Kreislaufwirtschaft Bauwesen
Von Schatzkammern und wiederverwendeten Schätzen
6. Branchentreff Kreislaufwirtschaft Bau im April 2026
Die Wirtschaftsförderung lädt seit 2024 circa alle drei Monate die Baubranche mit Wirtschaft, Hochschulen und Kommunen zum Branchentreff Kreislaufwirtschaft Bau ein.
Der nächste Branchentreff findet am Dienstag, 14. April 2026, von 17 bis 19 Uhr beim Monumentendienst in Oldenburg, Rohdenweg 30, in 26135 Oldenburg statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Bitte melden Sie sich über das Anmeldeformular an ». Bei kühlem Wetter bitte warme Kleidung anziehen – das Lager ist nicht geheizt.
Es informieren bei diesem Branchentreff Expertinnen und Experten auf dem Gebiet „Erhalt von Gebäuden beziehungsweise Baumaterialien“: Kerstin Stölken, Projektleiterin und Michael Flatken, Inspektor beim Monumentendienst, stellen den in Deutschland einzigartigen Info- und Wartungsdienst für denkmalgeschützte und historische Gebäude vor und Fred Melius von BSW Bauen-Sanieren-Wohnen aus Hude gibt Einblicke in sein Geschäftsmodell „Sanierung mit wohngesunden, nachhaltigen, wiederverwendeten Materialien“.
Was viele nicht wissen: In der Stadt Oldenburg gibt es eine „Schatzkammer für historische Baustoffe“, das Bauteillager, betrieben vom Monumentendienst, dem Info- und Wartungsdienst für historische Gebäude in Weser-Ems. Der Monumentendienst lagert die Materialien, um sie bei Sanierungen zur Sicherung erhaltenswerter Gebäude zur Verfügung zu stellen. Das Lager ist allerdings nur ein Teil der angebotenen Leistungen: Bereits seit 2004 verfolgt der Monumentendienst das Ziel, Eigentümern beim Erhalt ihrer historischen Gebäude (vor 1950 erbaut) aktiv und beratend zur Seite zu stehen, unter der Prämisse nachhaltig und Ressourcen-schonend zu handeln. Mit einem speziell ausgebildeten Team von Fachleuten betreut der Monumentendienst unabhängig und objektiv über 2.000 historische Gebäude in der Region und führt Gebäude-Inspektionen durch.
Das Geschäftsmodell von BSW ist der Erwerb älterer Landhäuser oder Resthöfe und eine klimaneutrale Sanierung mit nachhaltigen Materialien wie Reet, Lehm, Stroh, Hanf, alten Klinkersteine et cetera.
Ablauf:
17.00 Uhr: Begrüßung Ina Lehnert-Jenisch, Kurzinfo zum Projekt Reallabor Urban Mining
17.10 Uhr: Vortrag von Kerstin Stölken
17.30 Uhr: Vortrag von Fred Melius
17.45 Uhr: Vorstellung des Bauteillagers durch Michael Flatken
18.00 Uhr: Gang durch Innen- und Außenbereich des Lagers
18.15 Uhr: Gespräche an Stehtischen bei Getränken und etwas zum Knabbern
19.00 Uhr: Ende
Rückblick auf vorausgegangene Veranstaltungen
5. Branchentreff: Kreislaufwirtschaft in der Kommune und Wiederverwendung von Baumaterialien
Am 20. Januar 2026 haben zwei interessante Gäste den Branchentreff geprägt:
Klaus Schavan, Betriebsleiter des Eigenbetriebs Gebäudewirtschaft und Hochbau, stellte unter dem Motto „Neue Narrative: Kreislaufwirtschaft und kommunales Bauen“ Potenziale, Vorbildfunktion und Verantwortung der Kommune dar und hielt ein beeindruckendes Plädoyer für eine Bauwende.
