2018/19: Mohsen Jelodar

Kontakt als Brücke

Ich freue mich darauf, in den nächsten zwölf Monaten als Freiwilliger im Kulturbüro zu arbeiten. Ich hoffe, viel von städtischen Kolleginnen und Kollegen und von den Netzwerkpartnern der Kulturellen Bildung und Teilhabe zu lernen.
Ich habe Grafik studiert und während meines Studiums habe ich gelernt, dass Kontakt zu haben wie eine Brücke ist, damit wir einander besser verstehen und unsere Ideen austauchen und gemeinsam verwirklichen können. So erlangen wir das Bewusstsein, dessen Kraft die Welt zum Besseren verändern kann.
Kunst und Kultur sind zwei groß stetige Grundpfeiler für diese Brücke, da sie für alle verständlich sind, unabhängig von Sprache, Nationalität, Hautfarbe, Alter, Geschlecht oder Religion.
Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen, Musikwerke, Baukunst, Tanzen und auch manche Filme und Theater brauchen keine Übersetzung, da sie schnell in die menschliche Seele und das Leben eindringen und jeden zum tiefsten und geheimsten Teil von sich führen können, indem man wiedergespiegelt wird und sein wahres Bewusstsein klar sehen kann.
Man sollte starke Eindrücke zum Ausdruck bringen und diese als Inspiration begreifen und mit anderen teilen. Dann können wir gemeinsam eine einzigartige Gesellschaft bauen.

 

Verabschiedung

Sowohl Begrüßung als auch Verabschiedung können nicht einfach sein.
Ab September 2018 habe ich als Bundesfreiwilliger im Kulturbüro der Stadt Oldenburg in der Kulturellen Bildung gearbeitet.
Zuerst war es nicht so einfach, da ein neues Feld immer seine Rahmenbedingungen hat und man sollte sich schnell daran gewöhnen, mit seiner neuen Aufgaben umzugehen und seine Grenzen kennen zu lernen. Das war für mich ein fantastisches Abenteuer, da ich früher selbstständig gearbeitet habe und nun sollte ich an einem offiziellen Arbeitsplatz arbeiten.
Mitarbeiter spielen da eine große Rolle, da sie Experten sind und mit ihren Erfahrungen alles für einen Neuen einfacher machen können. Im Kulturbüro herrscht eine gute Atmosphäre, alle sind bereit einander zu unterstützen und alle Fragen werden gerne beantwortet. Ich glaube auch, in einer solchen Verwaltung, noch dazu in einer Kultur-Verwaltung, ist ein solche Verhältnis wichtig und nötig.
Nach diesem Jahr glaube ich schon, dass ich mein Ziel erreicht habe. Am wichtigsten war für mich, die Kultureinrichtungen in Oldenburg kennen zu lernen, die Kenntnisse über Abläufe und Konzepte im Bereich Kunst und Kultur zu gewinnen und dabei meine Deutsch-Kenntnisse zu verbessern. Ich hatte das Gefühl, dass ich ein Zahnrad bin im Zusammenhang mit anderen Zahnrädern in dieser schönen Uhr.
Ich vertraue immer auf meine Kompetenz und habe niemals daran gezweifelt. Aber gleichzeitig bin ich offen für neue Erfahrungen und genieße neue Sachen, Situationen, Erfahrungen, Abenteuer und Herausforderungen, da ich damit meine Fähigkeiten entwickeln kann. Ich hatte ein Jahr lang Zeit, um meine Fähigkeiten in einem neuen Betätigungsfeld zu verwirklichen.
Über 3000 Fotos bei verschiedenen Veranstaltungen, ein Fotoworkshop und in der Folge eine Foto-Ausstellung waren Ergebnisse aus dieser Zeit. Printmaterialen zu entwerfen wie Plakate, Flyer und Programmhefte für verschiedene Ausstellungen gehörte auch dazu. Koordination im Verlauf einer Veranstaltung wie Organisation, Anmeldung der Teilnehmer, Vorbereitung und Nachbereitung waren auch ein Teil von meinen Aufgaben.
Am Ende sage ich meinen Kollegen einen großen Dank, die schon jetzt meine Freunde sind. Sie sind geduldig und freundlich und diese Kombination macht sie in meinen Sinn sehr vertraut. Und was gibt es Schöneres und Wichtigsteres, als ein paar Freunde zu gewinnen.
Ich wünsche allen Oldenburgern nur das Beste und viel Erfolg und auch viele spannende und wertvolle Veranstaltungen, denn Kunst und Kultur machen die Leute zu besseren Menschen.

