Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Oldenburg

Kunst im öffentlichen Raum auf einen Klick

Das Oldenburger Stadtgebiet ist reich an Werken der Kunst im öffentlichen Raum.

Wer seinen nächsten Spaziergang plant und diesen mit einer KulTour verbinden möchte, kann mithilfe der speziellen Angebote auf der Homepage der Stadt Oldenburg per Mausklick seine Route festlegen. Ebenso wird online fündig, wer unterwegs mehr über ein Kunstwerk an der Route erfahren will.

Neben der Anzeige im interaktiven Stadtplan » des GeoPortals sind diese Informationen nun auch direkt über die Web-Applikation „Kunst im öffentlichen Raum“ aufzurufen.

Verschiedenfarbige Icons kennzeichnen die Standorte unterschiedlichster Objekte aus den Bereichen

  • Fassadenkunst
  • Mahn-/Gedenk-/Ehrenmale
  • Personen-Denkmäler
  • Skulpturen/Plastiken
  • Wappen/Embleme

Hinter jedem Symbol verbergen sich die Angaben zum Kunstwerk: Titel, Künstlerin oder Künstler, Entstehungsjahr, Material, Maße, Eigentümerinnen und Eigentümer sowie eine Bildansicht des Kunstwerks.

Hier geht's zur genannten Web-Applikation ».

Beschädigungen am Mahnmal machen Instandsetzungsmaßnahmen notwendig

Kriegerdenkmal an der Bloherfelder Straße wird saniert

Am Kriegerdenkmal für den Ersten und Zweiten Weltkrieg an der Bloherfelder Straße/Ecke Schramperweg wurden im Mai 2026 dringend notwendige Reparaturen durchgeführt. Das Mauerwerk war beschädigt, und kleinere sowie mittelgroße Brocken sind bereits herabgefallen – ein deutliches Zeichen dafür, dass schnell gehandelt werden muss. Nach einer gründlichen Reinigung wird das Objekt von einem Oldenburger Steinmetzbetrieb begutachtet und fachgerecht instand gesetzt, um es vor weiterem Verfall, insbesondere durch eindringendes Wasser, zu schützen.

Gedenken erhalten

Das rund 4 Meter hohe Kriegerdenkmal aus Basalt und Kunststein wurde 1922 zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs errichtet und später, aus gegebenem Anlass, um Ergänzungen für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs erweitert. Unter einem Relief befinden sich auf einer eingelassenen Tafel die Inschriften: „1914–1918/Zum Gedenken an unsere Gefallenen/Den Toten zur Ehre/Den Lebenden zur Mahnung/Die Ortschaft Bloherfelde/1939-1945.“ „Wir hätten gerne auch die Inschrift auf der Tafel neu ausfärben lassen, um die Lesbarkeit zu verbessern“, erklärt Paula von Sydow, Leiterin des städtischen Fachdienstes Kulturbüro, und ergänzt: „Leider lässt unser begrenztes Budget dies nicht zu, denn dringende Unterhaltungsarbeiten müssen auch an zahlreichen weiteren Objekten der Kunst im öffentlichen Raum finanziert werden.“ So wurde auch der in unmittelbarer Nachbarschaft zum Mahnmal aufgestellte Gedenkstein von den Reinigungsarbeiten ausgespart. Für die Arbeiten am Kriegerdenkmal fallen Kosten in Höhe von rund 4.900 Euro an.

Kunstwerke von Anna Maria Strackerjan im Sartoriusgang

Nach Abschluss der Umgestaltungsmaßnahmen im Sartoriusgang erstrahlen seit Anfang April 2026 auch die beiden dort befindlichen Brunnen von Anna Maria Strackerjan in neuem Glanz und mit wiederhergestellter Wasserfunktion. 

Nach Restaurierung wieder aufgestellt

Anna Maria Strackerjan schuf die Kunstwerke 1966 für den Oldenburger Herbartgang, den sie seither künstlerisch bereicherten. Der Brunnen mit Pilzen sowie sein Pendant, der Brunnen mit Korallen, bestehen aus je einem runden, steinernen Wasserbecken und Bronzeplastiken, welche den Formen aus dem wassernahen Pflanzenbereich nachempfunden sind.

