Oldenburg. In ihrem aktuellen Buch „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ folgt Judith Hermann den Spuren ihres Großvaters, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert war. Am Mittwoch, 15. April, ist die vielfach prämierte Schriftstellerin zu Gast im Programm des Literaturhauses und spricht mit Monika Eden, der Leiterin des Literaturhauses. Die Lesung im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, beginnt um 19.30 Uhr. Eintrittskarten kosten 12 Euro, ermäßigt 8 Euro, und können auf der Internetseite des Literaturhauses unter www.literaturhaus-oldenburg.de » in der Rubrik Veranstaltungsprogramm reserviert werden.
Judith Hermann über die Vergangenheit ihrer Familie und das eigene Schreiben
Judith Hermann blickt in die Vergangenheit und spricht über das, was Schreiben und Leben zusammenhält und miteinander verbindet, indem sie ihr eigenes Schreiben mit der Geschichte ihres Großvaters verknüpft, die lange verleugnet blieb. Von Polen aus reist sie weiter zu ihrer Schwester nach Neapel und geht dem Erinnern und Vergessen der folgenden Generationen nach. In Zwischen- und Untertönen spürt Judith Hermann dabei das Verdrängte, die Leerstellen unserer Gesellschaft auf. Ebenso magisch wie magnetisch erzählt sie davon, wie fragil wir uns in unseren Leben einrichten – und zeigt auch, welche Schönheit sich darin verbergen kann.
Judith Hermann wurde 1970 in Berlin geboren. Für ihr Werk wurde sie mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter dem Kleist-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis. Zuletzt schrieb sie über ihr Selbstverständnis als Schriftstellerin und erzählte dabei von Freundschaft, von Aufbruch und Freiheit: „Wir hätten uns alles gesagt“ basierte auf den Frankfurter Poetikvorlesungen, die Judith Hermann im Frühjahr 2022 hielt. Dafür bekam sie 2023 den Wilhelm Raabe-Literaturpreis.
Weitere Informationen zum Programm des Literaturhauses gibt es im Internet unter www.literaturhaus-oldenburg.de ».