 

Gemeinsame Seminartage sind das Beste am BFD!

Als Bundesfreiwilliger soll man pro Monat einen Seminartag machen und zwar in allen Einrichtungen, die einem gefallen. Einige Tage sind aber auch Bildungstage, in denen sich alle BFD*ler und ihre Leitung gemeinsam treffen. Interessant ist es dann zu hören, welche Erfahrungen die anderen gemacht haben? In ihren Einrichtungen, in den Seminaren die sie belegt haben. Was bleibt davon und was wird neu in der Zukunft. Aber es geht nicht nur darum, um einen Tisch zu setzen und zu sprechen. Sondern jedes Mal gibt es einen besonderen Workshop, in dem man etwas lernt und viel Spaß hat. Am 25. April haben wir uns, eingeladen von der Leitung der Freiwilligendienste Juliane v. Ilten im KreativLabor Oldenburg der Kulturetage getroffen. Die „Neuen“ Freiwilligen sollten begrüßt werden und diejenigen, die ihren BFD bald beenden, sollten verabschiedet werden. Und wie gesagt: das sollte nicht nur über Reden stattfinden, sondern über eine kreative und praktische Fotowerkstatt. Anna Schäflein, Fotografin aus Berlin hat diese Fotowerkstatt angeboten. Wir haben mit einer Collage-Technik gearbeitet, die es erlaubt „mit einfachen Mitteln einen großen Effekt zu erzielen“. Anna sagte, dass wir so mit einem Foto eine kleine Geschichte erzählen können. Und so war es dann auch…

Zunächst aber hat sie uns einzeln fotografiert und die Fotos ausgedruckt. Dann sollten wir uns vorstellen, was für ein Gefühl wir als BFD*ler haben und wie wir unsere Gedanken und Gefühle in dem Bild ausdrücken können. Dafür haben wir viele interessante Sachen bekommen, mit denen wir unser Foto schmücken können und unsere Gedanken kreativ abbilden. Was hat Anna dafür mitgebracht? Gummibären in unterschiedlicher Form und Farbe, Haarspangen, Würfel, farbiger Draht, farbiges Papier, kleine Nägel oder Glitzersteine und noch viele farbige Kleinigkeiten in verschiedenen Formen und Gröpß0en, damit aus unserem Foto eine Collage und etwas Neues entstehen kann. Am Ende macht Anna von allen Collagen ein Bild und wir können über den Beamer die Ergebnisse anschauen. Wir sehen von jedem ein fantastisches Bild mit viel Fantasie! Und hören, was sich die BFD*ler dazu gedacht haben. Welche Meinung und Gefühle sie in ihr Bild gelegt haben.
Mit besten Wünschen für die neuen und die alten BFD*ler haben wir diesen Seminartag beendet!

 

Wie leicht sollte eine Sprache sein?

Zum 17. Netzwerktreffen Schule/ Kita – Kultur hat die Kulturelle Bildung und Teilhabe im Kulturbüro der Stadt Oldenburg eine Fortbildung unter dem Namen „Leichte Sprache“ in  zwei Teilen geplant.
Die Referentinnen Heike Lüben und Marion Lundborg vom „Büro für Leichte Sprache Oldenburg“ haben die Fortbildung so geplant, dass im ersten Teil eine theoretische Einführung gegeben wurde und im zweiten Teil praktischer Übungen in verschiedenen Gruppen durchgeführt wurden.
Das Interesse an dieser Veranstaltung war so riesig, dass wir beschlossen, die Referentinnen für einen dritten Termin zu buchen, um den zahlreichen angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern für den zweiten Teil des Netzwerktreffens zwei Termine zur Wahl anbieten zu können. Anderenfalls hätten wir der Hälfte der Angemeldeten absagen müssen und das gefällt uns in Kulturbüro natürlich nicht.
Obwohl alles unter Zeitdruck erledigt werden musste, hat nach Einschätzung der Teilnehmer und Referentinnen alles am Ende gut geklappt und war bestens organisiert.
Aber lassen Sie uns gucken, was ist die sogenannte „Leichte Sprache“ und wie funktioniert sie? Ist sie eigentlich wichtig und wenn ja, warum?
 

