Oldenburg. Nach längerer Pause konnten in diesem Jahr wieder 80 Kinder während der Osterferien an der Kinderstadt im Haus der Jugend teilnehmen. Fünf Tage lang wurde dort gearbeitet, Lohn gezahlt, Freizeit gestaltet und vor allem Demokratie praktisch umgesetzt. Das Projekt ist ein lebendiges Beispiel für Mitbestimmung und ermöglicht es Kindern, Verantwortung zu übernehmen und ihre Stadt aktiv mitzugestalten.
Die Kinder zeigten viel Engagement und Ideenreichtum, als sie ihre eigene Stadt nach ihren Vorstellungen entwickelten. 36 Mädchen und 44 Jungen nahmen teil und haben ihre eigene Bürgermeisterin gewählt, über eine Lohnerhöhung diskutiert sowie Arbeitsplätze und Freizeitmöglichkeiten in ihrer Stadt geschaffen. Die meisten Kinder würden gerne wieder an der Kinderstadt teilnehmen. Auch Bürgermeisterin Emilia Everth ist der Meinung: „Die Kinderstadt ist gut, so wie sie ist.“
Bürgermeisterin Petra Averbeck empfängt eine Abordnung des Stadtrates
Am Mittwoch, 25. März, besuchten Emilia Everth, Bürgermeisterin der Kinderstadt, Maya Nebel und Sain Alsilo, als Vertreterin und Vertreter des Stadtrats, das echte Rathaus und wurden von Bürgermeisterin Petra Averbeck empfangen. Sie nutzten die Gelegenheit, um sich gegenseitig auszutauschen. In einer Sache waren sich die beiden Bürgermeisterinnen einig: Das Amt der Bürgermeisterin ist sowohl in der Stadt Oldenburg als auch in der Kinderstadt eine schöne und ehrenvolle Aufgabe, die aber auch Verantwortung mit sich bringt.
Stadtfest als Abschluss
Den Abschluss der ereignisreichen Woche bildete am Freitag das große Stadtfest, das gut besucht war und viel positive Rückmeldung von Eltern und Gästen erhielt. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher erkundigten sich bereits, ob die Kinderstadt im nächsten Jahr wieder stattfinden wird – die Antwort lautet: Ja!
Kinder- und Jugendbüro kooperiert mit Nachwuchskräften
Die Kinderstadt wird vom Kinder- und Jugendbüro des Amtes für Jugend und Familie der Stadt Oldenburg organisiert. Das Team führt das Angebot zusammen mit Jugendleiterinnen und Jugendleitern, Auszubildenden der Berufe Sozialassistenz und Erzieherin/Erzieher sowie Praktikantinnen und Praktikanten aus dem Fachdienst Jugend und Gemeinwesenarbeit durch. Das Deutsche Kinderhilfswerk und das Land Niedersachsen fördern die Veranstaltung finanziell.

