Große Lösung für drängendes Problem: Sechs Felder für Oldenburgs Hallensport

11.02.2026

Große Lösung für drängendes Problem: Sechs Felder für Oldenburgs Hallensport

Oldenburg. Die Sporthalle am Brandsweg ist in die Jahre gekommen – und der Bedarf an Hallenzeiten wächst weiter. Statt einer langwierigen und kostenintensiven Sanierung setzt die Stadt Oldenburg auf eine zukunftsweisende Lösung: einen doppelstöckigen Neubau mit sechs Hallenfeldern auf der Sportanlage an der Kennedystraße. Das Konzept soll den Sporthallenbedarf nachhaltig decken. Ihre Überlegungen wird die Verwaltung am 11. Februar im Sportausschuss vorstellen.
 
„Mit dem Neubau an der Kennedystraße würden wir eine tragfähige und zukunftsorientierte Lösung für Schulen und Vereine im gesamten Stadtgebiet schaffen“, erklärt Holger Denckmann, Dezernent für Schule, Sport, Kultur und Gebäudewirtschaft. „Wir könnten lange Ausfallzeiten beim Schulsport vermeiden, den Vereinssport entlasten und zusätzliche Hallenkapazitäten gewinnen, die auch bei künftigen Sporthallen-Sanierungen dringend benötigt werden.“

Die Dreifeld-Sporthalle am Brandsweg aus dem Jahr 1974 ist stark sanierungsbedürftig und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen an eine zeitgemäße Sportstätte. Eine umfassende Sanierung würde – wie vergleichbare Projekte gezeigt haben – zu einer mehrjährigen Nichtnutzbarkeit führen und erhebliche organisatorische und finanzielle Folgen für Schulen und Vereine nach sich ziehen. Nachdem auch Optionen wie die Sanierung der Bestandshalle am Brandsweg und der gleichzeitige Neubau einer Dreifeld-Halle geprüft wurden, favorisiert die Verwaltung den Neubau einer Sechsfeld-Halle.

Platzsparende Hallen-Lösung auf zwei Etagen
Ein besonderer Vorteil dieser Lösung liegt in der geplanten Anordnung der Sportflächen: Das doppelstöckige Bauwerk soll so konzipiert werden, dass im unteren Geschoss eine Dreifeld-Halle und im oberen Geschoss drei weitere vollwertige Hallenfelder entstehen. Mit dieser platzsparenden Variante können auf vergleichsweise geringer Fläche insgesamt sechs Hallenteile realisiert werden.

Diese zusätzlichen Kapazitäten decken nicht nur den Bedarf der Oberschule Eversten und des Gymnasiums Eversten ab, sondern kommen auch weiteren Schulen im Stadtwesten zugute. Darüber hinaus entstehen neue Spielräume für den Vereinssport – insbesondere in den Wintermonaten – sowie Ausweichmöglichkeiten bei Sanierungen anderer Sporthallen.

Standort Kennedystraße als beste Lösung
Als Standort für einen Neubau wurden mehrere Flächen im Umfeld der Sporthalle Brandsweg geprüft. Im Ergebnis hat sich die Sportanlage an der Kennedystraße als am besten geeigneter Standort erwiesen. Dort könnte ein Neubau auf der Rasenfläche zwischen dem direkt an der Kennedystraße gelegenen Sportplatz mit Rundlaufbahn und dem im hinteren Teil der Sportanlage befindlichen Kunstrasenplatz realisiert werden. Ein weiterer Vorteil dieses Standorts liegt in der Möglichkeit, zusätzliche Umkleidekapazitäten für die Sportanlage direkt in den Neubau zu integrieren. Dadurch kann auf einen weiteren Baukörper verzichtet und zusätzliche Flächenversiegelung vermieden werden.

Nach Fertigstellung des Neubaus könnte die bestehende Sporthalle am Brandsweg zurückgebaut und die Fläche einer anderen schulischen Nutzung zugeführt werden. Um bis zur Inbetriebnahme des Neubaus übergangsweise den Sportbetrieb in der Bestandshalle aufrechterhalten zu können, werden Instandhaltungsmaßnahmen erforderlich sein. In welchem Umfang – das hängt maßgeblich von der Bauzeit der neuen Halle ab, über die zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussage getroffen werden kann.

Der Kostenvergleich 
Die Kosten für den Neubau einer Sechsfeld-Sporthalle betragen nach erster Schätzung 31,3 Millionen Euro. Baurisiken und eine Kostenvarianz (aufgrund der noch fehlenden Planungen) wurden hierbei pauschal mit rund 7,5 Millionen Euro berücksichtigt. Die Stadt wird versuchen, zur Finanzierung des Vorhabens Fördermittel einzuwerben. Für die Sanierung der Bestandshalle und Neubau einer Dreifeld-Halle würden nach aktuellem Stand „orientierende Programmkosten“ in Höhe von 33,1 Millionen Euro anfallen.