Verstehen ist Menschenrecht. Jeder hat das Recht, andere Meinungen und Informationen gut, ganz und genau zu verstehen. Nach diesem Motto kann man den Zweck der Leichtne Sprache besser verstehen. Es gibt immer Menschen, die wegen eines Beeinträchtigung nicht gut sprechen können oder die nicht gut verstehen, was gesagt wurde, wie zum Beispiel die Leute mit Sprach- oder Hör-Behinderungen, die Leute mit Migrationshintergrund, nicht gut ausgebildete Leute und so weiter.
Diese Leute haben immer große Probleme in Behörden, Firmen, Ämtern oder mit Kollegen oder dabei, Briefe und Texte zu verstehen. Und sie sind natürlich nicht zufrieden, wenn sie einen Brief vom Jobcenter oder von der Schule ihres Kinders bekommen oder wenn sie eine Webseite angucken und etwas bestellen möchten oder wenn sie mit jemandem ins Gespräch kommen wollen, der so schnell, so fachlich oder so umgangssprachlich spricht, dass sie die Bedeutung nicht ganz verstehen.Oder es führt zu Missverständnissen, die oft schlechter sind als nichts zu verstehen. Diese Leute können sich nicht gut ausdrücken und diese Probleme führen zu Isolation, Einsamkeit oder Aggression. Oder die Betroffenen halten sich zurück und fühlen sich nicht wie normale Bürger. Sie verlieren die Informationen, die für sie wichtig sind und die Qualität von ihrem Leben beeeinflussen könnte. Tatsächlich können sie ihre Rechte nicht wahrnehmen und das kann die Schuld von anderen Leuten sein, die nicht auf Leichte Sprache achten.
 

Also lautet die Antwort auf die Frage: Ist Leichte Sprache eigentlich wichtig und warum? Ja, weil sie direkt mit Menschenwürde zu tun hat.
„Wie kann man auf Leichte Sprache achten?“ war für uns eine Kernfrage und wir haben uns gemeinsam mit unseren Referentinnen und Teilnehmer*innen in dieser Veranstaltung in der Leichten Sprache geübt.
Es gibt ein paar Regeln. Ddie sind gar nicht so kompliziert. Als Beispiel seien diese Regeln erwähnt:
• Es werden kurze Sätze verwendet.
• Jeder Satz enthält nur eine Aussage.
• Es werden Aktivsätze eingesetzt.
• Der Konjunktiv (Möglichkeitsform) wird vermieden.
• Der Genitiv wird in den meisten Fällen durch präpositionale Fügungen mit „von“ ersetzt.
• Regelwidrig sind auch Synonyme, Sonderzeichen und Verneinungen.
• Leichte Sprache ist nicht Kindersprache, speziell werden die Anreden „Du“ und „Sie“ wie in der Standardsprache verwendet.
 

Das Regelwerk wird von dem seit 2006 bestehenden deutschen Verein Netzwerk Leichte Sprache[1] herausgegeben. Es umfasst neben Sprachregeln auch Rechtschreibregeln sowie Empfehlungen zu Typografie und Mediengebrauch.
Weitere Informationen und viele Beispiele und Regeln kann man hier finden: http://www.leichte-sprache.de
Was am Ende dieser Veranstaltung interessant war, war der Punkt, dass die Übersetzung von einen normalen oder fachlichen Texte in die Leichte Sprache nicht leicht ist. Aber es gibt Leute, die das benötigen.
Auch Sie können die Leichte Sprache ausprobieren und selber feststellen, welche Konsequenzen das hat. Bitte wenden Sie Leichte Sprache auf Ihrer Stelle, in Ihrem Büro, Ihrer Firma, Schule, Kita, Ihrem Quartiert oder irgendwo an, wo die Zielgrupperuppe zu finden ist.
 

