Straßen, Radwege, Brücken und Co: Diese Maßnahmen stehen 2026 an

23.02.2026

Straßen, Radwege, Brücken und Co: Diese Maßnahmen stehen 2026 an

Oldenburg. Ob Radfahrende, Autofahrende oder zu Fußgehende: Auf Oldenburgs Straßen müssen viele Interessen und Bedürfnisse gebündelt werden, damit alle Verkehrsteilnehmende sicher und komfortabel von A nach B gelangen. Deshalb wird auch im Jahr 2026 kräftig in Sanierung, Aus- und Neubau des Straßen- und Radwegenetzes sowie in den Brückenbau und Markierungsarbeiten investiert.

„Auch in diesem Jahr stecken wir voraussichtlich rund 12 Millionen in Sanierungen und investive Maßnahmen auf und neben Oldenburgs Straßen“, so Stadtbaurätin Christine-Petra Schacht. Im Verkehrsausschuss am Montag, 16. Februar, stellten Thomas Mehrtens, Leiter des Amtes für Verkehr und Straßenbau, sowie Jan Bernath, Leiter des Fachdienstes Tiefbau, das Arbeitsprogramm 2026 vor. Wie jedes Jahr gilt, dass es dabei durchaus noch zu Änderungen kommen kann – aber die grundsätzlichen Leitplanken stehen. Nach wie vor wird darauf geachtet, notwendige Asphaltierungsarbeiten sofern möglich in Ferienzeiten, auf Wochenenden oder in Abendstunden zu legen, um die Einschränkungen für alle Verkehrsteilnehmenden so gering wie möglich zu halten.

Das ist geplant im Straßenbau
Ein Teil dieser Maßnahmen wird durch Fördermittel des Landes unterstützt, darunter beispielsweise die Alexanderstraße und die Tirpitzstraße. Im Wesentlichen werden bereits laufende Maßnahmen fortgeführt, wie etwa in der Tweelbäker Tredde. Dort ist aufgrund einer von der VWG vorgenommenen Taktverdichtung ein grundhafter Neuausbau vorgesehen. Der Sandweg befindet sich seit 2025 in der Umsetzung. Hier werden die Arbeiten an den Versorgungsleitungen sowie der grundhafte Straßenausbau weitergeführt. In der Hannah-Arendt-Straße erfolgt der Endausbau weiterer Stichstraßen sowie die Herstellung von Aufpflasterungen in den Anschlussbereichen.

Diese Maßnahmen stehen beim Brückenbau an
Neben den Tiefbaumaßnahmen gibt es noch die Ingenieurbauwerke. Einige Brücken müssen aufgrund ihres schlechten Zustands durch Ersatzneubauten erneuert werden. Dazu zählt unter anderem das rund 35 Meter lange Bauwerk an der Sophie-Schütte-Straße. Die bestehende 3-Feld-Brücke wird durch eine 1-Feld-Brücke ersetzt. Die abschließenden Planungen befinden sich derzeit in Bearbeitung. Aufgrund zeitlicher Verzögerungen bei der Unterstützung durch externe Planungsbüros wird die Erneuerung dieser Brücke erst in diesem Jahr umgesetzt. Darüber hinaus sind weitere Maßnahmen im Bereich des Ingenieurbaus geplant, beispielsweise im Bereich Fliegerhorst/Bäkepark. Ergänzend wurden planerische Grundlagen für die Lärmschutzwand an der Nordtangente erarbeitet, die in den kommenden Planungsschritten weiter ausgeführt werden sollen.

So werden die Rad- und Fußwege verbessert
Im Rahmen des Rad- und Fußwegeprogramms wird der Ausbau von Aufpflasterungen an Hauptverkehrsstraßen weiterhin fortgeführt. Geplant sind Maßnahmen in der Eichenstraße (sieben Aufpflasterungen), in der Peterstraße (drei Aufpflasterungen) sowie in der Amalienstraße (zwei Aufpflasterungen). Hinzu kommen die wiederkehrenden Aufgaben im Zusammenhang mit mobilen Fahrradabstellanlagen, die zu größeren Veranstaltungen regelmäßig auf- und abgebaut werden. Die genannten Maßnahmen werden durch den Fachdienst Tiefbau eigenständig ausgeschrieben, überwacht und abgerechnet.

Markierungen sorgen für verbesserte Sichtbarkeit und Sicherheit
Neben Restarbeiten von 2025 beauftragten, aber noch nicht abgeschlossenen Maßnahmen wie zum Beispiel Parkflächenmarkierungen in der Kampstraße oder restliche Markierungen nach Asphaltsanierungen in der Straße Melkbrink, wird im Frühjahr der nächste Abschnitt der Fahrradstraße „Fliegerhorst-Innenstadt“ im Bereich Ziegelhofstraße/Würzburger Straße markiert.
Weitere Markierungen werden 2026 im Rahmen der geplanten Straßensanierungen und der im Laufe des Jahres festgestellten und gemeldeten Mängel bei vorhandenen Markierungen im gesamten Stadtgebiet hinzukommen.

