Retter aus der Haaren Rettungsmedaille vorgeschlagen

Oberbürgermeister Krogmann setzt sich für Auszeichnung ein – Brief ans Innenministerium

Er ist ein wahrer Lebensretter: Am 2. Februar 2026 beobachtete Nader Boussetta zufällig, wie ein Auto infolge eines Verkehrsunfalls in die Haaren stürzte – und sprang ohne zu zögern in das eiskalte Wasser, um den Insassen zu befreien. Diese außergewöhnliche Zivilcourage verdient höchsten Respekt und Anerkennung – deshalb hat Oberbürgermeister Jürgen Krogmann den Helden der Haaren nun für die Verleihung der Niedersächsischen Rettungsmedaille vorgeschlagen. Die Gefahr für Leib und Leben von Nader Boussetta sowie sein lebensrettendes Handeln wurden durch die Feuerwehr Oldenburg eindeutig bestätigt. 

Über den Unfallhergang

Am Montag, 2. Februar, kam es infolge eines Verkehrsunfalls dazu, dass ein Auto mit einer darin befindlichen Person in die Haaren geschoben wurde. Das Fahrzeug begann daraufhin, samt Fahrer, langsam zu sinken. Zum Unfallzeitpunkt betrug die Außentemperatur etwa -4 Grad, die Wassertemperatur war entsprechend niedrig, die Wassertiefe an der betroffenen Stelle beträgt rund 1,8 Meter.

Nader Boussetta, der sich als Passant in der Nähe befand, beobachtete den Unfallhergang und reagierte umgehend. Er begab sich die Böschung hinab und versuchte zunächst, den verunglückten Fahrer durch Zurufe zu unterstützen, unter anderem mit Anweisungen zum Öffnen der Fahrzeugfenster. In der Folge entkleidete sich der Retter und begab sich trotz der extremen Kälte und somit unter Gefahr für das eigene Leben in die Haaren, um der eingeschlossenen Person unmittelbar Hilfe zu leisten. Durch sein beherztes und entschlossenes Eingreifen gelang es ihm, den Fahrer aus dem Fahrzeug zu retten, dessen Kopf über Wasser zu halten und ihn bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte zu betreuen, wobei sich beide Personen auf dem Fahrzeugdach befanden.

Dieses schnelle Handeln war lebensrettend. Beim Eintreffen der Rettungskräfte war das Fahrzeug bereits vollständig vom Wasser bedeckt. Beide Personen wurden aufgrund einer ausgeprägten Unterkühlung medizinisch versorgt und anschließend in die nächstgelegenen Krankenhäuser transportiert. An dem Einsatz beteiligt waren die Feuerwehr, der Rettungsdienst, die Polizei sowie die Untere Wasserbehörde.

Zuletzt geändert am 11. Februar 2026