Im Geld schwimmen, Finanzierungsmöglichkeiten der Kulturellen Bildung

Bildung ohne Geld fällt schwer. Besonders wenn es um Kunst und Kultur geht. In der ganzen Kunstgeschichte gibt es Beispiele von Künstler/innen, die  in den schlimmsten finanziellen Situationen lebten und starben, da die Verbindung zwischen Kunst und Finanzeinrichtungen nie so stark war.
Außerhalb der Geschichte bleibt heutzutage die Situation auch fast wie vorher, aber Möglichkeiten entwickeln sich. Auch die kreativen Menschen versuchen, immer mal neue Wege zu probieren und zu finden, die die Probleme besser lösen lassen.  Sie vermitteln auch Ergebnisse an andere  weiter und tauschen ihre Ideen aus. Mehrere Workshops in verschiedenen Einrichtungen  verhelfen immer zu neuen Ideen und machen die Leute kreativer. Es öffnen sich neue Wege zum Erfolg. Aber wie kann man einen Workshop, einen Fortbildungskurs oder eine Veranstaltung von der Idee bis zur Abgabe darstellen? Und viel wichtiger: Wie kann man das denn finanzieren?
Im Rahmen eintägiger Praxisworkshops in Wolfenbüttel konnte man sich unter dem Begriff „Finanzierung und Förderung“ über Ideen und Konzepte informieren.
Einen Überblick über die Finanzierungslandschaften in Niedersachsen (im Besonderen) und ganz Deutschland (insgesamt) bietet die Veranstaltung „Im Geld schwimmen, Finanzierungsmöglichkeiten der Kulturellen Bildung“.
Wie kann man überhaupt im Bereich Kunst und Kultur Förderung gewinnen und welche Möglichkeiten sowohl Online als auch Vermittlungsmethoden gibt es, um Ideen zu verwirklichen?
Dafür sollte man zuerst einen Antrag stellen. Je genauer und sorgfältiger dieser Antrag geschrieben wird, desto mehr steigen die Chancen, Finanzmittel zu gewinnen. Nicht alle Anträge können zum Erfolg führen, aber die meisten. Es kommt darauf an, wie viel Zeit und Energie man dafür eingesetzt hat.

 

In fünf Schritten kann man einen Antrag stellen.
Phase 1: Sich selbst Klarheit verschaffen. Wieso wollen wir dieses Projekt realisieren? Wie viel kostet das Projekt? Was ist geplant, wann, wo, mit wem? Ist das brauchbar? Ist es das wert? Diese Phase ist so wichtig, denn je konkretere Ideen wir haben, desto einfacher ist es zu realisieren.
Phase 2: Informieren Sie sich über Förderrichtlinien. Fördermöglichkeit prüfen, ob sowohl das Projekt als auch der Antragsteller den Richtlinien entsprechen. Gibt es Antragsfristen?
Phase 3: Erste Kontaktaufnahme. Per Anruf das Projekt kurz vorstellen und prinzipielle Fördermöglichkeit klären. Das ist nicht bei allen Förderern notwendig, aber besonders wenn keine Standardformulare für das Verfahren vorgegeben sind.
Phase 4: Die Vorbereitung des schriftlichen Antrages. Das sieht wie unter Schritt 1 aus. Wir sollen alle Details aufschreiben. Je genauere Informationen man im ersten Schritt hat, desto einfacher ist es, diese Phase zu bewerkstelligen. Was ist konkret geplant? Wann, mit wem, für wen, wie viel, wie, wo, welche? Eine Menge von diesen Fragen macht unser Ziel deutlich und klar. Aber wir sollen uns auch in dieser Phase mit konkreten Fragen über die Kosten und den Finanzierungsplan beschäftigen.
Phase 5: Den Antrag zu schreiben, ist der letzte Schritt. Was wir im vorletzten Schritt gemacht haben, soll hier als Fazit formuliert werden. Es gibt fünf Punkte,  auf die wir achten sollten. Ein Antrag soll enthalten:
1. Übersichtsblatt mit allen wichtigen Daten (Erst zum Schluss erstellen!)
2. Antragstext
3. Kosten- und Finanzierungsplan
4. Anlagen für geforderte Nachweise
5. Anlagen für weitere Informationen.
 