Mit Sanierungsmaßnahmen gegen Löcher im Asphalt
Daneben sind zur Erhaltung der Verkehrsinfrastruktur verschiedene Sanierungsmaßnahmen vorgesehen. Um die Straßen dauerhaft funktionsfähig zu halten und Folgeschäden zu begrenzen, werden dort, wo die Schäden bereits fortgeschritten sind, gezielt umfangreiche Deckensanierungen umgesetzt. Dabei wird die vorhandene Asphaltdeckschicht abgefräst und durch eine neue Deckschicht ersetzt. Im Zuge der Arbeiten werden Einbauten wie Schachtabdeckungen und Straßenabläufe höhengerecht angepasst und anschließend erforderliche Markierungsarbeiten ausgeführt. Vorgesehen sind folgende Maßnahmen:

  • Hauptstraße (BAB bis Marschweg)
  • Hundsmühler Straße (BAB bis Bodenburgallee)
  • Hundsmühler Straße (Kanalbrücke bis Achterdiek)
  • Westfalendamm/Niedersachsendamm (Kreuzungsbereich, zweiter Bauabschnitt)
  • Bremer Heerstraße (Bahnübergang bis Zufahrt Lidl-Parkplatz)
  • Bahnhofsallee (Kreuzung Bremer Heerstraße bis Wunderburgstraße)
  • Ofener Straße (Peterstraße bis Auguststraße)
  • Schützenweg (Bahnübergang bis Ammerländer Heerstraße)
  • Donnerschweer Straße/Europaplatz (Knotenpunkt)
  • Donnerschweer Straße (Nordtangente bis August-Hanken-Straße)
  • Bremer Heerstraße/Borchersweg/Oldeweg (Kreisverkehr)
  • Tweelbäker Weg (Holler Landstraße bis Hasenweg, erster Bauabschnitt)
  • Cloppenburger Straße/An der Kolckwiese (Einmündung)
  • Lehmplacken
  • Kranichstraße (Anschluss Neubau)
  • Geh- und Radweg Bloherfelder Wasserzug (Bloherfelder Straße bis Kennedystraße)
  • Geh- und Radweg Butjadinger Straße (Grashornweg bis Hochheider Weg)

Zahlen, Daten und Fakten zum aktuellen Bestand
Die Stadt Oldenburg ist für rund 2.900 Straßen zuständig, die insgesamt eine Strecke von etwa 780 Kilometern ausmachen – Tendenz steigend, da immer wieder neue Baugebiete hinzukommen. Die gesamte Straßenfläche beträgt etwa 4,1 Millionen Quadratmeter. Die straßenbegleitenden Geh- und Radwege sind insgesamt 550 Kilometer lang. Übers Stadtgebiet verteilt finden sich 290 Brückenbauwerke, Tröge, Stützwände, Lärmschutzwände, Treppen und Durchlässe. Und etwa 180 Ampeln regeln in der Stadt den Verkehr.

Weitere Informationen und interaktive Karte
Welche Straßen und Wege kommen in diesem Jahr neu in Oldenburg hinzu? Wo stehen Asphaltsanierungen an? Und welche Radwege und Straßen werden ausgebaut? Einen Überblick gibt das Arbeitsprogramm zu den Straßen- und Radwegbaumaßnahmen 2026, das ab sofort online unter www.oldenburg.de/strassenplanungen » zur Verfügung steht. Eine interaktive Karte auf dieser Seite gibt Details zu einzelnen Maßnahmen preis.

Alle Informationen zu Baumaßnahmen an Straßen sowie Blitzer finden Sie bei den Verkehrstipps unter www.oldenburg.de/verkehrstipps ». Und wer den Bürgerbrief unter www.oldenburg.de/buergerbrief » abonniert, bekommt alle Verkehrsmeldungen sowie weitere spannende Informationen der Stadtverwaltung von Montag bis Freitag automatisch per E-Mail zugeschickt. Straßenschäden können bequem online über den Stadtverbesserer unter www.oldenburg.de/stadtverbesserer » oder telefonisch über das ServiceCenter unter 0441 235-4444 gemeldet werden.

Foto: Stadt Oldenburg
Grafische Übersicht der geplanten Straßen- und Radwegebaumaßnahmen 2026 in der Stadt Oldenburg. Foto: Stadt Oldenburg