Caroline Braus, Circular Consultant bei der Concular GmbH, berichtete über regulatorische, ökologische und ökonomische Herausforderungen. So ging es um Gewährleistung, Wirtschaftlichkeit und Zeitaufwand im Vergleich zum konventionellen Bauen – und gleichzeitig um die Wertsteigerung von kreislaufgerechten Gebäuden. Gute Praxisbeispiele haben das Thema veranschaulicht.
An Thementischen fanden lebhafte Diskussionen unter den Teilnehmenden statt. Interessenten für die Präsentationen können sich bei ina.lehnert-jenisch[at]stadt-oldenburg.de melden.
4. Branchentreff Kreislaufwirtschaft Bau
Beim 4. Treff im August ging es um das Thema „Selektiver Rückbau und vorausschauende Neugestaltung“. Michael Schröder/SAR SCHRÖDERARCHITEKTEN aus Bremen gab einen Erfahrungsbericht und zeigte am Beispiel eines Bauvorhabens mitten in der Bremer City, wie der Rückbau pragmatisch, konsequent und kreativ umgesetzt wurde. Dabei zeigte er auch Spielräume zwischen Vorgaben und fehlenden Vorgaben bei der Weiternutzung von Rückbauteilen und Baustoffen auf.
Zu Gast waren auch die Projektleiterinnen vom Bau-Circle – Bündnis Kreislaufwirtschaft Bauwesen Metropolregion Nordwest: Architektin Ute Dechantsreiter und Projektmanagerin Lea von Wirth.
Gemeinsam wurden an Thementischen mit allen Teilnehmenden Fragen zu Rückbau und Wiederverwendung vertieft.
3. Branchentreff: Akteursforum „Zirkuläres Bauen" im Februar 2025
Auf der NORDHAUS-Messe 2025 fand das Akteursforum „Zirkuläres Bauen“ im Februar 2025 statt – und war gleichzeitig der 3. Branchentreff. In Vorträgen und an Thementischen befassten sich 50 Unternehmen und Institutionen aus der Baubranche intensiv mit dem Thema. Dabei ging es um Rückbau, die Wiederverwendung von Baustoffen und Bauteilen und das Bauen mit nachhaltigen Rohstoffen. Weitere Infos zum Akteursforum finden Sie hier ». Das Akteursforum fand im Rahmen des Projekts Bündnis Kreislaufwirtschaft im Bauwesen Metropolregion Nordwest statt (siehe unten).
2. Branchentreff Kreislaufwirtschaft Bau in der Jade Hochschule in Oldenburg
Beim Branchentreff im November 2024 ging es um Baustoffe: in ihrer Herstellung, bei der Prüfung und der Anwendung. Dr. Michael Fooken, Leiter Technologie bei Sievert Baustoffe SE & Co. KG in Osnabrück, hielt einen Impulsvortrag zum Thema, wie die Baustoffbranche die Transformation zur ökologischen Neutralität schaffen will. Anschließend informierte und zeigte Prof. Dr.-Ing. Sebastian Hollermann die von Studierenden komplett aus gebrauchten Bauteilen hergestellte Mobile Lernwerkstatt. Prof. Dr.-Ing. Heinrich Wigger und Iris Schmidtmann stellten das Institut für Materialprüfung und Bauwerkserhaltung vor. Weitere Infos zum 2. Branchentreff finden Sie hier ».
1. Branchentreff im August 2024
Bündnis Bau-Circle aus Unternehmen und Institutionen in der Metropolregion Nordwest
Die Aktivitäten Oldenburgs sind eingebunden in das Projekt „Bündnis Kreislaufwirtschaft Bauwesen in der Metropolregion Nordwest”, das von der Metropolregion Nordwest gefördert wird und in dem die Stadt Oldenburg Partner ist.
Das Thema gerät immer mehr in den Fokus, denn wie in vielen Branchen wird auch das Bauwesen im Hinblick auf Ökologie und Ökonomie neu gedacht. Ob bei Sanierung oder Neubau, Abbruch und Entsorgung, Aufbereitung und Wiederverwertung, überall bestehen große Potenziale einen spürbaren Beitrag zur Ressourcenschonung und CO2-Minderung zu leisten. Es bietet sich eine gute Gelegenheit, sich mit diesen Themen intensiver zu befassen, Potenziale zu erkennen und auszuschöpfen:
Das Projekt „Bündnis Kreislaufwirtschaft Bauwesen in der Metropolregion Nordwest“ ist mit einem Kick-off Meeting am 8. November 2023 gestartet. Aufbauend auf den Bremer RessourcenEffizienz-Tischen wurde das Projekt durch die Bremer Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft beantragt. Projektträger ist die Amtliche Materialprüfungsanstalt der Freien Hansestadt Bremen (MPA), ein Geschäftsbereich des Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien – IWT.
Vom Bauhandwerk über Aufbereiter bis zum Planungsbüro
Der Kreislaufgedanke muss in verschiedenen Bereichen und Branchen in die Prozesse Einzug halten, um das Thema auf allen erforderlichen Ebenen voranzubringen. Es geht um Rückgewinnung, Aufbereitung, Wiederverwendung, Zertifizierung, Recycling und den hochwertigen Wiedereinsatz von Bauteilen im „second life".
Gute Gründe für Ihre Teilnahme im Bündnis: Sie werden Teil eines großen Netzwerks in der Region, Sie bereiten sich auf die Zukunft vor und Sie erfüllen die Erwartungen vieler Kundinnen und Kunden!
Zusammenarbeit in fünf Arbeitsgruppen
In fünf Arbeitsgruppen (AG) arbeiten Unternehmen, Institutionen und Projektleitung zu folgenden Schwerpunkten. Dort werden auch die Themen behandelt, die bei der Veranstaltung in Oldenburg zusammengetragen wurden (siehe unten).
- AG 1 Datenanalyse und Digitalisierung
– Stoffströme in der Region erfassen, Akteure identifizieren, logistische Systeme untersuchen, Leistungsprofil und Nutzungsanforderungen bezüglich Digitalisierung - AG 2 Rechtlicher Rahmen
– Anforderungen in Ausschreibungen, Belohnungs- und/oder Sanktionssystem eruieren (bezüglich Kommune, Land, Bund, Europa), Qualitätsanforderungen an Sekundärrohstoffe festlegen, Überführung in konkrete Normierungen und Standards - AG 3 Qualifizierung
– Qualifizierungsbausteine für Planung, Architektur, Wissenschaft, Handwerk und Bauwirtschaft, Veranstaltungsformate für verschiedene Zielgruppen prüfen und mit Partnern umsetzen - AG 4 Bündnis-/ Öffentlichkeitsarbeit
– Kooperationsmodelle entwickeln - AG 5 Pilotprojekte
– Initiierung und Auswertung von Pilotprojekten in den Bereichen Hochbau, Tiefbau, Landschaftsbau und Gebäudetechnik
Hier geht es zur Bau-Circle Projektwebsite ». Eine gute Basis für den Einstieg ins Thema bietet ein Handlungsleitfaden, der mit Bremer Akteuren entwickelt wurde. Diesen können Sie über bauteilnetz Deutschland kostenlos erhalten »
Wenn Sie in der Metropolregion Nordwest ansässig sind und im Bündnisprojekt mitarbeiten wollen, schreiben Sie bitte per E-Mail an.
Fakten
In Deutschland sind der Betrieb und die Nutzung von Gebäuden für etwa 35 Prozent des Endenergieverbrauchs und 30 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Die Treibhausgasemissionen aus der Rohstoffgewinnung, der Herstellung von Bauprodukten, dem Bau und der Renovierung von Gebäuden werden dabei auf 5 bis 12 Prozent der gesamten nationalen Treibhausgasemissionen geschätzt. Der Ressourcenverbrauch in der Bauwirtschaft ist mit einem Anteil von etwa 50 Prozent der gesamten Rohstoffnutzung sehr hoch. Und gleichzeitig macht dieser Bereich den Großteil des deutschen Abfallaufkommens aus (230 Millionen Tonnen, einschließlich Straßenaufbruch).
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Zuletzt geändert am 12. März 2026