 

Ein Antrag muss immer die Projektbeschreibung (Punkt 2) und den Kosten- und Finanzierungsplan (Punkt 3) enthalten, sonst ist er nicht vollständig. Je nach die Amt, Institut, Stiftung oder wo sonst wir unser Antrag einreichen wollen, gibt es normalerweise ein Formular. Wenn ein Förderer eigene Formulare hat, dann sollten wir uns anpassen und diese mit den richtigen Infos ergänzen. Anderenfalls sollten wir den Antrag  selbst formlos schreiben.
Für einen sinnvollen Antragstext gibt es Kriterien. Zunächst ist ein treffender Titel Gold wert. Bei einer Kurzdarstellung des Projektes handelt es sich um die Zusammenfassung. Sie sollte nicht mehr als einen Absatz umfassen und beinhaltet die wichtigsten Informationen.
Dann kommt die Selbstdarstellung des Antragstellers. Diese sollte nicht mehr als ein halbe Seite (DIN A4) lang sein. Hier sollten Begriffe wie z. B. Organisationszweck, Arbeitsschwerpunkte und Zielgruppe, Anzahl der Aktiven auf ehrenamtlicher und bezahlter Basis usw. beschrieben werden.
Hintergründe und Ziele des Projektes sind ein für Projektanträge ganz wichtiger Part. Hier schildern wir den konkreten Anlass für die Projektidee. Man sollte sich mal fragen: Was will ich damit erreichen? Es ist besser, in einfachen klaren Worten die konkrete Situation vor Ort zu beschreiben und dann klare Ziele zu formulieren.
Eine konkrete Projektbeschreibung ist der nächste Schritt. Welche Aktivitäten sind konkret geplant? Hier sollten genauere Angaben gemacht werden, aber nicht zu detailliert und zu lang.
Folgende Fragen sollen am Ende des Antragstextes beantwortet werden:
Welche Zielgruppen sollen angesprochen werden? An welchem Ort soll das Projekt durchgeführt werden? Wie soll der Zeitplan dargestellt werden?
Zum Schluss sollten die Öffentlichkeitsarbeit und die Sicherung und Dokumentation der Projektergebnisse  den Erfolg der Maßnahme überprüfen.
Letztendlich sollten wir den Kosten- und Finanzierungsplan formulieren. Es empfiehlt sich dabei, die Kosten in Kostenpositionen zusammenzufassen und Gesamtsummen anzuführen.
Z. B. 3 Kursleitungen 3* 20 Std. * 15 €  = 900 €
Hier soll erläutert werden, wie die oben entstehenden Kosten finanziert werden können. Dabei muss die Summe der Finanzierung identisch mit der Kostensumme sein.
So sollte man vorgehen, damit man seine Konzepte finanzieren und seine Ideen realisieren kann.
 Es ist eigentlich ganz einfach! Je nach Stiftung oder Behörde gibt es unterschiedliche Methoden, aber einen Antrag zu stellen ist fast bei allen ähnlich und erforderlich. Mit einem überzeugenden Antrag kann man „im Geld schwimmen“.

Wo ist das schönste Quartier Eurer Stadt?

Tenever ist das schönste Quartier Bremens!
Das klingt wie ein Motto von einem Immobilienmakler. Aber warum sagen das die Bewohner?
Ende Oktober 2018 haben sich über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltungen von Oldenburg, Bremen und Groningen im Bremer Rathaus getroffen,  um ihre Erfahrungen miteinander zu teilen und sich auszutauschen. Das machen sie jedes Jahr im Rahmen eines so genannten Fachtreffens, das jedes Mal in einer anderen der drei Städte stattfindet.
Wir haben uns nach einer freundlichen Begrüßungsrede und einer amtlichen Ansprache in sieben unterschiedliche Gruppen aufgeteilt, je nach Tätigkeitsbereich.
Aber was die Bremer mit uns vorhatten, war interessant.
Wir sind in einen Stadtteil von Bremen gefahren, der Tenever heißt.  Begleitet wurden wir von einem fantastischen Reiseführer, der uns über diesen Stadtteil informierte.

Wie ergeht es einem Neuen?

Wie verhaltet Ihr Euch, wenn Ihr als neue/r Kollegin/e bei einer Firma, einem Büro oder Geschäft arbeiten sollt? Seid Ihr offen und freundlich und habt Freude an neuen Kollegen/innen? Oder habt Ihr Zweifel darüber und seid misstrauisch? Denkt Ihr, dass neue Personen auch freundlich sein können? Oder findet Ihr es stressig?
Egal ob es am ersten Tag zur Schule oder zur Arbeit oder zu irgendetwas anderem geht, es ist immer gleichzeitig stressig und spannend. Und beide Gefühle können nach der ersten Begegnung stärker oder schwächer werden. Wenn es gut läuft, hat man für den restlichen Weg viel Kraft, wenn es schief geht, dann kann es in einer Katastrophe enden.
Ab dem erste September sollte ich im Kulturbüro Oldenburg als Bundesfreiwilliger arbeiten und ich hatte auch diese beiden Gefühle.
Dieses Mal war es bei mir aber so, dass ich am 3. September im Kulturbüro der Stadt Oldenburg angekommen bin. Zuerst habe ich gute Laune im Gesicht der anderen Kollegin/e gesehen und habe es als ein Zeichen genommen, dass in erster Linie gute Laune in diesem Arbeitsklima herrscht, und wie fantastisch es sein kann, wenn die gute Laune da wie eine ungeschriebene Regeln gilt. Dann habe ich  meinen Namen auf dem Schild an der Wand vor der Tür gesehen und ich fühlte mich wie ein Teil von diesem Büro. Aber das Wichtigste und Hervorragende war, was die Kollegen für mich auf dem Tisch im Büro gelegt haben: ein Päckchen Schokolade und eine Geschenkkarte, darin geschrieben stand:
Sehr geehrter Herr Jelodar,
das Team des Kulturbüros heißt Sie ganz herzlich willkommen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen.

 

Und Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie glücklich ich war, nicht nur weil Schokolade mir schmeckt, sondern weil man mit solchen Sachen eine positive Energie und Atmosphäre erreichen kann, da es fast jedem als neuer Kollege nicht klar ist, wie der Zusammenhang zwischen den Kollegen am neuen Arbeitsplatz ist und wie man sich verhalten soll, damit man weder fremd noch wie ein Clown wirkt. Und solch ein Willkommen beruhigt, und zeigt einem, dass man auf dem richtigen Weg ist.
Aber im Kulturbüro ist es einfach. Jeder hat viel Erfahrung und ist voller neuer Ideen. Alle sind Profis auf ihrem Gebiet und versuchen, ihre besten Ideen für die Stadt und ihre Bürger einzubringen. Alle sind auch offen, diese mit anderen begeisterungsfähigen Menschen zu teilen. Auch neue Ideen sind da gern gesehen.
Im ersten Monat hatte ich diese Chance neue Kollege kennenzulernen und mich mit ihnen zu unterhalten und ihre Aufgaben zu verstehen. In diesem Bereich macht jeder viele unterschiedliche Aufgaben, und das passt genau zu Kunst und Kultur, die auch aus verschiedenen Arten bestehen. Jedes Projekt hat sein Erfordernisse und braucht ein Konzept, damit es von Anfang bis Ende geklärt ist in Bezug auf seine Voraussetzungen und die Vorbereitung. Der Vorlauf dauert manchmal ein ganzes Jahr und teilweise eine Woche.
Aber was hier in Mittelpunkt steht, ist die Motivation und Kraft, die Stadt mit vielfältigen Konzepten lebendiger und bunter zu machen. Und  damit wird sie sowohl glücklich als auch gebildet.
Ich finde diese Stelle wie ein Gemälde, jedes Teil hat seine Farbe und Form, aber wenn man es von ferne sieht, findet man es noch schöner und eindrucksvoller.

2017/18: Rebecca Lemke

„Wenn aus Geschichten Bilder werden“

Das Kreativprojekt „Wenn aus Geschichten Bilder werden“ wurde von Rebecca Lemke im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres (kurz: FSJ) Kultur im Kulturbüro der Stadt Oldenburg durchgeführt. Hierfür arbeitete sie mit der Kinderbuchautorin Birgit Hedemann zusammen. Das Projekt richtete sich an Oldenburger Grundschulen.

Buch zur Steinzeit

Die Grundschulkinder lernten das Buch „Almas geheimer Garten – Mit der Hammelmöhre in die Steinzeit“ von Birgit Hedemann kennen. Gemeinsam mit der Hauptperson der Geschichte konnten sie gedanklich in die Steinzeit reisen, wo sie das eine oder andere Abenteuer erwartete.

Gedanken und Fantasie anregen

Die Autorin las vorerst nur einen Ausschnitt vor, denn an einer spannenden Stelle wurde das Vorlesen unterbrochen. Jetzt konnten die Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Ausgehend von der Frage „Was könnte nun passieren?“ hatten die Kinder Zeit zur kreativen Auseinandersetzung mit der Geschichte. Sie konnten einen weiterführenden Text verfassen oder auch etwas malen.

Zu Besuch in Ohmstede und Kreyenbrück

Bislang besuchten Birgit Hedemann und Rebecca Lemke gemeinsam zwei Oldenburger Grundschulen. In Ohmstede konnte das Projekt mit dem 2. Jahrgang stattfinden, wobei in der Grundschule auch der Tag des Buches gefeiert wurde. Anschließend konnten die Kinder auf großen Tapetenrollen ihre Titelbilder zum Buch gestalten und sich kreativ ausleben. In Kreyenbrück konnte das Projekt im Rahmen der Ferienbetreuung umgesetzt werden. Es nahmen insgesamt 12 Mädchen und Jungen aus den Jahrgängen 1 bis 4 teil. Einige entschieden sich dafür, die Geschichte weiterzuschreiben. Andere hingegen wollten lieber ein passendes Bild dazu malen. Bevor sie starteten, konnten sie ihre eigenen Farben herstellen. Hierfür experimentierten sie mit verschiedenen Pflanzen und Gewürzen.

Bunte Bilder und spannende Fortsetzungen

Es entstanden bei beiden Grundschulen bunte Bilder von Steinzeitfiguren und Höhlen über magische Pflanzen bis hin zu Dinosauriern und Mammuts. Zudem wurden auch spannende Fortsetzungen der Geschichte von den Kindern ersonnen.

2012/13: Inga-Lotta Behrens

Projekt der Bundesfreiwilligen im Kulturbüro

Theater-Tanz-Projekt "Fremde Freunde"

Im Rahmen eines eigenständigen Projektes des Bundesfreiwilligendienst (BFD) Kultur und Bildung führte Inga-Lotta Behrens (Bundesfreiwillige 2012/2013 im Kulturbüro, Stadt Oldenburg) ein Theater-Tanz-Projekt an der Grundschule Dietrichsfeld durch.

Alle Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen der Grundschule schrieben im Februar 2013 ihre eigenen Geschichten zu den Themen Freundschaft und Anderssein.
Für jede Klasse wurde dann aus ca. sechs bis sieben Geschichten jeweils ein Theaterstück geformt. Nach einer kurzen aber intensiven Probenphase zwischen April und Juni brachten die Kinder ihre Geschichten dann auf die Bühne der Grundschule Dietrichsfeld. mehr »