zu (Vor-Ort)-Beratungen, (städtischen) Förderprogrammen und zur Anmeldung für Vorträge stehen im Klimaportal » bereit. Fragen zur Oldenburger Wärmewende können gerne per E-Mail an waermewende[at]stadt-oldenburg.de gerichtet werden.

Zuletzt geändert am 16. April 2026