Nach den großangelegten Umbaumaßnahmen im Herbartgang seit Sommer 2023 gab es für diese beiden Objekte keine Möglichkeit zum Verbleib an ihren früheren Plätzen. In Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen des Amts für Verkehr und Straßenbau bestimmte das Team des städtischen Kulturbüros die neuen Standorte im benachbarten Sartoriusgang und beauftragte Fachleute mit den nötigen Restaurierungsarbeiten, denn der Zahn der Zeit hatte sowohl an den Brunnenbecken als auch an den Bronzeplastiken Spuren hinterlassen. Um außerdem das Wasser wieder sprudeln zu lassen, waren sorgsame Arbeiten an Technik und Leitungen nötig, für die wiederum andere Experten gebraucht wurden. „Die verschiedenen Arbeiten unterschiedlicher Akteure, mit denen der Kontakt teilweise nur über dritte Stellen bestand, zeitlich aufeinander abzustimmen, war nicht ganz leicht“, erinnert sich Paula von Sydow, Fachdienstleiterin des Kulturbüros der Stadt Oldenburg. „Wie gut, wenn verantwortliche Personen auch in kniffligen Situationen die Ruhe bewahren und ihre jeweiligen Teilaufgaben zuverlässig abarbeiten!“ Dass schließlich alles so schön geworden ist, darüber freuen sich die Mitglieder ihres Teams sowie hoffentlich auch die Besucherinnen und Besucher des Gangs im Herzen der Oldenburger Innenstadt.

Inschriften am denkmalgeschützten Mahnmal am Friedensplatz von 1878 restauriert

Friedenssäule besitzt wieder goldene Buchstaben

Die Schrifttafeln der Friedenssäule auf dem Friedensplatz an der Oldenburger Peterstraße präsentieren sich seit Herbst 2025 in neuem Glanz: Da die Inschriften stark verschmutzt und nur noch schwer lesbar waren, wurden die steinernen Schriftflächen gereinigt und neu eingefärbt. Ein Oldenburger Steinmetzbetrieb hat die Arbeiten an dem denkmalgeschützten Mahnmal ausgeführt.

„Uns hatten zuletzt immer wieder Klagen über die schlecht zu entziffernde Beschriftung erreicht“, berichtet Paula von Sydow, Fachdienstleiterin des Kulturbüros der Stadt Oldenburg. „Besonders bei Stadtführungen trat das Problem auf, dass der Inhalt sich beim Betrachten nicht erschloss.“ Nach der Reinigung und Trocknung wurden die einzelnen Buchstaben mit Schriftfarbe für Naturstein ausgefärbt. Gemäß einer Vorgabe durch den Denkmalschutz und in Annäherung ans historische Original wurde hier goldene Farbe genutzt. Die aktuellen Arbeiten an der Säule kosteten rund 8.000 Euro.

Geschichte der Friedenssäule als Anlass zur Diskussion über Kriegsführung

1878 von Baurat Jansen geschaffen, besaß die Säule einst als Bekrönung die Bronzefigur einer sich bekränzenden Siegesgöttin Victoria mit Palmenzweig. 1942 wurde diese eingeschmolzen, um das Material kriegerisch zu nutzen. Heroisierende Redewendungen wie „Sich errangen sie den Lorbeerkranz, / Dem Vaterlande die Palme des Friedens“ scheinen aus heutiger Sicht zwar befremdlich, sind vor dem Hintergrund ihrer Entstehungszeit aber plausibel. „Die Geschichte der Friedenssäule gibt Anlass und Möglichkeit, sich mit historischen – wie aktuellen – Aspekten von Kriegsführung auseinanderzusetzen und die nun wieder lesbaren Inschriften tragen dazu bei“, so von Sydow.

Kunstwerk im Innenhof des Fachdienstes Jugend und Gemeinwesenarbeit zu bestaunen

Skulptur „Kinderreigen“ zu neuem Standort umgezogen

Auch Kunstwerke ziehen manchmal um: Die Skulptur „Kinderreigen“ der Künstlerin Dorothee Helling-Sohmen steht seit Ende August 2025 nicht mehr auf dem Gelände der alten Jugendherberge an der Alexanderstraße/Von-Finckh-Straße, sondern im Innenhof des Fachdienstes Jugend und Gemeinwesenarbeit (Eßkamp 126). Da das Schulzentrum Alexanderstraße den bisherigen Standort für Schulcontainer benötigt, wurde die ehemalige Brunnenfigur aus gelbem russischem Marmor von einer Fachfirma auf ihre neue Position versetzt. Im Innenhof des Fachdienstes präsentiert sie sich auf einem eigens angefertigten Sockel. Künstlerin Helling-Sohmen ist Deutschlands erste Bildhauermeisterin.

Mehr erfahren?

Fragen zu den im Stadtgebiet verteilten Objekten der „Kunst im öffentlichen Raum“ beantwortet Tanja Niebisch telefonisch unter 0441 235-2409 oder per E-Mail an kulturbuero[at]stadt-oldenburg.de.

Vermehrt Kunstobjekte in Oldenburg beschmiert – „Missachtung von Kunst und Gedenkkultur“

Schmierereien im öffentlichen Raum: Ist das Kunst oder kann das weg?

Warum das Ganze? Und was genau soll damit bezweckt werden? Diese Fragen stellen sich beim Anblick von Schmierereien an Kunstobjekten in Oldenburg nicht nur Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, sondern auch die Mitarbeitenden im Kulturbüro. Leider ist es in der Vergangenheit immer wieder vorgekommen, dass die Kunst im öffentlichen Raum verunstaltet wurde. Darunter zum Beispiel der Sockel des Peter-Friedrich-Ludwigs-Denkmals auf dem Schlossplatz, die Gedenkwand in der Peterstraße, die Skulptur „Unser Planet“ in der Pistolenstraße oder das Graf-Christopher-Wappen in der Poststraße.

Für die Beseitigung der Schmierereien an diesen Objekten musste allein das Kulturbüro der Stadt im Jahr 2022 ungefähr 4.500 Euro aufbringen – Gelder, die letztlich die Allgemeinheit bezahlt, denn die Unterhaltung der Kunstwerke wird aus Steuermitteln finanziert.

Unverständnis und Ratlosigkeit im Kulturbüro

Viele Einwohnerinnen und Einwohner Oldenburgs sowie zahlreiche Gäste von außerhalb erfreuen sich an den Kunstobjekten, die an zahlreichen Orten in der Stadt aufgestellt sind und das Stadtbild prägen. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern stört sich auch die städtische Verwaltung sehr an diesen unsinnigen und unansehnlichen Beschädigungen. Im städtischen Kulturbüro ist man ratlos. „Das Verunstalten von Kunstwerken im öffentlichen Raum ist ärgerlich und eine uns unverständliche Missachtung von Kunst und Gedenkkultur“, sagt Paula von Sydow, Leiterin des Kulturbüros der Stadt Oldenburg.

Weitere Informationen und Schmierereien melden

Sie haben Schmierereien an Kunst im öffentlichen Raum entdeckt? Dann melden Sie diese gerne über den Stadtverbesserer » oder im ServiceCenter unter der Telefonnummer 0441 235-4444.

Sie möchten mehr über die Werke im öffentlichen Raum erfahren? Darüber gibt Tanja Niebisch unter der E-Mail-Adresse kulturbuero[at]stadt-oldenburg.de oder der Telefonnummer 0441 235-2409 gerne Auskunft.

Kunstreicher öffentlicher Raum

Aus dem Schatten von Schlosshöfen, Bäumen und der häufig wechselnden Nutzung des Platzes durch verschiedene kommerzielle Aktionen herausgetreten, kann das Kunstwerk fortan auf der Fläche zwischen den Straßen Schloßplatz und Paradewall seine Wirkung entfalten. Dabei steht es in einer Sichtachse mit den „Drei Bären“ von Paul Halbhuber sowie der „Reliefmauer“ von Georg Schmidt-Westerstede. Zusammen mit der, nur wenige Meter entfernt auf der Grünfläche zwischen Paradewall und Huntestraße stehenden, Plastik „Laokoon“ von Volkmar Haase unterstreicht das Ensemble der Skulpturen den Reichtum Oldenburgs auf dem Gebiet der Kunst im öffentlichen Raum.

