Oldenburg. Wenn beim Stadtfest Zehntausende Besucherinnen und Besucher zusammenkommen, wollen sie vor allem eines: friedlich und fröhlich feiern. Damit das bestmöglich gelingt, haben das Bürger- und Ordnungsamt der Stadt, die Polizei, die Feuerwehr und die Stadtfest-Veranstalter ihr Sicherheitskonzept weiter optimiert. An den Vorbereitungen für die große Party, die von Donnerstag, 31. August, bis Samstag, 2. September, stattfindet und parallel bereits ab dem 30. August um die Veranstaltung „Kochen am Schloss“ ergänzt wird, haben die Behörden und Stadtfest-Macher seit Monaten intensiv gearbeitet.
Vor dem Hintergrund der Anschläge in Nizza, in Berlin und zuletzt in Barcelona, bei denen Attentäter Fahrzeuge in Menschenmengen gesteuert hatten, will die Stadt bei Großveranstaltungen präventiv tätig werden. „Zwar liegen nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden in Oldenburg aktuell keine Hinweise auf Gefährdungsszenarien vor, und es halten sich derzeit auch keine so genannten Gefährder in Oldenburg auf. Es besteht aber unabhängig davon bundesweit eine latente Gefährdungslage. Die Stadt und die Polizei werden dem Rechnung tragen und an den Stadtfesttagen mit einer erhöhten Präsenz vor Ort sein“, sagt Erste Stadträtin Silke Meyn.
Ein weiteres sichtbares Zeichen wird das Aufstellen von insgesamt 48 Betonblöcken sein. Diese jeweils 1,60 x 0,80 x 0,40 Meter großen Hindernisse werden in verschiedenen Innenstadt-Zufahrten – zum Beispiel am Julius-Mosen-Platz, am Schloßplatz und in der Wallstraße – platziert, um diese Bereiche besser abzusichern. Die Sperren werden ab Dienstag, 29. August, aufgebaut. Der Zentrale Außendienst des Bürger- und Ordnungsamtes hat die Standorte gemeinsam mit der Polizei festgelegt. „Natürlich bleiben Fluchtwege und die Erreichbarkeit der Innenstadt für Rettungswagen und Feuerwehr gewährleistet", kündigt Dezernentin Silke Meyn an. Die bei der Weser-Ems-Halle eingelagerten Betonblöcke sollen künftig im Bedarfsfall auch bei anderen Großveranstaltungen in Oldenburg zum Einsatz kommen, etwa beim Kramermarkt.
Erstmals wird zum Stadtfest auch die Wallstraße an den Festtagen für den Fahrzeugverkehr ab 22 Uhr gesperrt und der Taxenstand am Waffenplatz jeweils ab 18 Uhr in den Bereich Heiligengeistwall (von Höhe Polizeigebäude bis zur Einmündung Mottenstraße) auf die dortigen Parkflächen verlegt.
Während des Stadtfestes wird die Sicherheitslage laufend mit dem Veranstalter und der Polizei analysiert. Die Polizei wird verstärkt an den Bühnenbereichen, aber auch auf den Straßen die Situation beobachten und Präsenz zeigen. Zudem sollen Zivilkräfte eingesetzt werden. Wie in den Vorjahren sind auch die Außendienstmitarbeiter des Bürger- und Ordnungsamtes an den gesamten Tagen im Einsatz. Sie werden gemeinsam mit der Polizei unter anderem wieder Jugendschutzkontrollen vornehmen.
Die Polizei bittet darum, bei Übergriffen und möglichen Straftaten unverzüglich die Nummer 110 zu wählen.
Informationen zum Programm gibt es im Internet unter www.stadtfest-oldenburg.de.