Oldenburg. Wie können queere Menschen in Zeiten gesellschaftlichen Wandels sowie wachsender Unsicherheiten gestärkt und geschützt werden? Dieser Frage geht der Fachtag „Stark für die queere Community – Den Weg in eine vielfältige Zukunft gemeinsam gestalten“ nach, der am Montag, 15. Juni, im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, vom städtischen Gleichstellungsbüro organisiert wird.
Der Fachtag bringt von 9.30 bis 16 Uhr Menschen aus unterschiedlichen beruflichen und ehrenamtlichen Kontexten mit weiteren Engagierten und Interessierten zusammen, um gemeinsam konkrete Strategien für eine vielfältige Zukunft zu entwickeln. In Impulsvorträgen, Workshops und offenen Austauschformaten wird Wissen geteilt, über Haltungen reflektiert und Handlungssicherheit im Umgang mit Vielfalt und Diskriminierung aufgebaut. Der Begriff „queer“ steht dabei als Oberbegriff für vielfältige sexuelle Orientierungen und geschlechtliche Identitäten, etwa von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, inter* und nicht-binären Menschen.
„Eine vielfältige Zukunft entsteht nicht von selbst – sie wird gestaltet: gemeinsam, mit Mut und einer klaren Haltung“, betont Wiebke Oncken, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oldenburg. „Mit diesem Fachtag leisten wir einen wichtigen Beitrag, um Vielfalt als Stärke zu begreifen und Diskriminierung aktiv entgegenzutreten.“
Die Teilnahmegebühr liegt bei 30 Euro. Fachkräfte aus Bildung, Gesellschaft, Politik und Verwaltung sowie weitere Interessierte können sich bis Freitag, 5. Juni, online unter www.oldenburg.de/gleichstellung » anmelden. Dort sind auch weitere Informationen zum Fachtag zu finden.
Engagement im Rainbow Cities Netzwerk
Die Stadt Oldenburg ist seit 2023 Mitglied im internationalen Rainbow Cities Netzwerk. Ziel ist es, die vollständige gesellschaftliche Gleichstellung aller Menschen – unabhängig von sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität – nachhaltig zu fördern. Vor diesem Hintergrund leistet der Fachtag einen Beitrag zur Förderung von Teilhabe, Sichtbarkeit und Repräsentation queerer Lebensrealitäten. Gleichzeitig schafft er Raum für Aufklärung, Vernetzung und den Austausch von Expertise, um queere Arbeit langfristig zu stärken und weiterzuentwickeln. Denn Vielfalt braucht Haltung – und Menschen, die sie verteidigen.