Massiv und doch beweglich

Entstanden ist das „Kissen“ aus Marmor im Rahmen des Bildhauersymposions 1979, welches seinerzeit auf dem Schlossplatz stattfand. Trotz seiner Massivität hat es in der Vergangenheit schon einige Beweglichkeit bewiesen: Versetzt vom früheren Berliner Platz auf den Rathausmarkt, zwischenzeitlich eingelagert auf dem Fliegerhorst, wurde es 2012 auf dem Schlossplatz und damit in unmittelbarer Nähe zum ursprünglichen Schaffensort installiert. Selbst die Kollision mit einem Lieferwagen im Dezember 2022 konnte es nicht vom Sockel stürzen.

Nun lädt es also, dem Schlossplatz gewissermaßen vorgelagert, zwischen vielbefahrener Straße und Flanierzone zum Betrachten und Verweilen ein. „Das Kissen darf ‚besessen‘ werden“, verrät die im Kulturbüro zuständige Mitarbeiterin Tanja Niebisch augenzwinkernd, „beispielsweise beim Beobachten des Treibens auf dem Spielplatz.“

Frisch geputzt!

Einigen Stadtspaziergängerinnen und Spaziergängern wird es vielleicht schon aufgefallen sein: Viele Objekte der Kunst im öffentlichen Raum der Stadt wurden gereinigt und zum Teil auch restauriert.

Über 160 Objekte der im gesamten Stadtgebiet platzierten „Kunst im öffentlichen Raum“ befinden sich in städtischem Besitz. „Diese Kunstwerke gehören uns allen“, sagt Paula von Sydow, Fachdienstleiterin im Kulturbüro der Stadt Oldenburg, und unterstreicht damit die Notwendigkeit zu ihrer Unterhaltung und Pflege. Die Skulpturen und Plastiken können Betrachterinnen und Betrachter zum Innehalten und Nachdenken, zur Unterhaltung, Identifikation oder auch Verwunderung anregen. Damit dies auch weiterhin so bleibt, wurden einige Werke ordentlich herausgeputzt, denn viele von ihnen hatten über die Jahre durch Verunreinigungen – witterungsbedingter oder mutwilliger Natur – einen Teil ihrer Strahlkraft eingebüßt.

Im zweiten Halbjahr des Jahres 2022 setzte das Kulturbüro in Zusammenarbeit mit dem Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft und Hochbau externe Fachleute darauf an, dem Zahn der Zeit die Kraft von frischem Putzgerät entgegenzusetzen und, wenn nötig, Reparaturen vorzunehmen.

In den Genuss von Pflegemaßnahmen kamen

  • in der Baumgartenstraße: „Unser Planet“
  • in der Bremer Straße: „Bürgerdenkmal“
  • auf dem Cäcilienplatz: „Helene Lange“ und „Karl Jaspers“
  • am Flötenteich: „Cachaya Condor“, „Körperlandschaft“, „Große Frucht/Meeresfrucht“, „Gedenkstein Flötenteich“
  • am Friedhofsweg: Gedenkstele für Sinti und Roma
  • auf dem Herbartplatz: „Herbart-Büste“
  • auf dem Kasinoplatz: „Menschensäule“
  • in der Leo-Trepp-Straße: Leo-Trepp-Büste
  • am Paradewall: „Laokoon“
  • in der Peterstraße: „Schutz des Lebens“, „Athanatos“, Synagogen-Gedenkstein, Gedenkstein Leobschütz
  • auf dem Pferdemarkt: „Vier Pferde“
  • in der Roonstraße: „Flussgott mit Haaren und Hausbäke“
  • auf dem Schloßplatz: „Herzog Peter Friedrich Ludwig“ und „Blickpunktvase“
  • am Stau: „Solarplastik Uhr“
  • am Theaterwall: „Skulptur o. T.“, „Rudolf-Bultmann-Büste“, „Carl-von-Ossietzky-Mahnmal“
  • im Wunderburgpark: „Kinetische Skulptur“

Hier sehen Sie eine Vorher-Nachher-Darstellung von einer Auswahl der gereinigten Kunstwerke:

Zuletzt geändert am 12. Mai 2026