Winterschäden belasten Straßen: Stadt verstärkt Kontrolle und Schlaglochbeseitigung

16.01.2026

Winterschäden belasten Straßen: Stadt verstärkt Kontrolle und Schlaglochbeseitigung

Oldenburg. Der Wintereinbruch und anhaltend niedrige Temperaturen haben in der vergangenen Woche in der Stadt Oldenburg zu einem deutlich erhöhten Schadensaufkommen an Fahrbahnen geführt. Vor allem Frost-Tau-Wechsel begünstigen die Entstehung von Schlaglöchern und Aufbrüchen. Die Stadtverwaltung hat deshalb die Streckenkontrollen intensiviert und priorisiert die Beseitigung von Gefahrenstellen. 


Wie groß ist das Straßennetz in Oldenburg?
Die Stadt Oldenburg ist für die Verkehrssicherung und die Erhaltung von rund 1.500 Straßen mit einer Verkehrsfläche von rund fünf Millionen Quadratmetern zuständig.


Wo wird kontrolliert und wie viele Mitarbeitende sind im Einsatz?
Zur Schlaglochbeseitigung sind aktuell acht Fahrzeuge des städtischen Bauhofs im Einsatz, jeweils mit zwei bis drei Mitarbeitenden besetzt. Die Teams führen im gesamten Stadtgebiet Straßenkontrollen durch und bearbeiten zusätzlich Meldungen der Straßenaufsichten, die täglich unterwegs sind und Schäden aufnehmen.


Wie entsteht eigentlich ein Schlagloch?
Schlaglöcher entstehen meist in mehreren Schritten:
•    Wasser dringt ein: Durch Risse, Nähte oder Fugen gelangt Wasser in die Asphaltdecke und in die darunterliegenden Schichten.
•    Frost hebt an: Gefrierendes Wasser dehnt sich aus und lockert den Asphalt.
•    Hohlraum bildet sich: Beim Auftauen bleibt ein geschwächter Bereich oder Hohlraum zurück.
•    Verkehr bricht auf: Vor allem schwere Fahrzeuge drücken die geschwächte Stelle ein, Material löst sich, das Loch wächst.


Wie wird bei der Schadensbehebung priorisiert?
Aufgrund der Vielzahl an Meldungen werden derzeit Hauptverkehrsstraßen und Buslinien vorrangig vor Nebenstraßen bearbeitet. Ziel ist es, insbesondere auf stark belasteten Strecken sowie im öffentlichen Personennahverkehr die Verkehrssicherheit und Befahrbarkeit kurzfristig sicherzustellen.


Wie läuft das Reparaturverfahren ab?
Die Schlaglöcher werden aktuell mit Reaktionsasphalt geschlossen. Dieses Verfahren ermöglicht eine schnelle Instandsetzung ohne größere Verkehrsunterbrechungen. Witterungsbedingt ist die Haltbarkeit jedoch nur begrenzt, insbesondere bei weiterem Frost-Tau-Wechsel. Deshalb ist vorgesehen, betroffene Bereiche im Frühjahr – sobald die Bedingungen es zulassen – dauerhaft mit Heißasphalt zu überarbeiten.


Wäre es nicht besser, die Stellen dauerhaft zu sanieren statt provisorisch zu flicken?
Die aktuellen Maßnahmen dienen der kurzfristigen Gefahrenabwehr und werden daher provisorisch ausgeführt. Für eine dauerhafte Sanierung ist in der Regel eine Überarbeitung in geeigneter Witterung erforderlich. Betroffene Bereiche werden hierfür jeweils geprüft und der betreffende Straßenzug bei entsprechendem Bedarf in das Sanierungsprogramm aufgenommen.