Oldenburg. Seit Ende April ist die kostenfreie Wanderausstellung „Gleichberechtigung im Grundgesetz – Das Ringen um Frauenrechte und Demokratie in Deutschland“ an verschiedenen Orten in Oldenburg zu sehen. Unter Federführung des städtischen Gleichstellungsbüros wurde sie zunächst in der Stadtbibliothek im PFL gezeigt und ist derzeit im Foyer des Oldenburgischen Staatstheaters zu sehen, bevor sie ab Donnerstag, 4. Juni, in der Polizeidirektion Oldenburg weitergeführt wird. Dort wird die Ausstellung ab 17 Uhr im Alten Landtag an der Tappenbeckstraße 1 durch die Landtagsabgeordnete Hanna Naber sowie den Präsidenten der Polizeidirektion Oldenburg, Andreas Sagehorn, eröffnet. Renate Vossler, stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oldenburg, hebt hervor: „Die Ausstellung macht sichtbar, wie hart Gleichberechtigung erkämpft wurde – und warum wir uns auch heute weiterhin aktiv für sie einsetzen müssen.“
Von Frauenrechtlerinnen bis zum Grundgesetz
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Meilensteine auf dem Weg zur Gleichberechtigung – beginnend bei den frühen Frauenrechtlerinnen, die das Frauenwahlrecht erkämpften, über die Zeit des Nationalsozialismus, in der demokratische Grundrechte außer Kraft gesetzt wurden, bis hin zu den Beratungen im Parlamentarischen Rat und den „Müttern des Grundgesetzes“. Ergänzend wird auch die Entwicklung der Frauenrechte in West- und Ostdeutschland beleuchtet. „Gleichberechtigung wird nicht gesellschaftliche Realität werden können, wenn auf allen Ebenen der Politik die Männer in der deutlichen Mehrheit sind. Wo Förderprogramme für Frauen nicht weiterkommen, brauchen wir gesetzliche Regelungen“, betont Hanna Naber.
Ein Ort mit historischer Bedeutung
Auch der Ort der Eröffnung ist dabei bewusst gewählt: „Der Alte Landtag steht für einen demokratischen Aufbruch im Oldenburger Land im Übergang der Monarchie hin zur Weimarer Republik. Insofern bildet dieses Gebäude im Jahr seines 110-jährigen Bestehens einen besonderen, aber auch passenden historischen Rahmen für diese Ausstellung. Gleichberechtigung ist auch für die Polizei, die über Jahrzehnte eine deutlich männlich geprägte Organisation war, ein fortwährend aktuelles Thema“, erklärt Andreas Sagehorn. Nach dem offiziellen Teil besteht Gelegenheit zum Austausch sowie zu einer Besichtigung der Ausstellung.
Anmeldung bis 31. Mai
Für die Teilnahme an der Eröffnung in der Polizeidirektion Oldenburg im Alten Landtag ist eine Anmeldung bis Sonntag, 31. Mai, per E-Mail an wanderausstellung-gleichberechtigung-gg[at]pd-ol.polizei.niedersachsen.de erforderlich.
Weitere Ausstellungsorte und Termine
Die Wanderausstellung ist anschließend von Freitag, 5. Juni, bis Freitag, 26. Juni, in der Polizeidirektion Oldenburg am Theodor-Tantzen-Platz 8 zu sehen. Im Anschluss wird sie von Montag, 29. Juni, bis Freitag, 10. Juli, im AWO Bezirksverband Weser-Ems e. V., Klingenbergstraße 73, gezeigt.
Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es online unter www.oldenburg.de/ausstellung-gleichberechtigung-im-grundgesetz ».