Cadillac gibt wieder Gas

Unterstützung für Musikszene: Professionelle Videos für junge Bands

Nach der Corona-bedingten Zwangspause richtet das Jugendkulturzentrum Cadillac den Blick nach vorne: Erste Öffnungen im Bereich der Jugendarbeit sind seit Ende Mai 2020 wieder möglich, und es gibt Hoffnung, dass auch Veranstaltungen mittelfristig wieder stattfinden können. „Wir haben die Zeit genutzt, um uns auf die bevorstehenden Aufgaben zu konzentrieren. Jetzt können wir sagen, wir sind bereit“, so Leiter Marius Asmus.

Asmus und sein Team waren während der Schließungsphase alles andere als untätig. So konnten neu gewonnene Erkenntnisse aus einer noch im Februar 2020 vorgenommenen Brandschutzübung prompt umgesetzt werden. Dabei wurde in Zusammenarbeit mit dem Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft und Hochbau der Stadt Oldenburg die Fluchtwege-Situation durch bauliche Maßnahmen optimiert. Daraus ergab sich auch die Möglichkeit, Renovierungs- und Verschönerungsmaßnahmen im Café und im Innenhof in Angriff zu nehmen, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Eigenleistung umgesetzt haben. Zu guter Letzt wurde nun auch das Parkett im Konzertsaal komplett neu aufgearbeitet.

Neues Projekt: Professionelle Videos für junge Bands

Auf diesem frisch renovierten Boden soll im Juni 2020 ein neues Projekt für die Jugendkultur der Stadt Oldenburg gestartet werden. Für das Konzept und die Umsetzung zeigt sich Ruben Jena verantwortlich. Er schließt im Cadillac gerade seine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann ab. Da Ruben Jena selber Musiker ist und in der Oldenburger Jugendband „Dune Gazer“ spielt, weiß er um die derzeitigen Probleme in der Kultur- und Veranstaltungsbranche. Nach vielen Gesprächen, wie man der Pandemie und ihren einschneidenden Folgen begegnen soll, entwickelte er eine Idee: Die Möglichkeiten des Cadillac sollen den Musikerinnen und Musikern sowie Bands aus Oldenburg künftig eine Plattform bieten. Die Umsetzung dieses Konzeptes ist nun nach der aktualisierten Verordnung des Landes Niedersachsen unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen möglich.

Was beinhaltet das Konzept?

Jungen Bands soll die Gelegenheit geboten werden, eine Live-Audioaufnahme inklusive Videomitschnitt im großen Konzertsaal einzuspielen. Zusätzlich wird mit der Band ein Interview geführt. Mit den Aufnahmen kann sich die Band dann zukünftig online präsentieren und bei weiteren Veranstaltungsorten und Festivals bewerben. Für viele Bands ist es bereits in den vergangenen Jahren schwierig gewesen, Auftrittsmöglichkeiten zu bekommen, und das nun durch die Pandemie einsetzende Club-Sterben wird diese Situation noch verschärfen. „Umso wichtiger ist es, den Bands und Musikerinnen und Musikern etwas an die Hand zu geben, womit sie sich visuell, akustisch und durch eine entsprechende Interview-Vorstellung bei Veranstaltern, Festivals und Clubs professionell bewerben können, um aus der Masse herauszustechen“, weiß Ruben Jena. Sie können dieses Video darüber hinaus auch für ihre Social Media-Kanäle verwenden, um sich in dieser Zeit online zu präsentieren.

Das Video wird den Bands beziehungsweise den Musikerinnen und Musikern komplett geschnitten und fertig bearbeitet übergeben, ebenso die rein akustischen Aufnahmen, damit sie beides separat nutzen können. „Mit diesem Projekt möchte das Cadillac die Oldenburger Musikszene in dieser Zeit nachhaltig und langfristig unterstützen, bis echte Live-Konzerte wieder möglich sind“, betont Leiter Marius Asmus.

Weitere Informationen und Kontakt

Interessierte werden gebeten, sich im Cadillac – Zentrum für Jugendkultur (Huntestraße 4a) zu melden: